Schlaglichter des Lebens

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Fotos von Arturo Aguiar in der Galerie “El Borde”

Von Susanne Franz

Wie ein Scheinwerfer, der in der Dunkelheit auf der unendlich und eintönig scheinenden Straße plötzlich eine Bewegung erfasst, beleuchtet der Fotograf Arturo Aguiar (geboren 1963 in San Juan) schlaglichtartig Szenen des alltäglichen Lebens. Die Einsamkeit des Zimmers, das sich verlassen dem Beobachter bietet, der Person, die alleine auf ihrem Bett liegt, oder des Paares, das zu zweit einsam ist – alle sind von ihrer eigenen Dunkelheit wie von einer Aura umgeben: die Räume, und die Personen, die sie, Gespenstern gleich, bewohnen.

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Rastros de luz

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Fotos de Arturo Aguiar en la galería “El Borde”

Por Susanne Franz

Como un reflector que —de repente— rastrea un movimiento en la oscuridad de una ruta interminable y monótona, el fotógrafo Arturo Aguiar (nacido en 1963 en San Juan) ilumina como con rastros de luces escenas de la vida cotidiana. La soledad de un cuarto, que se presenta al espectador en toda su desolación, la soledad de la persona que está acostada sobre su cama, la soledad de a dos de una pareja —todos estos protagonistas están envueltos en su propia oscuridad, rodeados por ella como con un aura: los espacios igual que las personas que los habitan, como si fueran fantasmas.

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Kalender / Agenda

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Ausstellungs-Kalender 2.7.05-9.7.05


Gorriarenas bunte Welt: Retrospektive in der Fundación Mundo Nuevo, Av. Callao 1870, P.B. Mo-Fr 11-19 Uhr. Nur noch bis 6.7.

Ausstellungszentren

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Mo-Sa 10-21, So 12-21 Uhr, Eintritt 3 Pesos, Studenten und Rentner 1,50 Pesos; Warhol: Eintritt 9 Pesos, Studenten und Rentner 5 Pesos, Kinder unter 12 Jahren 3 Pesos): Andy Warhol, graphisches Werk, Dokumente. 7.6.-2.10. / „Premios Trabucco 2005“, Gemälde und Zeichnung. 10.6.-3.7. / Fernando de Filipi, Graphiken und Gemälde. Bis 3.7. / „Start05“ – Preisträger des Internationalen Designer-Wettbewerbs Hamburg, Barcelona, Montevideo, Buenos Aires. Seit 30.6.
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Agenda / Kalender

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Agenda de la semana 2/7/05-9/7/05


El mundo colorido de Gorriarena: Retrospectiva en la Fundación Mundo Nuevo, Av. Callao 1870, P.B. Lun-Vie 11-19 hs. Sólo hasta 6/7.

Centros de exposiciones

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Lun-Sab 10-21, Dom 12-21 hs, entrada 3 pesos, estudiantes y jubilados 1,50 pesos; Warhol: entrada 9 pesos, estudiantes y jubilados 5 pesos, chicos menores de 12 años 3 pesos): Andy Warhol, obra gráfica, documentos. 7.6.-2.10. / “Premios Trabucco 2005”, pintura y dibujo. 10.6.-3.7./ Fernando de Filipi, gráficas y pinturas. Hasta 3.7. / “Start05” – ganadores del concurso internacional de diseño Hamburgo, Barcelona, Montevideo, Buenos Aires. Desde 30.6.
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Kalender / Agenda

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Ausstellungs-Kalender 25.6.05-2.7.05

Ausstellungszentren

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Mo-Sa 10-21, So 12-21 Uhr, Eintritt 3 Pesos, Studenten und Rentner 1,50 Pesos; Warhol: Eintritt 9 Pesos, Studenten und Rentner 5 Pesos, Kinder unter 12 Jahren 3 Pesos): 45 Jahre „Diseño Shakespear“. 2.6.-26.6. / Carlos Wetzler, Fotos. 2.6.-26.6. / Daniela Jozami, „Bolero“ Gemälde. 2.6.-26.6. / Andy Warhol, graphisches Werk, Dokumente und Filme. 7.6.-2.10. / „Premios Trabucco 2005“, Gemälde und Zeichnung. 10.6.-3.7.
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Agenda / Kalender

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Agenda de la semana 25/6/05-2/7/05

Centros de exposiciones

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Lun-Sab 10-21, Dom 12-21 hs, entrada 3 pesos, estudiantes y jubilados 1,50 pesos; Warhol: entrada 9 pesos, estudiantes y jubilados 5 pesos, chicos menores de 12 años 3 pesos): 45 años “Diseño Shakespear”. 2.6.-26.6. / Carlos Wetzler, fotos. 2.6.-26.6. / Daniela Jozami, “Bolero”, pinturas. 2.6.-26.6. / Andy Warhol, obra gráfica, documentos, películas. 7.6.-2.10. / “Premios Trabucco 2005”, pintura y dibujo. 10.6.-3.7.
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“Es gibt keine perfekte Welt” (2002)

Eine Anthologie der Künstlerin Ana Eckell im Centro Cultural Recoleta

Von Susanne Franz

Werk von Ana Eckell

Ana Eckell ist viel gereist und hat in der ganzen Welt ihre Werke ausgestellt. Sie hat Argentinien auf der Biennale von Paris 1984 vertreten und 1985 in Sao Paulo, und sie zeigt Teile der „Wände”, die sie bei diesen renommierten internationalen Kunst-Treffen präsentierte, nun im Rahmen der anthologischen Ausstellung „La voz del agua” im Centro Cultural Recoleta; dazu Gemälde mit vorgebauten Schachteln, die bei der Biennale ARCHE in Buenos Aires 1983 zu sehen waren, ihre „blaue Periode” von 1987/88, ihre Produktion der 90er Jahre, bekannt von einer bedeutenden Ausstellung im „Museo Nacional de Buenos Artes”, bis hin zu sehr zurückgenommenen Bildern von 2000 und 2001, in denen die Künstlerin, in deren Werk das Übereinanderschichten von verschiedenen Perspektiven und Ebenen eine Hauptrolle spielt, wie durch einen Nebel Konturen und Szenen erahnen lässt.

Werk von Ana EckellSie habe diese Bilder vor den Attentaten vom 11. September 2001 gemalt, sagt Ana, als sie auf die Parallelen zu den Anschlägen in diesen Werken angesprochen wird, aber sie seien fast so etwas wie eine Vorahnung gewesen. Als ihr Lebenspartner sie an dem schrecklichen Tag angerufen und ihr von den Attentaten erzählt habe, habe sie den Femseher angemacht, die gigantischen Staubwolken gesehen und ihr sei klar geworden: „Das ist es!” „Die Welt befindet sich in einem Veränderungsprozess”, sagt Ana, „vielleicht muss erst alles in sich zusammenfallen, bevor etwas Neues entstehen kann.” Auch in ihren Texten, die innerhalb der Retrospektive einen wichtigen Stellenwert einnehmen, wird dieses Thema immer wieder aufgegriffen.

Mensch sein in Krisenzeiten

Werk von Ana EckellZu diesem schmerzlichen Prozess zählt auch die aktuelle Krise in Argentinien. Die Auswirkungen spürt Ana Eckell am eigenen Leibe, wie fast alle Argentinier – das wird deutlich, wenn sie von den Schwierigkeiten berichtet, die Ausstellung auf die Beine zu stellen, und von ihrem festen Willen, „trotz allem etwas zu tun”.

Aber auch die empfindlichen Sensoren ihrer sensiblen Künstlerseele sind auf Empfang, etwa wenn sie sich fragt, ob denn die momentane Situation nicht realistischer sei als die vorgegaukelte Erste-Welt-Zugehörigkeit der letzten Jahre. „Unsere Situation ist unbequem, aber das Leben an sich ist unbequem”, philosophiert Ana. Ordnung sei doch nur eine Fiktion, die jeden Moment kaputtgehen könne. „Hier leben wir realistischer”, zieht sie ihr Fazit, „Leben ist immer prekär.” Nachdenklich fügt sie hinzu:„Ich glaube, es gibt keine perfekte Welt.” Überall, in allen Ländern, die sie bereist habe, würden die Menschen klagen. Das liege wohl daran, dass „wir Menschen eben nicht perfekt” seien.

Geschichte aufarbeiten

Werk von Ana Eckell„Man braucht immer auch Humor, um mit schwierigen Themen fertig zu werden”, sagt Ana Eckell – übrigens in ausgezeichnetem Deutsch -, zum Beispiel über ihre Bilderserie „La batalla de San Ramón” von 1984. Die großformatigen Werke seien in Anlehnung an die Schlachtenbilder des Renaissancemalers Uccello entstanden, aber die Pferde sähen bei ihr eher aus wie Karussellpferde, lacht sie.

In ihren Werken der frühen 80er Jahre habe sie die repressiven 70er verarbeitet, das Klima der Zensur, das geherrscht habe, als sie, damals schon mit dem beendeten Kunststudium, ihre Künstlerkarriere begonnen habe. Und 1982 habe der Malwinenkrieg einen starken Eindruck in der Gesellschaft hinterlassen.

Einen direkten Bezug zu historischen Ereignissen hätten ihre Werke zwar nicht, meint die Künstlerin mit dem blonden Kurzhaarschnitt, aber sie registrierten eben doch die Dinge, die sie kenne. „Es ist einfacher, die Dinge zu benennen, sie sind dann weniger schmerzhaft, man versteht sie besser”, erklärt sie ihre künstlerische Motivation, und fügt hinzu: „Ich habe mein Augenmerk nie auf punktuelle Ereignisse gerichtet, sondern auf (geschichtliche) Prozesse.”

Und die Zukunft?

Werk von Ana EckellDie Frage nach ihrem weiteren Weg drängt sich unwillkürlich auf, wenn man Ana Eckells jüngstes Bild „Salto de página” von 2002 betrachtet. Es ist eine Mischung aus weißlich-grauer Farbe und Textur, dahingeworfene Worte sind kaum noch sichtbar. Ihre Malerei, so groß und bunt und farbenprächtig einst, wird doch nicht etwa verschwinden? Ana ist überhaupt nicht beunruhigt. „Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, und ich will es auch gar nicht wissen!”, wehrt sie ab. Sie suche nie nach neuen Bildern: „Sie kommen zu mir, wenn ich dazu bereit bin”, beschreibt sie den kreativen Prozess, der sie zum Malen und Schreiben drängt. „Es gibt viele Dinge, die man im Moment vielleicht nicht versteht”, gibt sie zu bedenken, aber sie verlasse sich auf eines: „Das Leben ist ein perfektes Design.”

Der Artikel erschien am 25.5.2002 im “Argentinischen Tageblatt”.

Die Bilder stammen von Ana Eckells Webseite.

Begegnung mit einer Pop Art-Legende

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Andy Warhol im Centro Cultural Borges

Von Susanne Franz

Provokativ und hintergründig hat Andy Warhol die Existenz der Kunst und des Künstlers immer wieder auf den Prüfstein gestellt. Indem er mit dem Talent eines genialen Werbestrategen die Methoden der Massenmedien anwendete und maximierte, ironisierte er sie. Persönlich wusste er sich als Ikone der Pop Art gekonnt zu vermarkten, und so verwandelte er sich schon zu Lebzeiten in eine Legende – ein wandelndes Extrem zwischen seinem Oberklassen-Snobismus und seinen Vorlieben für die Abgründe der Gesellschaft. Das Publikum liebte ihn, weil er Glamourstars wie Marilyn Monroe oder Jackie Kennedy noch glanzvoller als im “wirklichen Leben” darstellte, und weil er die kleinen Dinge des Lebens in den Stand der Kunst erhob. Das berühmteste Beispiel sind seine Serien mit den Campbell’s-Dosensuppen (1968/69).

Die Andy Warhol-Ausstellung im Centro Cultural Borges macht dem argentinischen Publikum erstmals über 100 Graphiken und Dokumente des Künstlers zugänglich.

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Encuentro con una leyenda del Pop Art

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Andy Warhol en el Centro Cultural Borges

Por Susanne Franz

Con su obra y su existencia, Andy Warhol hizo evidente cuestiones centrales sobre el significado del arte y la personalidad del “artista”. De manera provocadora y sutil, y con el talento de un estratega genial del marketing, usó los métodos de los medios masivos, maximizándolos, para así ironizar sobre ellos. Supo venderse de manera insuperable como ícono del Pop Art, y se transformó ya en vida en una leyenda, un extremo viviente entre su esnobismo y sus gustos oscuros por los abismos de la sociedad. El público lo amaba, porque glorificó aun más las figuras del glamour como Marilyn Monroe o Jackie Kennedy, dándoles más belleza incluso que en la “vida real”. Y porque transformó en arte las pequeñas cosas de la vida cotidiana. Ejemplo célebre de esto son sus series con las sopas en lata Campbell’s (1968/69).

La muestra de Andy Warhol en el Centro Cultural Borges acerca por primera vez al público argentino más de 100 gráficas y documentos del artista.

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Ausstellungs-Kalender 18.6.05-25.6.05

Ausstellungszentren

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Mo-Sa 10-21, So 12-21 Uhr, Eintritt 3 Pesos, Studenten und Rentner 1,50 Pesos; Warhol: Eintritt 9 Pesos, Studenten und Rentner 5 Pesos, Kinder unter 12 Jahren 3 Pesos): Pedro Roth, Fotos. 1.6.-19.6. / 45 Jahre „Diseño Shakespear“. 2.6.-26.6. / Carlos Wetzler, Fotos. 2.6.-26.6. / Daniela Jozami, „Bolero“ Gemälde. 2.6.-26.6. / Andy Warhol, graphisches Werk, Dokumente und Filme. 7.6.-2.10. / „Premios Trabucco 2005“, Sparten Gemälde und Zeichnung. 10.6.-3.7.
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Agenda / Kalender

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Agenda de la semana 18/6/05-25/6/05

Centros de exposiciones

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Lun-Sab 10-21, Dom 12-21 hs, entrada 3 pesos, estudiantes y jubilados 1,50 pesos; Warhol: entrada 9 pesos, estudiantes y jubilados 5 pesos, chicos menores de 12 años 3 pesos): Pedro Roth, fotos. 1.6.-22.6. / 45 años “Diseño Shakespear”. 2.6.-26.6. / Carlos Wetzler, fotos. 2.6.-26.6. / Daniela Jozami, “Bolero”, pinturas. 2.6.-26.6. / Andy Warhol, obra gráfica, documentos, películas. 7.6.-2.10. / “Premios Trabucco 2005”, categorías pintura y dibujo. 10.6.-3.7.
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