Mode im Rampenlicht
Beim Kostümverleih Salón Muaré finden Stars und Stylisten immer das passende Kleid
Von Maria Exner
Wenn “Salón Muaré” ein Modelabel wäre, dann wäre es wohl das begehrteste Argentiniens. Denn Stars und Celebrities sind in dieser Branche die besten Werbeträger, und ob Schauspielerinnen wie Soledad Villamil im Oscar-Anwärter “El secreto de sus ojos” und Mía Maestro im Jubiläumsheft des Patio Bullrich oder Givenchy-Model Antonella Graef in der Kampagne des exklusiven Handtaschen-Labels Prüne – sie alle tragen die Mode von Salón Muaré…
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Werke von Sameer Makarius sind auf der Messe
Am Mittwoch schloss die Gemälde-Ausstellung “Tiempo suspendido” der bekannten Malerin Ana Eckell in der Galerie Praxis. Bei einem Glas Sekt nahmen viele Freunde und Persönlichkeiten aus dem Kunstbetrieb die Gelegenheit wahr, die neuen Werke der Künstlerin, die schon lange nicht mehr an die Öffentlichkeit getreten ist, zu sehen. Man wurde belohnt: mit Riesenformaten in Gelb und Rot, die Eckells Bildsprache zwar klar zu erkennen geben, in denen aber mehr Freiheit und zugleich größere Klarheit herrscht, so dass eine neue Entwicklung im kreativen Prozess der Künstlerin und Autorin deulich zutage tritt. In einer ganz neuen Serie etwas kleinerer Bilder, weiß auf grauem Grund, beginnen Eckells Figuren langsam zu verschwinden – wohin? Wer die Ausstellung verpasst hat, findet Eckells Werke noch in der Trastienda der Galerie (Arenales 1311).
Probablemente la palabra “dantesco” figuró en la tapa de todos los diarios de Italia el 29 de diciembre de 1908, el día después de que un terremoto y un tsunami destruyeran casi enteramente la ciudad de Messina.
Die Ende September eröffnete Ausstellung “5 escultores y su tiempo” in der Galerie Laura Haber (Juncal 885, entrepiso) ist wegen der großen Publikumsnachfrage bis zum 17. November verlängert worden. Bleibt also noch Zeit, sich die Arbeiten von fünf der besten Bildhauer des Landes anzusehen: Bastón Díaz, Pájaro Gómez, Hernán Dompé, Cristina Tomsig (Bild) und Dora Isdatne. Isdatne präsentiert unter ihren farbenfrohen, verspielt-gewagten Keramiken auch eine in größerem Format, ansonsten beschränken sich die Meister auf Werke in kleineren (und so auch erschwinglicheren) Ausmaßen. So unterschiedlich die Ausdruckssprachen der fünf vielfach preisgekrönten Künstler auch sein mögen, treten sie doch in der Galerie in einen lebhaften, harmonischen Dialog. Frau Haber ist eine kompetente Galeristin, deren Fachwissen und Savoir-vivre den Maestros aus Buenos Aires und Córdoba (Dompé) mehr als gerecht wird.
Parallel zu “Mr. America” läuft im Museo Nacional de Bellas Artes die Ausstellung “El Pop Art en la Colección del IVAM” mit Werken aus der Sammlung des spanischen Instituto Valenciano de Arte Moderno. Die Kuratoren William Jeffett (Dalí-Museum St. Petersburg, USA) und Consuleo Císcar (IVAM) haben 59 repräsentative Kunstwerke der Pop Art ausgewählt, um zu zeigen, wie die von den Vereinigten Staaten ausgehende Stilrichtung sich in Spanien fortentwickelt hat. Zu sehen sind Fotographien, Collagen, Lithographien, Malerei und Objektkunst.
Am 5. Oktober 1959 eröffnete die Galerie Witcomb im Zentrum von Buenos Aires die erste Einzelausstellung von Luis Felipe Noé – der Ausgangspunkt eines bewegten Künstlerlebens. Genau 50 Jahre später widmet jetzt die Galerie Rubbers dem großen argentinischen Maler eine Werkschau unter dem Titel “Y son cincuenta, sin cuento” – “Es sind 50, im Ernst!”. Erst im Mai vertrat Luis Felipe Noé Argentinien mit zwei großformatigen Werken bei der Biennale in Venedig. Ein Beleg seiner enormen Popularität. In einem Gespräch berührte der Maler, Kunsttheoretiker und Autor Themen wie das Konzept der Zeit, das Durcheinander in der Welt und Buenos Aires…
Zum Vernissagen-Hopping lud am 20. Oktober das Centro Cultural Recoleta, und mehrere Dutzend Porteños in Anzug und Abendkleid kamen. Nur wenige Tage nach dem Ende der sehenswerten Ausstellung zur Internationalen Architektur Biennale Buenos Aires baten gleich sieben städtische Künstler zur Präsentation ihrer Arbeiten in das labyrinthische Kulturzentrum. Da kein gemeinsames Dachthema sie eint, beherbergt jeder Saal nun einen eigenen Mikrokosmos – die Darstellungsformen reichen von dokumentarischer Fotografie über Licht-Objekte bis hin zu verfremdeten technischen Zeichnungen; die Themen betreffen den Alltag in Buenos Aires oder sehr persönliche Empfindungen der Künstler…
Mit Pablo Reinoso stellt noch bis März ein argentinischer Designstar im Malba aus. Der Wahl-Franzose – jahrelang Artdirector des französischen Modehauses Givenchy, für das er unter anderem Parfumflakons und Schmuck entworfen hat – nutzt den großzügigen, lichten Patio des Museums in seiner Heimatstadt für seine Holzinstallation “Enredamaderas”. Die Stücke aus der Serie “Espaguetis” sind Parkbänken nachempfunden, die sich jedoch an einem Ende in fadenartige Strukturen auflösen. Diese scheinen über die Brüstung des obersten Stockwerks nach unten zu kriechen, wo sie sich auf einem Sockel verknoten, um von dort lianengleich wieder hervorzuwachsen und in einer zweiten Bank im ersten Stock zu enden. 


