Ohrenbetäubendes Landleben

“Mucho ruido y pocas nueces” im San Martín-Theater

Von Valerie Thurner

laerm11.jpgIn seinem 50. Jubiläumsjahr wagt sich das Theater San Martín an die Adaptation von William Shakespeares romanesker Komödie “Viel Lärm um nichts” (Mucho ruido y pocas nueces/Much Ado About Nothing) – im Stil eines Volkstheaters mit hiesigem Lokalkolorit. Regie führt der Argentinier Oscar Barney Finn; er versetzte die Handlung ins ländliche Argentinien im 19. Jahrhundert, mit dem Ziel, der Komödie um Liebe und Intrigen einen neuen Aspekt abzugewinnen. Die Protagonisten werden an den hiesigen kulturellen und historischen Kontext angepasst, was ein paar Verschiebungen in Namen und Funktion der Rollen mit sich bringt. So ersetzt Don Leandro Lagos (Salo Pasik), der Gutsherr, den Don Leonato, der Gerichtsvollzieher Dogberry wird durch den seltsamen Kommissar Robles (Daniel Miglioranza) ersetzt und die Truppen Aragoniens werden hier von ein paar Offizieren um den Kommandanten Pedro Gauna (Fernando Margenet) repräsentiert.

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Kalender / Agenda

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Ausstellungskalender 06/02/10-13/02/10

Von Susanne Franz

hase11.jpgAn verschiedenen Orten der Fundación Proa ist die Ausstellung „Sintonías“ zu sehen. Koordiniert von Cintia Mezza, zeigen die Künstler Mirtha Dermisache, Elba Bairon, Alejandro Cesarco, Esteban Pastorino und Alejandra Seeber eigenwillige Werke. Esteban Pastorino hat für die Terrasse der Galerie eine an nautische Geräte erinnernde Kamera gebaut, durch die der Besucher die Umgebung beobachten kann – nicht ohne einige optische „Spezialeffekte“. Mirtha Dermisache stellt auf Tischen, in Regalen und auf Staffeleien ihre Graphismen zur Schau, die sie seit den 60er Jahren entwickelt. Der Künstler Alejandro Cesarco und die Dramaturgin Ana Katz überraschen im Buchladen der Proa mit Performance-Situationen – Dialogen zwischen den Verkäufern über die Grenzen der Sprache. In der Cafeteria sind Interventionen (Gemälde, Reliefs und Gips-Skulpturen) von Elba Bairon zu sehen. Alejandra Seeber erinnert mit einer Installation aus Glas-Kugeln an die Sprechblasen von Comics.

Es gibt noch viel mehr zu sehen, nicht nur in der Fundación Proa…

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Agenda / Kalender

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Agenda de Muestras 06/02/10-13/02/10

Por Susanne Franz

hase11.jpgEn distintos espacios de la Fundación Proa se presenta la muestra “Sintonías”, coordinada por Cintia Mezza, con los artistas Mirtha Dermisache, Elba Bairon, Alejandro Cesarco, Esteban Pastorino y Alejandra Seeber. Esteban Pastorino fabricó para la terraza de Proa dos artefactos que evocan en su construcción el instrumental marino: un estereoscopio y un periscopio. Los mismos permitirán al visitante observar el paisaje de La Boca – con algunas alteraciones ópticas. Las obras de Mirtha Dermisache se apropian de mesas, estantes y atriles para dar oportunidad al espectador/lector a mirar/leer y a transitar por el universo de grafismos desarrollados por la artista desde los años sesenta. El artista Alejandro Cesarco y la dramaturga Ana Katz proponen una situación performática que sorprenderá a quien visite la Librería con diálogos entre los vendedores acerca de las limitaciones del lenguaje. En la Cafetería, Elba Bairon interviene el muro con sus particulares figuras subabstractas: pinturas, relieves y esculturas de yeso. Alejandra Seeber se integra a “Sintonías” con burbujas de cristal, citando a los globos de diálogos de las historietas.

Hay más sorpresas, no solamente en Proa…

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Argentinischer Film punktet bei Sundance-Festival

“El hombre de al lado” ausgezeichnet

Von Valerie Thurner

hombredeallado11.jpgDer Spielfilm “El hombre de al lado” des argentinischen Regiegespanns Mariano Cohn und Gastón Duprat hat beim bedeutendsten Festival für Independentkino in Park City den Preis für Dramatische Filmkunst gewonnen. Der Streifen stach seine 10 Mitstreiter in der Kategorie International Competition aus und wurde von der Fachpresse aufs Höchste gelobt. Der Film sticht in ein Thema, das globaler und alltagsbezogener kaum sein könnte: Nachbarschaft, Welten, die an der Scheidemauer aufeinanderprallen. Gedreht wurde in La Plata, im einzigen Gebäude des visionären Architekten Le Corbusier in Argentinien.

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Schweizer Doku “Space Tourists” bei Sundance-Festival geehrt

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Einmal im Leben die Erde vom All sehen

Von Valerie Thurner

spacetourist11.jpgDie Amerikanerin Anousheh Ansari will als erste Frau der Welt ins All und lässt für diesen Kindheitswunsch glatt 20 Millionen Dollar springen. Der Schweizer Dokumentarfilmer Christian Frei erzählt in “Space Tourists” den alten Menschheitstraum vom Flug ins All in einem mehrdimensionalen und dichten Film. Uraufgeführt wurde das soeben beim Sundance-Filmfestival für die beste Regie einer ausländischen Dokumentation ausgezeichnete Werk beim Zurich Film Festival im vergangenen September, wo Frei mit Standing Ovations honoriert wurde.

Irgendwo in der kasachischen Steppe liegt die ehemals sowietische und heute Internationale Raumstation “Star City”. Die Zeiten der erfolgreichen Sputnik-Expeditionen liegen mehr als 50 Jahre zurück, und heute muss die russische Raumfahrtbehörde mit Weltalltourismus den finanziellen Etat aufbessern. Die Raumstation dient als Übungs- und Forschungszentrum für Kosmonauten und Weltalltouristen.

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Documental suizo “Space Tourists” premiado en Sundance

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Observar la tierra desde el espacio una vez en la vida

Por Valerie Thurner

La norteamericana Anousheh Ansari quiere ser la primera mujer en viajar al espacio y para este deseo de la niñez gasta nada más y nada menos que 20 millones de dólares. El documentarista suizo Christian Frei cuenta en “Space Tourists” el antiguo sueño de la humanidad de volar al espacio en una película compleja y multifacética. Esta obra, que acaba de ser distinguida en el Festival de Cine Sundance por la mejor dirección de un documental extranjero, fue estrenada en el Zurich Film Festival 2009, donde Frei fue honrado con ovaciones.

En algún lugar de la estepa de Kazajstán se encuentra la estación espacial “Star City”, anteriormente soviética y en la actualidad internacional. Las exitosas expediciones de los Sputnik ya han ocurrido hace más de 50 años, y hoy en día la agencia espacial rusa debe mejorar el presupuesto financiero con el turismo al espacio. La estación sirve como centro de investigación y de entrenamiento de cosmonautas y turistas espaciales.

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Eine Ausstellung, die keinen kalt lässt

Das Anne Frank Zentrum in Buenos Aires

Von Marcus Christoph

Foto11.jpgSie gilt als Symbolfigur für die Opfer des Holocausts: das jüdisch-deutsche Mädchen Anne Frank. Das Tagebuch, in dem die Heranwachsende ihre Erlebnisse im Versteck eines Amsterdamer Hinterhauses bis zur ihrer Verhaftung und Deportation festhält, gehören zu den ergreifendsten Zeugnissen über die nationalsozialistische Vernichtungspolitik. Seit wenigen Monaten gibt es in Buenos Aires einen Ort, der dem Mädchen, das Anfang 1945, gerade 15-jährig, im KZ Bergen-Belsen ums Leben kam, gewidmet ist: Das Anne Frank Zentrum (Centro Ana Frank Argentina) im Stadtteil Belgrano in der Straße Superí 2647. Dieses will dem Besucher auf interaktive Weise den Lebens- und Leidensweg des verfolgten Mädchens und ihrer Familie näherbringen und somit das Gedenken an das unfassbare Geschehen wachhalten.

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