{"id":10152,"date":"2012-01-21T09:52:44","date_gmt":"2012-01-21T12:52:44","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=10152"},"modified":"2012-02-04T21:07:57","modified_gmt":"2012-02-05T00:07:57","slug":"das-ampelmannchen-in-buenos-aires","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2012\/01\/21\/das-ampelmannchen-in-buenos-aires\/","title":{"rendered":"Das Ampelm\u00e4nnchen in Buenos Aires"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00f3nica Vi\u00f1ao inszeniert im Theater SHA eine kurzweilige Kom\u00f6die von Victor Winer<\/p>\n<p><em>Von Mirka Borchardt<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/ampelmann.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/ampelmann.jpg\" alt=\"\" title=\"ampelmann\" width=\"225\" height=\"346\" class=\"alignleft size-full wp-image-10153\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/ampelmann.jpg 225w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/ampelmann-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Das ostdeutsche Ampelm\u00e4nnchen ist Kult: Jedes Jahr werden in Deutschland massenweise Taschen, Aufkleber, Postkarten, Buttons, Tassen und alle m\u00f6glichen anderen Souvenirs mit dem Bild des roten beziehungsweise gr\u00fcnen M\u00e4nnchens verkauft.<\/p>\n<p>Was bisher wenig bekannt war, aber dank Victor Winer nun endlich ans Licht der \u00d6ffentlichkeit kommt: Allein Miguel (gespielt von Eduardo Cutuli) ist es zu verdanken, dass es das Ampelm\u00e4nnchen immer noch gibt. Denn nach dem Fall der Mauer sollten eigentlich auch im Osten die langweiligen westdeutschen Ampelzeichen eingef\u00fchrt werden. Ein Verrat am sozialistischen Erbe! Die revolution\u00e4ren &#8220;Internationalen Brigaden&#8221; machen sich Anfang der Neunziger auf, das Ampelm\u00e4nnchen vor dem Vergessen zu retten. In einer wahrhaft heldenhaften Aktion schlie\u00dft Miguel sich ihnen an. Denn das Ampelm\u00e4nnchen, sagt er, &#8220;ist das Zeichen daf\u00fcr, dass man gehen darf!&#8221;<\/p>\n<p>Nach zwei Jahren kehrt er erfolgreich wieder heim nach Argentinien, stolz auf seinen ruhmreichen Verdienst, das Ampelm\u00e4nnchen gerettet zu haben, und voller Vorfreude auf Frau und Sohn. Doch sind die nicht gerade begeistert: Immerhin wussten sie die letzten zwei Jahre nichts von seinem Verbleib. Da hilft es auch nicht, dass er seiner Frau Marta (Marcela Ferrad\u00e1s) versichert, sie sei in Deutschland mittlerweile bekannt als die zweite Evita. Davon will sie nichts wissen, und eigentlich will sie auch nichts mehr von ihm wissen. Es ist viel passiert, w\u00e4hrend er weg war: Marta hat einen neuen Freund. Ausgerechnet mit \u00c1lvaro (Alfredo Castellani), Miguels altem Erzfeind, tr\u00f6stete sie sich \u00fcber den Verlust hinweg.<!--more--><\/p>\n<p>Das Konfliktpotenzial ist also gro\u00df, und dementsprechend geht es auch nicht gerade ruhig zu auf der B\u00fchne des Teatro SHA an diesem Freitagabend. Besonders, weil Miguel sich den Geburtstag seines mittlerweile erwachsenen Sohnes Camilo (Juan Ignacio Bianco) f\u00fcr seine R\u00fcckkehr ausgesucht hat und mitten in die Feiergesellschaft platzt. Die einzige, die sich unbelastet am\u00fcsiert in diesem sich anbahnenden Familiendrama ist Mariela, Camilos leicht \u00fcberdrehte Freundin (Noelia Sciancalepore). Und nat\u00fcrlich die Zuschauer.<\/p>\n<p>Victor Winer, mehrfach ausgezeichneter Dramatiker, hat dieses kurzweilige St\u00fcck geschrieben, das von M\u00f3nica Vi\u00f1ao umgesetzt wurde, die ebenfalls schon viele Preise gewonnen hat und unter anderem am Teatro Nacional Cervantes inszenierte. Da macht es auch nichts, dass das St\u00fcck selbst wenig mit dem Ph\u00e4nomen des ostdeutschen Ampelm\u00e4nnchens zu tun hat, wie die Ank\u00fcndigung h\u00e4tte denken lassen k\u00f6nnen. Die Lacher des Publikums rei\u00dfen kaum ab, und auch wenn viele, vor allem geschlechterspezifische Klischees reproduziert werden, kann man sich nicht gegen den Witz der Inszenierung wehren. Da passt das Motto des St\u00fccks wie die Faust aufs Auge: &#8220;Gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die Kom\u00f6die!&#8221;<\/p>\n<p>Das St\u00fcck wird im Teatro SHA, Sarmiento 2255, donnerstags bis samstags um 21 Uhr, sonntags um 20 Uhr gezeigt. Karten kosten 80 Pesos, Vorverkauf bei <a href=\"http:\/\/www.plateanet.com.ar\/\">Plateanet<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f3nica Vi\u00f1ao inszeniert im Theater SHA eine kurzweilige Kom\u00f6die von Victor Winer Von Mirka Borchardt Das ostdeutsche Ampelm\u00e4nnchen ist Kult: Jedes Jahr werden in Deutschland massenweise Taschen, Aufkleber, Postkarten, Buttons, Tassen und alle m\u00f6glichen anderen Souvenirs mit dem Bild des roten beziehungsweise gr\u00fcnen M\u00e4nnchens verkauft. 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