{"id":1062,"date":"2007-06-02T07:21:00","date_gmt":"2007-06-02T10:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2007\/06\/02\/kunstmesse-der-superlative\/"},"modified":"2007-06-01T13:22:43","modified_gmt":"2007-06-01T16:22:43","slug":"kunstmesse-der-superlative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2007\/06\/02\/kunstmesse-der-superlative\/","title":{"rendered":"Kunstmesse der Superlative"},"content":{"rendered":"<p><strong>16. arteBA 2007 mit positiver Bilanz<\/p>\n<p><em>Von Susanne Franz<\/em><\/strong><\/p>\n<div align=center><img decoding=\"async\" id=\"image1063\" alt=Marcela.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/Marcela.jpg\" \/><br \/>\n<em>Marcela Astorgas gr\u00f6\u00dfenvariable Ledergem\u00e4lde waren am Stand der Galerie Dabbah Torrej\u00f3n zu sehen.<\/em><\/div>\n<p>Ein Pre-Opening am 16. Mai, eine weitere Er\u00f6ffnung am 17. Mai und dann f\u00fcnf Tage Publikumsansturm: Die 16. arteBA 2007, die am 22. Mai zu Ende ging, war die bislang ehrgeizigste und erfolgreichste Ausgabe der bedeutendsten Messe Zeitgen\u00f6ssischer Kunst in Argentinien. Schon bevor die Tore f\u00fcr die Besucher ge\u00f6ffnet wurden, waren mehr als 100 Werke verkauft worden, und lange nicht nur die g\u00fcnstigsten.<\/p>\n<p>Die Stiftung arteBA, die die Messe organisiert, hat die Ausrichtung von arteBA klar auf Lateinamerika zugeschnitten. Man will nicht eine weitere internationale Kunstmesse sein, sondern dem Rest der Welt zeigen, was Lateinamerika zu bieten hat. Indem sie die Messe strategisch klug positionierte, konnte die &#8220;Fundaci\u00f3n arteBA&#8221; \u00fcber 250 bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten der internationalen Kunstszene einladen &#8211; nicht nur Privatsammler, sondern vor allem auch Kuratoren und Kunst-Eink\u00e4ufer renommierter Museen, dar\u00fcber hinaus Kunstspezialisten und Kritiker.<\/p>\n<p>Einige dieser Pers\u00f6nlichkeiten wurden auch in das Rahmenprogramm mit Gespr\u00e4chs- und Diskussionsrunden im Auditorium der Messe einbezogen, so dass ein fruchtbarer Austausch mit der hiesigen Kunst- und Sammlerszene entstehen konnte und der Boden f\u00fcr neue Impulse und Kontakte bereitet wurde.<\/p>\n<p>Mit 40 Prozent mehr Fl\u00e4che als im Vorjahr &#8211; 18.000 Quadratmetern &#8211; war die Kunstmesse im Gr\u00fcnen und Blauen Pavillon des Rural-Messegel\u00e4ndes gr\u00f6\u00dfer als alle bisherigen, und das tat ihr gut. Es kamen zwar auch vergleichsweise mehr Besucher &#8211; 113.000 Menschen besuchten arteBA 2007 -, aber es gab kein Gedr\u00e4nge, keine Eile oder Hektik. In aller Ruhe konnte das Angebot an Gem\u00e4lden, Skulpturen, Objekten, Fotos etc. der fast 80 Galerien aus 10 L\u00e4ndern begutachtet werden: alles \u00fcberdurchschnittlich, aber auch gleichf\u00f6rmig gut. Auch im Design der St\u00e4nde kamen N\u00fcchternheit und Gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfigkeit zum Ausdruck. Als Ausnahme und Vorbild muss man das \u00e4sthetisch gestylte Ambiente des Restaurants von Chandon loben.<\/p>\n<p>Entt\u00e4uschend war der neue &#8220;Open Space&#8221;, ein lieblos gestalteter Bereich der Messe, wo einige Galerien \u00fcberdimensionale Werke zeigten. Auch die verkleinerte Version der Videokunst-Abteilung &#8220;White Cube\/Black Box&#8221; war unspektakul\u00e4r: Wie Zellen waren die neun Projektionsr\u00e4ume aneinandergereiht. Das &#8220;Barrio Joven&#8221; (Junges Viertel) der aufstrebenden Galerien war zwar auch in diesem Jahr bunter und chaotischer als der Rest der Messe, aber bei weitem nicht so lebensfroh wie im vergangenen Jahr. Dennoch konnte man in den 16 jungen Galerien aus Argentinien, Chile und Bolivien einen interessanten Einblick in die neuesten Tendenzen der zeitgen\u00f6ssischen lateinamerikanischen Kunst gewinnen.<\/p>\n<p>Ein wahrer Augenschmaus auf der diesj\u00e4hrigen arteBA waren die Projekte des IV. arteBA-Petrobras-Preises. Unter den acht phantasievollen Installationen ragten die von Nicanor Ar\u00e1oz, Adri\u00e1n Villar Rojas und Diego Bianchi hervor &#8211; und nat\u00fcrlich der m\u00e4rchenhafte Garten von Catalina Le\u00f3n, vor dem man lange Schlange stehen musste, bevor man ihn betreten durfte. Le\u00f3n bekam verdienterma\u00dfen den mit 30.000 Pesos dotierten Hauptpreis zugesprochen. Den zweiten Preis (10.000 Pesos) erhielt Bianchi.<\/p>\n<p>Die Unternehmen Zurich, Chandon, American Express und Banco Galicia kauften im Rahmen unterschiedlicher F\u00f6rderprogramme Werke f\u00fcr sechs argentinische Museen. Die St\u00fccke (u.a. von Jorge Demirji\u00e1n, Marta Minuj\u00edn, Remo Bianchedi und Anank\u00e9 Asseff) konnte man w\u00e4hrend der Messe in Augenschein nehmen. Das MoMA in New York kaufte drei Zeichnungen von Eduardo Stup\u00eda und lieb\u00e4ugelte mit einem Werk von Alejandro Puente; das &#8220;El Museo del Barrio&#8221; (ebenfalls NY) kaufte zwei Videos, &#8220;Fox in the Mirror&#8221; von Liliana Porter und &#8220;Streamline&#8221; von Jorge Macchi.<\/p>\n<p><em>Erschienen im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221; vom 02.06.07.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>16. arteBA 2007 mit positiver Bilanz Von Susanne Franz Marcela Astorgas gr\u00f6\u00dfenvariable Ledergem\u00e4lde waren am Stand der Galerie Dabbah Torrej\u00f3n zu sehen. Ein Pre-Opening am 16. Mai, eine weitere Er\u00f6ffnung am 17. Mai und dann f\u00fcnf Tage Publikumsansturm: Die 16. arteBA 2007, die am 22. Mai zu Ende ging, war die bislang ehrgeizigste und erfolgreichste [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1062","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein-general"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1062","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1062"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1062\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1062"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1062"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1062"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}