{"id":11389,"date":"2012-05-11T18:02:46","date_gmt":"2012-05-11T21:02:46","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=11389"},"modified":"2012-05-12T18:08:38","modified_gmt":"2012-05-12T21:08:38","slug":"uber-das-normale-hinaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2012\/05\/11\/uber-das-normale-hinaus\/","title":{"rendered":"\u00dcber das Normale hinaus"},"content":{"rendered":"<p><strong>50 Streetart-K\u00fcnstler zeigen in Parque Patricios Graffiti-Kunst<\/p>\n<p>Von Susana Zickert<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/pumpum_working.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/pumpum_working.jpg\" alt=\"\" title=\"pumpum_working\" width=\"500\" height=\"333\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11412\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/pumpum_working.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/pumpum_working-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nUm Kunst zu sehen, muss man nicht in ein Museum oder eine Galerie gehen. &#8220;Kunst ist alles&#8221;, wie der Fotograf Antonio an diesem sp\u00e4ten Nachmittag \u00fcberzeugt sagt. Er steht vor einem der Gem\u00e4lde in Parque Patricios. 50 K\u00fcnstler haben sich hier am letzten Wochenende zusammengefunden. Aufgerufen wurden sie von Banco Ciudad. Angesichts des neuen Geb\u00e4udes des Architekten Norman Foster, das sich allerdings noch im Bau befindet, wurden rund um den H\u00e4userblock, der die Baustelle bildet, wei\u00dfe Holzbretter aufgestellt, auf denen jetzt Kunst, genauer gesagt &#8220;Arte Urbano&#8221;, Street Art oder wie man es nennen will, gemacht wird.<\/p>\n<p>Was hier relativ gesittet aussieht, bekommt man meistens an W\u00e4nden, Z\u00fcgen, unter Br\u00fccken oder auf sonstigen \u00f6ffentlich gut sichtbaren Orten zu Gesicht. Gerade die Anpassung an die Umwelt, machen die Arbeit eines Streetart-K\u00fcnstlers aus. So halten sich die wenigsten an diesem Nachmittag an die Begrenzungen der Bretter, sondern machen Kunst \u00fcber den Rand des &#8220;Normalen&#8221; hinaus.<\/p>\n<p>Pum Pum, die schon seit einiger Zeit die Stra\u00dfen von Buenos Aires durch ihre Selbst-Karikaturen versch\u00f6nert, erkennt in der Streetart auch eine Lebenseinstellung. &#8220;Es hat Auswirkung auf alles. Es ist wie ein Filter, mit dem du durch die Stra\u00dfen l\u00e4ufst. Farben, Design, Lichter.&#8221; Szenetypisch zeigt auch Pum Pum nicht gerne ihr Gesicht. Unter einer modischen Sonnenbrille versteckt sich eine bescheidene. zur\u00fcckhaltende K\u00fcnstlerin, die, wie viele hier, ihre Kunst f\u00fcr sie sprechen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Vertieft arbeiten sie alle. begleitet von Live-DJs, an ihren ganz pers\u00f6nlichen Werken. Mit Spr\u00fchfarbe, Collagen, Pinsel oder Kleber, eine Menge Materialien sind vertreten. So sind auch die Motivationen ganz unterschiedlicher Natur. Pum Pum sieht in der Streetart ein &#8220;pers\u00f6nliches Bed\u00fcrfnis, sich auszudr\u00fccken&#8221;. Die Kunst von 3,14 Nal, eine Kooperation zwischen Tochter und Vater, soll &#8220;neben der Kritik an Politik, die Stadt versch\u00f6nern&#8221;. Hingegen meint Lean Frizzera, dass &#8220;es weder Mode noch Politik ist. Ich male nackte Frauen, weil ich sie mag. Da gibt es keinen Hintergrund&#8221;. Fabiana Mart\u00ednez, eigentlich plastische K\u00fcnstlerin, nennt es &#8220;Kommunikation, auf der Suche nach der kulturellen Identit\u00e4t&#8221;.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/breakdance.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/breakdance.jpg\" alt=\"\" title=\"breakdance\" width=\"500\" height=\"323\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11413\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/breakdance.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/breakdance-300x193.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nDoch auch das scheinbar freie Graffiti hat sich mit den Jahren in eine Mode der Konsumgesellschaft verwandelt. Man sieht viel Fashion, es l\u00e4uft Hip-Hop-Musik, und zum Schluss wird Breakdance gezeigt. Das Drumherum ist ein Lifestyle, der im Paket &#8220;Streetart&#8221; gleich automatisch mit dazu geliefert wird. &#8220;Bestimmt gibt es sowas. Aber der einzige Lifestyle, der uns K\u00fcnstler definiert, ist, dass wir uns nie in unsere Werke verlieben. Wird die Mauer abgerissen, ist das Graffiti weg&#8221;. sagt 3,14 Nal. Moden verschwinden, Kunst bleibt.<\/p>\n<p>Abseits der konsumierenden Zuschauer, die sich den Breakdance anschauen, malen die K\u00fcnstler alleine weiter. Ein paar haben sich auch schon stillschweigend in die Seitenstra\u00dfen verzogen, auf der Suche nach Fl\u00e4chen und Formen, weit \u00fcber die kahle Holztafel hinaus.<\/p>\n<p><strong>Fotos von oben nach unten:<\/strong><\/p>\n<p>Graffiti-K\u00fcnstlerin Pum Pum bei der Arbeit.<\/p>\n<p>Breakdance vor dem Gel\u00e4nde, auf dem das neue Geb\u00e4ude von Banco Ciudad entstehen soll.<br \/>\n(Fotos: Pablo Rothschild)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>50 Streetart-K\u00fcnstler zeigen in Parque Patricios Graffiti-Kunst Von Susana Zickert Um Kunst zu sehen, muss man nicht in ein Museum oder eine Galerie gehen. &#8220;Kunst ist alles&#8221;, wie der Fotograf Antonio an diesem sp\u00e4ten Nachmittag \u00fcberzeugt sagt. Er steht vor einem der Gem\u00e4lde in Parque Patricios. 50 K\u00fcnstler haben sich hier am letzten Wochenende zusammengefunden. 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