{"id":11627,"date":"2012-06-29T16:11:47","date_gmt":"2012-06-29T19:11:47","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=11627"},"modified":"2012-06-30T21:12:39","modified_gmt":"2012-07-01T00:12:39","slug":"eine-ganz-eigene-sprache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2012\/06\/29\/eine-ganz-eigene-sprache\/","title":{"rendered":"Eine ganz eigene Sprache"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8220;Ensamble Tempeste&#8221; interpretierte Shakespeares &#8220;Sturm&#8221;<\/p>\n<p><em>Von Susana Zickert<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/tempeste.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/tempeste.jpg\" alt=\"\" title=\"tempeste\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11628\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/tempeste.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/tempeste-150x150.jpg 150w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/tempeste-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nDie Geschichte ist einfach: ein K\u00f6nig, seine Tochter, eine Insel und ein Prinz. Shakespeare mischte diesem Stoff noch ein bisschen Magie, einen Bruderstreit und mehrere Mordkomplotte hinzu. So weit geht das &#8220;Ensamble Tempeste&#8221; im Centro Cultural de la Cooperaci\u00f3n nicht. Es bel\u00e4sst es bei einer &#8220;empfindsamen Zersplitterung&#8221; von Shakespeares &#8220;Sturm&#8221;.<\/p>\n<p>Vollkommen wortlos kommt die Theatergruppe aus und wird nur von teils bombastischen, teils organischen Kl\u00e4ngen begleitet. Unter der Leitung von Pepe M\u00e1rquez, der sich auch um die Choreographie und Dramaturgie k\u00fcmmerte, entwickelt die alternative Theatergruppe ihren ganz eigenen Sturm.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Kost\u00fcme wird eine Art Plastik verwendet. K\u00fchl, leblos, Inbegriff der Umweltverschmutzung und des &#8220;Nicht-Menschlichen&#8221;. Eine Plastik-Plane \u00fcberspannt in einer Szene senkrecht die ganze B\u00fchne. Der Prinz wird an die Plane gedr\u00fcckt, seine Silhouette erscheint \u00fcbergro\u00df und verzerrt. Sein Kampf gegen den K\u00f6nig und gegen seine magischen Kr\u00e4fte geht zun\u00e4chst schlecht f\u00fcr ihn aus. Doch auf das Happy-End muss nicht verzichtet werden.<\/p>\n<p>\u00dcber die B\u00fchne laufen noch kleine Plastik-Marionetten &#8211; vielleicht die Soldaten des Prinzen? &#8211; und einige Insekten, die zwar sch\u00f6n dargestellt sind, aber den Zuschauer sonst ratlos lassen. Und das sind nicht die einzigen Stellen, wo die Frage nach dem Sinn des Ganzen aufkommt. Die Auff\u00fchrung scheint f\u00fcr jene zu sein, die sie gemacht haben, die Mitwirkenden, die nach 12 Monaten harten Arbeitens eine Art eigene Sprache entwickelt haben, die aber sonst keiner versteht.<\/p>\n<p>Man ahnt, dass der Inszenierung eine Menge Ideen zugrunde lagen, doch die Umsetzung wurde dem k\u00fcnstlerischen Anspruch nicht gerecht. Die sinntragenden Elemente &#8211; das Licht und die Formen &#8211; kamen auf der B\u00fchne nur unvorteilhaft zur Geltung, die teils unbeholfenen schauspielerischen Leistungen und die schlechte Klangqualit\u00e4t taten ihr \u00fcbriges.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Ensamble Tempeste&#8221; interpretierte Shakespeares &#8220;Sturm&#8221; Von Susana Zickert Die Geschichte ist einfach: ein K\u00f6nig, seine Tochter, eine Insel und ein Prinz. Shakespeare mischte diesem Stoff noch ein bisschen Magie, einen Bruderstreit und mehrere Mordkomplotte hinzu. So weit geht das &#8220;Ensamble Tempeste&#8221; im Centro Cultural de la Cooperaci\u00f3n nicht. 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