{"id":1194,"date":"2007-09-15T12:14:52","date_gmt":"2007-09-15T15:14:52","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2007\/09\/15\/tanzerische-reise-in-den-orient\/"},"modified":"2007-09-14T12:25:48","modified_gmt":"2007-09-14T15:25:48","slug":"tanzerische-reise-in-den-orient","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2007\/09\/15\/tanzerische-reise-in-den-orient\/","title":{"rendered":"T\u00e4nzerische Reise in den Orient"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eZero Degrees\u201c von Akram Khan und Sidi Larbi Cherkaoui auf dem VI. Internationalen Theaterfestival von Buenos Aires<\/p>\n<p><em>Von Christina Liebl<\/em><\/strong><\/p>\n<div align=center><img decoding=\"async\" id=\"image1193\" alt=Reino2.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2007\/09\/Reino2.jpg\" \/><br \/>\n<em>Gro\u00dfe \u00dcbereinstimmung herrschte zwischen den beiden T\u00e4nzern Akram Khan (links) und Sidi Larbi Cherkaoui.<\/em><\/div>\n<p>Auf der Suche nach dem Ursprung der eigenen Familie f\u00e4hrt ein junger Mann nach Bangladesh und Indien. Diese Reiseerlebnisse und Anekdoten sind es, die in \u201eZero Degrees\u201c t\u00e4nzerisch umgesetzt werden. Als Sohn muslimischer Einwanderer lebt der junge Mann in Europa und hier wie dort steht er zwischen zwei Kulturen. Dieser \u00e4hnliche kulturelle Hintergrund verbindet die beiden T\u00e4nzer Akram Khan und Sidi Larbi Cherkaoui, ersterer in England aufgewachsen, der andere in Belgien.<\/p>\n<p>Sowohl mit Elementen des indischen und orientalischen Tanzes, als auch des Jazz-Tanzes und des klassischen Balletts wurden Szenen wie die Wut des Reisenden in der Konfrontation mit korrupten Zollbeamten oder mit ihm unverst\u00e4ndlichen Verhaltensweisen und Br\u00e4uchen umgesetzt. Humoristische Elemente wie Synchronerz\u00e4hlen und dabei die gleiche Gestik verwenden und der bewusst l\u00e4ssige Ton kontrastierten gekonnt mit den ernsthaften, subtilen und originellen Tanzbewegungen. Besonders gelungen war das Zusammenspiel der beiden T\u00e4nzer, deren unterschiedliche Stile harmonisierten und sich erg\u00e4nzten.<\/p>\n<p>Dabei wurde die puristische B\u00fchnengestaltung des K\u00fcnstlers Antony Gormley mit einbezogen, die nur aus zwei wei\u00dfen Puppen und gleichfarbigen W\u00e4nden bestand. Besonders \u00fcberzeugte die Beleuchtung, die durch geschickte Handhabung die Schatten der beiden Darsteller zu einem verschmelzen lie\u00df oder es trotz Distanz auf der B\u00fchne erm\u00f6glichte, dass sich die Umrisse die Hand gaben. Die vielseitig verwendbaren Puppen nutzten Khan und Cherkaoui f\u00fcr eine kontrastreiche Darstellung von Fremdbestimmtheit, Bewegung und Gel\u00e4hmtheit, w\u00e4hrend der auch die T\u00e4nzer in die Rolle des Bewegungslosen, vom Anderen als Spielball Verwendeten schl\u00fcpften.<\/p>\n<p>Ein Quartett, bestehend aus Violine, Cello, Schlagzeug und Gesang untermalte die Vorstellung. Orientalische und indische Kl\u00e4nge charakterisierten die Musik, die von dem bekannten Produzenten und Komponisten Nitin Sawhney f\u00fcr das St\u00fcck kreiert worden war. Durch ihre witzige und kreative Darbietung bewiesen die beiden T\u00e4nzer, dass sie zu Recht Tr\u00e4ger zahlreicher internationaler Preise sind.<\/p>\n<p><em>Erschienen im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221; vom 15.09.07.<\/em><\/p>\n<div align=center><img decoding=\"async\" id=\"image1192\" alt=Reino.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2007\/09\/Reino.jpg\" \/><br \/>\n<em>Die vielseitig verwendbaren Puppen nutzten Khan und Cherkaoui f\u00fcr kontrastreiche Darstellungen.<\/em><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eZero Degrees\u201c von Akram Khan und Sidi Larbi Cherkaoui auf dem VI. Internationalen Theaterfestival von Buenos Aires Von Christina Liebl Gro\u00dfe \u00dcbereinstimmung herrschte zwischen den beiden T\u00e4nzern Akram Khan (links) und Sidi Larbi Cherkaoui. Auf der Suche nach dem Ursprung der eigenen Familie f\u00e4hrt ein junger Mann nach Bangladesh und Indien. 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