{"id":1298,"date":"2007-12-01T08:45:45","date_gmt":"2007-12-01T11:45:45","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2007\/12\/01\/schau-der-mega-designer\/"},"modified":"2007-11-29T09:28:54","modified_gmt":"2007-11-29T12:28:54","slug":"schau-der-mega-designer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2007\/12\/01\/schau-der-mega-designer\/","title":{"rendered":"Schau der Mega-Designer"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2007\/12\/01\/innovador-enfoque-del-diseno\/\">Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano.<\/a><\/p>\n<p><strong>\u201cUlmer Modelle 1953-1968\u201d und Maldonado-Retrospektive im MNBA<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image1299\" alt=Ulm.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2007\/11\/Ulm.jpg\" \/><\/p>\n<p>Am gestrigen Freitag wurden im Museo Nacional de Bellas Artes (MNBA) die Exposition \u201cUlmer Modelle 1953-1968\u201d er\u00f6ffnet. Diese Ausstellung des Ifa (Institut f\u00fcr Auslandsbeziehungen) wird in Buenos Aires vom Goethe-Institut pr\u00e4sentiert und findet im Rahmen des 150-j\u00e4hrigen Bestehens bilateraler Beziehungen zwischen Deutschland und Argentinien statt. M\u00f6glich wurde sie dank der Unterst\u00fctzung durch die \u201cAsociaci\u00f3n Amigos del MNBA\u201d (Freunde und F\u00f6rderer des Museums) und des Schirmherren, der Firma Knauf.<\/p>\n<p>Die Ausstellung f\u00e4llt mit einer gro\u00df angelegten Retrospektive von Tom\u00e1s Maldonado zusammen, die vom MNBA organisiert wird. Als herausragender argentinischer Intellektueller mit internationalem Ruf, als Vorreiter der lokalen Konkreten Kunst und als Schl\u00fcsselfigur der Ulmer Hochschule f\u00fcr Gestaltung, wird Maldonado, heute 85-j\u00e4hrig zu dieser Gelegenheit nach Argentinien reisen. Eine Reihe von Gespr\u00e4chen, die vom DAAD unterst\u00fctzt werden, sind im Rahmen der Ausstellung geplant.<\/p>\n<p>Die Hochschule f\u00fcr Gestaltung Ulm (HfG Ulm) war w\u00e4hrend ihres Bestehens zwischen 1953 und 1968 eine der wichtigsten Hochschulen ihrer Art. Es handelte sich um eine Institution, die sich dem Unterrichten, der Erforschung und der Entwicklung im Bereich des Designs widmete. Der interdisziplin\u00e4re Charakter seiner Studienordnung und seine angesehenen Gr\u00fcnder und Professoren (Otl Aicher, Inge Aicher-Scholl, Max Bill, Max Bense, Hans Gugelot, Tom\u00e1s Maldonado und Gui Bonsiepe) zogen viele ausl\u00e4ndische Studenten, vor allem aus Lateinamerika, Indien und Japan an. Die HfG Ulm wurde 20 Jahre nach der Aufl\u00f6sung der Bauhaus-Schule gegr\u00fcndet und hat sie in ebenso direkter wie kritischer Weise bez\u00fcglich ihrer Forderungen beerbt.<\/p>\n<p>Die spezielle Unterrichtsmethode der HfG, bekannt als &#8220;Ulmer Modell&#8221;, trug dazu bei, die Rolle des professionellen Industrie-Designs auf internationaler Ebene zu definieren und hat auch heutzutage noch Einfluss auf den weltweiten Designunterricht.<br \/>\nTechnologie und Industrie wurden nach dem Ulmer Modell als kulturelle Ph\u00e4nomene betrachtet und die Wissenschaften als Hauptbezugspunkt des Designs etabliert. Ihr Angebot bestand darin, der Industrie und der Massenkonsumgesellschaft rationale M\u00f6glichkeiten aufzuzeigen, die den wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt durch genaue Gestaltungsetappen und den Gebrauch neuer Materialen, Medien und Techniken erm\u00f6glichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dieser innovative Blickwinkel auf das Design pr\u00e4gte nachhaltig die Welt der Gebrauchsgegenst\u00e4nde (wie etwa das innovative Design der Firma Braun) und erneuerte das Bild der Bundesrepublik mit dem Design der Olympischen Spiele 1972. Wesentlicher Protagonist und Erfinder dieses Informationsdesigns ist Otl Aicher. Aichers Design der Lufthansa-Graphik (1962\/63) pr\u00e4gte und pr\u00e4gt weiterhin die Corporate Identity der Firma.<\/p>\n<p>Die deutsch-argentinischen Beziehungen der HfG Ulm werden untrennbar mit dem Argentinier Tom\u00e1s Maldonaldo assoziiert, der von 1964 bis 1966 Leiter der Hochschule war. Nachdem er 1954 als Professor eingeladen worden war, ist sein Einfluss mit der innovativen Kunst verkn\u00fcpft, die in den 40er und 50er Jahren in Buenos Aires entstand. Zudem brachte er Postulate der Bauhaus-Schule und Erfahrungen als Herausgeber der Architektur- und Design-Zeitschrift \u201cNueva Visi\u00f3n\u201d (die einen Buchtitel von Maholy Nagy aufgreift) in seine Lehrt\u00e4tigkeit ein.<\/p>\n<p>Gui Bonsiepe, seinerseits ehemaliger Sch\u00fcler und Dozent in Ulm, trug viel zur Vermittlung und Weiterentwicklung der Ulmer Designtheorie in Chile, Argentinien und Brasilien bei.<\/p>\n<p>Die Ausstellung \u201cUlmer Modelle 1953-1968\u201d konzentriert sich auf die Erforschung und Visualisierung des Ulmer Modells und untersucht seine Auswirkungen bis heute. Mithilfe von gro\u00dfformatigen Fotos, Text- und Zeittafeln, Grafiken, Skizzen und Videos werden die theoretischen Schwerpunkte, Vorgehensweisen und Resultate in ihrer gesamten Bandbreite dargestellt.<\/p>\n<p>Organisiert und geplant wurde das Projekt vom Archiv de HfG (einer Abteilung des Ulmer Museums) unter der Leitung von Marcela Quijano und Dagmar Rinker zum Gedenken an die Gr\u00fcndung der Hochschule vor 50 Jahren.<\/p>\n<ul>\n<li>\u201cUlmer Modelle 1953-1968\u201d \/ Retrospektive Tom\u00e1s Maldonado. Museo Nacional de Bellas Artes, Av. Del Libertador 1473. Di-Fr 12.30-19.30, Sa, So, feiertags 9.30-19.30 Uhr. Eintritt frei. 30.11.-10.2.08. Weitere Informationen <a href=\"http:\/\/www.mnba.org.ar\/\">auf der Webseite des Museums<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Erschienen im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221; vom 01.12.07.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano. \u201cUlmer Modelle 1953-1968\u201d und Maldonado-Retrospektive im MNBA Am gestrigen Freitag wurden im Museo Nacional de Bellas Artes (MNBA) die Exposition \u201cUlmer Modelle 1953-1968\u201d er\u00f6ffnet. 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