{"id":13193,"date":"2012-10-20T19:19:10","date_gmt":"2012-10-20T22:19:10","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=13193"},"modified":"2012-10-21T13:23:43","modified_gmt":"2012-10-21T16:23:43","slug":"verzauberte-natur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2012\/10\/20\/verzauberte-natur\/","title":{"rendered":"Verzauberte Natur"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ana Eckells neue Gem\u00e4lde in der Galerie Praxis<\/p>\n<p><em>Von Susanne Franz<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/ana1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/ana1.jpg\" alt=\"\" title=\"ana1\" width=\"500\" height=\"352\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13194\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/ana1.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/ana1-300x211.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nAna Eckell sieht Wesen, die sonst niemand zu Gesicht bekommt. Und das, weil sie nicht hinschaut, sondern wartet, bis sie sich ihr von alleine offenbaren. Wie das kommt? Wenn Ana zu malen beginnt, bereitet sie erst einmal mit allergr\u00f6\u00dfter Sorgfalt die Leinw\u00e4nde vor. Die, auf denen sich die scheuen Wesen sp\u00e4ter zeigen werden. Sie bearbeitet sie, spannt sie auf, tr\u00e4gt die Grundfarbe auf &#8211; in der Ausstellung ihrer neuesten Werke in der Galerie Praxis Graublau, Lila, Rosa, Sandfarben. Dann greift sie &#8211; nein, nicht zum Pinsel, sondern gleich zur Farbtube. Die ersten Striche f\u00fchrt sie noch relativ langsam aus, aber je mehr Dinge sie auf die Leinwand bannt &#8211; Ana plant ein Bild nie vorher, sondern l\u00e4sst sich von ihrem Instinkt leiten -, desto schneller muss sie reagieren. Denn, so verr\u00e4t die K\u00fcnstlerin, wenn zwischen den Pflanzen und B\u00e4umen (die in diesen neuen Gem\u00e4lden das Wasser als Motiv abgel\u00f6st haben) mit einem Mal Figuren und Wesen auftauchen &#8211; ob sie nun aus den Baumst\u00e4mmen wachsen oder auf den Baumkronen tanzen -, dann verlangen diese etwas von ihr, schreiben ihr etwas vor, dem sie gehorchen muss. &#8220;Hier bin ich! Wieso sehe ich so armselig aus?!&#8221;, scheinen sie zu schimpfen, und Ana reagiert sofort und macht sie perfekt, so wie sie sein wollen. &#8220;Es ist dann wie beim Pingpong&#8221;, sagt Ana, &#8220;denn sie tauchen ja an verschiedenen Stellen auf, es werden immer mehr und sie  werden komplexer, und ich frage mich immerzu, was kann ich noch f\u00fcr diese tun, und f\u00fcr diese?&#8221; Auf die Frage, wann sie ein Bild als \u201cvollendet\u201d ansieht, sagt die K\u00fcnstlerin: &#8220;In dem Moment, in dem es Leben hat, ist das Bild fertig.&#8221;<\/p>\n<p>Und ihre Gem\u00e4lde besitzen Leben. Auf eine &#8220;verr\u00fcckte&#8221; Art und Weise sieht man die Figuren und Wesen in ihnen, als w\u00e4ren sie in einem Stroboskop hier und dort aufgeblitzt, und Ana habe diese ungemein kurzen Momente eingefangen. Da die Wesen sich auf einem Zickzackkurs durch ein Medium zu bewegen scheinen, das f\u00fcr das menschliche Auge normalerweise nicht sichtbar ist, sind sie nicht statisch: es ist, als k\u00f6nne man ihre Bewegung durch den Raum &#8220;sehen&#8221; oder eher ahnen bzw. komplettieren.<\/p>\n<p>Wenn sie malt, denkt sie nicht, plant nicht, erinnert sich nicht, l\u00f6scht Erfahrung und Wissen von der inneren Festplatte. Sie macht sich leer und spontan. Doch Ana Eckell ist Pragmatikerin. Wieso verwendet sie diese so ungew\u00f6hnlichen Farben &#8211; Orange, Ocker, Preu\u00dfisch-Blau? &#8220;Importrestriktionen!&#8221;, lacht Ana. Dies betrifft vor allem die kleinen Tuben, mit denen sie malt, die gro\u00dfen sind der zierlichen K\u00fcnstlerin zu schwer. Aber sie ist auch Philosophin. &#8220;Warum werden uns Steine in den Weg gelegt? Warum gibt es Hindernisse im Leben? Damit wir uns ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n<p>\u201cSentido ausente\u201d (Abwesender Geist) ist der Titel eines Werkes und der Ausstellung &#8211; und Ana Eckells sch\u00f6pferisches Programm. Bis sie sich wieder ver\u00e4ndert &#8211; wei\u00df Gott, oder die Elfen, warum.<\/p>\n<ul>\n<li>Praxis, Arenales 1311, Buenos Aires<\/li>\n<li>Mo-Fr 11-13, Sa 11-14 Uhr<\/li>\n<li>Bis 24.10.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Foto:<\/strong><br \/>\n&#8220;Haciendo tierra&#8221;, 2011, \u00d6l auf Leinwand, 140 x 200 cm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ana Eckells neue Gem\u00e4lde in der Galerie Praxis Von Susanne Franz Ana Eckell sieht Wesen, die sonst niemand zu Gesicht bekommt. Und das, weil sie nicht hinschaut, sondern wartet, bis sie sich ihr von alleine offenbaren. Wie das kommt? Wenn Ana zu malen beginnt, bereitet sie erst einmal mit allergr\u00f6\u00dfter Sorgfalt die Leinw\u00e4nde vor. 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