{"id":13746,"date":"2012-11-24T07:44:10","date_gmt":"2012-11-24T10:44:10","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=13746"},"modified":"2012-11-25T13:45:03","modified_gmt":"2012-11-25T16:45:03","slug":"individuelle-wege-der-betrachtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2012\/11\/24\/individuelle-wege-der-betrachtung\/","title":{"rendered":"Individuelle Wege der Betrachtung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Ausstellung &#8220;Recorridos&#8221; im Centro Cultural Recoleta bringt Kunst und Wissenschaft in Einklang<\/p>\n<p><em>Von Jenny Stern<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/umbilical.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/umbilical.jpg\" alt=\"\" title=\"umbilical\" width=\"500\" height=\"282\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13748\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/umbilical.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/umbilical-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nVor der Er\u00f6ffnung der Ausstellung &#8220;Recorridos&#8221; im Centro Cultural Recoleta am 15. November luden die Veranstalter zu einem Brunch f\u00fcr die Presse ein. In angenehmer Atmosph\u00e4re konnte das Publikum zun\u00e4chst einen Eindruck von der Ausstellung gewinnen, ehe die K\u00fcnstler selbst ihre Exponate erkl\u00e4rten. Nach Kaffee und Facturas hie\u00df der Direktor des Kulturzentrums Claudio Massetti die Besucher willkommen und bedankte sich f\u00fcr die gelungene Zusammenarbeit mit der Universidad Maim\u00f3nides. Die beiden Kuratoren Rodrigo Alonso und Graciela Taquini betonten den Anspruch der Ausstellung, das K\u00fcnstlerische mit Wissenschaft und Technik zu verbinden. Bis zum 9. Dezember kann man die Resultate dieser Herausforderung in interaktiven und audiovisuellen Installationen, Bio-Art, Lichtkunst und Holografie im Cronopius-Saal des Centro Cultural Recoleta erleben.<\/p>\n<p>Der Ausstellungsraum ist sehr dunkel gestaltet, bis der Besucher auf einen dreidimensionalen Bildschirm auf dem Boden st\u00f6\u00dft. Der K\u00fcnstler Joaqu\u00edn Fargas erkl\u00e4rt, dass es sich dabei um einen Stadtplan handele, der die Umgebung rund um das Kulturzentrum zeigt. W\u00e4hrend gelbe Linien auf der Karte die Bewegungen und Wege von Menschen darstellen, werden durch gr\u00fcne Punkte die Orte ihrer Begegnung markiert. Fargas` interaktive Installation besch\u00e4ftigt sich mit dem Zusammenspiel von Raum und Zeit und davon, wann sich eine reale Begegnung zwischen Menschen tats\u00e4chlich ereignet. Neben der visuellen Darstellung menschlicher Verflechtungen werden auch Audioaufnahmen mit den Dialogen der Begegnungen zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Aufmerksamkeit erregt auch das Bio-Kunstwerk des &#8220;Proyecto Untitled&#8221;, eines K\u00fcnstler-Kollektivs der Universidad Maim\u00f3nides. Vor dem Betrachter bauen sich mitten im Raum drei hohe schwarze W\u00e4nde auf, die von hellen geometrischen Mustern unterbrochen werden. Diese Parzellen erinnern vor allem dadurch an Zellw\u00e4nde, weil auf sie Videos von flie\u00dfendem Blut projiziert werden. \u00dcber dem Kunstwerk sind Bewegungssensoren angebracht. Je mehr Menschen sich davor befinden, desto schneller flie\u00dft das Blut in den Parzellen. Blickt man in den Innenraum, den die W\u00e4nde bilden, erkennt man drei S\u00e4ulen, in denen menschliche Nabelschn\u00fcre in eine Fl\u00fcssigkeit getr\u00e4nkt sind.<\/p>\n<p>Auch die K\u00fcnstlerin Marta Minuj\u00edn ist mit einer Rekonstruktion eines ihrer Kunstwerke aus dem Jahr 1966 vertreten. Das Arrangement verschiedener technischer Apparate spielt auf die Invasion der Technik in das menschliche Leben an. Der Besucher kann diese selbst erleben, wenn er simultan auf einem Bildschirm eines Computers erscheint, sein Name im Radio ert\u00f6nt, das Telefon klingelt und auf einer Leinwand bei &#8220;Google&#8221; nach ihm gesucht wird.<\/p>\n<p>&#8220;Recorridos&#8221; will den Besucher und dessen Erfahrung in den Mittelpunkt der Betrachtung stellen, wobei dieser dazu aufgerufen wird, die Kunstwerke mit all seinen Sinnen zu erfassen. Demnach ergeben sich ganz unterschiedliche M\u00f6glichkeiten der Wahrnehmung von Kunst in Verbindung mit Wissenschaft. Eben diese ganz individuellen Wege, die der Besucher bei der Interpretation der Werke einschl\u00e4gt (die &#8220;Recorridos&#8221;), spiegeln sich auch in der Vielseitigkeit der Ausstellungsst\u00fccke wider.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/centroculturalrecoleta.org\/ccr-sp\/\">Centro Cultural Recoleta<\/a>, Jun\u00edn 1930, Buenos Aires.<\/p>\n<p><strong>Foto:<\/strong><br \/>\nF\u00fcr das Kollektiv &#8220;Proyecto Untitled&#8221; war es eine Herausforderung, eine menschliche Nabelschnur k\u00fcnstlerisch zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ausstellung &#8220;Recorridos&#8221; im Centro Cultural Recoleta bringt Kunst und Wissenschaft in Einklang Von Jenny Stern Vor der Er\u00f6ffnung der Ausstellung &#8220;Recorridos&#8221; im Centro Cultural Recoleta am 15. November luden die Veranstalter zu einem Brunch f\u00fcr die Presse ein. 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