{"id":1396,"date":"2008-03-15T07:51:32","date_gmt":"2008-03-15T10:51:32","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/03\/15\/eisige-kunst\/"},"modified":"2008-03-13T16:45:43","modified_gmt":"2008-03-13T19:45:43","slug":"eisige-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/03\/15\/eisige-kunst\/","title":{"rendered":"Eisige Kunst"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201cSur Polar\u201d: 19 internationale K\u00fcnstler zeigen in der Universit\u00e4t von Tres de Febrero ihre Werke zum Thema Antarktis<\/p>\n<p><em>Von Christina Liebl<\/em><\/strong><\/p>\n<div align=center><img decoding=\"async\" id=\"image1395\" alt=Lisa2.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/Lisa2.jpg\" \/><br \/>\n<em>Lisa Roberts zeigt eine Digitalinstallation in der Form eines Erlebnisberichts, mit Erfahrungen, die sie in 42 Tagen auf einem Forschungsboot gesammelt hat, und au\u00dferdem Objekte aus Acryl.<\/em><\/div>\n<p>Am 5. M\u00e4rz \u00f6ffnete die Ausstellung \u201cSur Polar &#8211; Arte en Ant\u00e1rtida\u201d ihre Pforten. An\u00edbal Jozami, Rektor der Universidad Nacional de Tres de Febrero, hie\u00df die zahlreichen Besucher, darunter die Botschafter Australiens und Neuseelands und zahlreiche \u00f6rtliche K\u00fcnstler und Kunstkenner, in seiner Er\u00f6ffnungsrede willkommen.<\/p>\n<p>Bis zum 18. April zeigen internationale K\u00fcnstler in der Universit\u00e4t ihre Werke zum Thema Antarktis. In der Ausstellung anl\u00e4sslich des internationalen Polarjahrs setzten die 19 Teilnehmer ihre Vorstellungen \u00fcber den Ort des Eises und der K\u00e4lte um. Die Vielfalt der Ideen wird dem Besucher in Videos, Gem\u00e4lden, Aquarellen, Fotografien, Audio- und Videoinstallationen und Schmuck n\u00e4hergebracht.<\/p>\n<p>In den Aquarellen Marina Curcis kommt die Sch\u00f6nheit der Antarktis in ihrer Kargheit und beschr\u00e4nkten Farbpalette deutlich zum Vorschein. Die K\u00fcnstlerin ben\u00f6tigt nur wenige Linien und flie\u00dfende Strukturen, um der Eiswelt Form zu geben. Eine \u00e4hnliche Einfachheit pr\u00e4gt auch die Gem\u00e4lde und Lithographien Alberto Morales\u2019: Die Oppositionen von Licht und Schatten, Dunkel und Hell werden durch einfache Horizontlinien in Szene gesetzt.<\/p>\n<p>Aus einer ganz anderen Perspektive zeigt die Australierin Karin Beaumont den S\u00fcdpol. Die Meeresbiologin und Goldschmiedin zieht ihre Anregungen aus den mikroskopisch kleinen Meeresbewohnern. In ihren fein gearbeiteten, tragbaren Schmuckst\u00fccken hofft sie, laut eigener Aussage, \u201cdie Sch\u00f6nheit und Bedeutung\u201d dieser Lebewesen zu enth\u00fcllen.<\/p>\n<p>Pamen Pereira aus Spanien arbeitet in seinen \u201cVistas Isom\u00e9tricas\u201d mit der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Technik, durch Rauchspuren auf Papier oder Landkarten der Antarktis reliefartige Landschaften entstehen zu lassen.<\/p>\n<p>Eine erstaunliche Farbenvielfalt zeichnet die arktischen Landschaften des Fotografen Marcelo Gurruchaga aus. Die verschiedenen Blaut\u00f6ne des Eises, des Meers und des Himmels werden dem Betrachter genauso vor Augen gef\u00fchrt wie Lichtreflexe auf der Eisfl\u00e4che, welche den wei\u00dfen Grund in rotes Licht tauchen. Die Sch\u00f6nheit der Fotos liegt vor allem in der sorgf\u00e4ltigen Komposition und der durch Diagonalen erzeugten Dynamik.<\/p>\n<p>Auch Adriana Groisman und Stefan Oliva ebenso wie Mireya und Mercedes Mas\u00f3 w\u00e4hlen als Medium die Fotografie. Lorraine Beaulieu aus Kanada setzt ihre Aufnahmen auf Leinw\u00e4nde, die zu bewegten Bildtr\u00e4gern werden. Die K\u00fcnstlerin setzt die Umrisse des antarktischen Kontinents in Relation zu einer Person in Embryostellung. Durch die Bewegung der Stoffbahnen, welche das Wasser assoziieren, thematisiert sie so die Wasserreserven der Antarktis als Lebensgrundlage. Philippe Boissonet schlie\u00dflich kennzeichnet in seinem Werk \u201cCalvicie\u201d, einer Portr\u00e4taufnahme eines Glatzk\u00f6pfigen, den Menschen durch eine Landkarte der Antarktis und schafft so auf originelle Art die Assoziation an die Kahlheit der Landschaft.<\/p>\n<p>Phil Dadson aus Neuseeland, Lucy und Jorge Orta, sowie Andrea Juan w\u00e4hlen Videoinstallationen f\u00fcr eine ausf\u00fchrliche Pr\u00e4sentation der Antarktis. Die verschiedenen K\u00fcnstler n\u00e4hern sich dem Thema auf unterschiedlichste Weise an, setzen entweder das Leben im Eis, die Erforschung durch den Menschen oder die Ruhe der Natur in den Vordergrund.<\/p>\n<p>Die Australierin Lisa Roberts zeigt dagegen eine Digitalinstallation in der Form eines Erlebnisberichts, mit Erfahrungen, die sie in 42 Tagen auf einem Forschungsboot gesammelt hat. Auch ihre Objekte aus Acryl veranschaulichen auf der Reise gesammelte Impressionen.<\/p>\n<p>Das Sonogramm von Jorge Chikiar und Andrea Juan \u201cCracks de hielos. Viento polar\u201d komplettiert die Ausstellung, welche die Kuratorin Andrea Juan als Mittel sieht, \u201cder Welt die Eismeere der Antarktis, seine Arten und Eisberge und die Bedeutung f\u00fcr das \u00d6kosystem der Erde in Erinnerung zu rufen\u201d.<\/p>\n<ul>\n<li>\u201cSur Polar, Arte en Ant\u00e1rtida\u201d, Zeichnungen, Gem\u00e4lde, Graphiken, Videos, Installationen, Klangkunst, Fotos und Objekte von Philippe Boissonnet und Lorraine Beaulieu, Phil Dadson, Karin Beaumont und Lisa Roberts, Mireya und Mercedes Mas\u00f3, Jorge und Lucy Orta, Marina Curci, Jorge Chikiar, Marcelo Gurruchaga, Andrea Juan, Alberto Morales, u.a. Kuratorin: Andrea Juan. Museo de la Universidad Nacional de Tres de Febrero (MUNTREF), Valent\u00edn G\u00f3mez 4828, Caseros (gegen\u00fcber der Zugstation). Mo-Sa 11-20 Uhr. F\u00fchrung Sa 15.30 Uhr. Eintritt frei. 5.3.-18.4.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Erschienen im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221; vom 15.03.08.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cSur Polar\u201d: 19 internationale K\u00fcnstler zeigen in der Universit\u00e4t von Tres de Febrero ihre Werke zum Thema Antarktis Von Christina Liebl Lisa Roberts zeigt eine Digitalinstallation in der Form eines Erlebnisberichts, mit Erfahrungen, die sie in 42 Tagen auf einem Forschungsboot gesammelt hat, und au\u00dferdem Objekte aus Acryl. Am 5. 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