{"id":1408,"date":"2008-03-29T16:48:28","date_gmt":"2008-03-29T19:48:28","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/03\/29\/kunst-fur-alle\/"},"modified":"2008-03-27T17:28:35","modified_gmt":"2008-03-27T20:28:35","slug":"kunst-fur-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/03\/29\/kunst-fur-alle\/","title":{"rendered":"Kunst f\u00fcr alle"},"content":{"rendered":"<p><strong>Neues Erziehungs- und Besuchsprogramm im Malba<\/p>\n<p><em>Von Christina Liebl<\/em><\/strong><\/p>\n<table align=left>\n<tr>\n<td align=center>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image1407\" alt=Malba2.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/Malba2.jpg\" \/><br \/>\n<em>Der Kunst n\u00e4her kommen: Ein Besucher betastet die Nachbildung des Gem\u00e4ldes \u201eJuanito schlafend\u201c von Antonio Berni.<br \/>\n(Foto: inal)<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Mit seinem neuen Angebot f\u00fcr Besucher allen Alters und f\u00fcr Menschen mit unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen will das Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires (<a href=\"http:\/\/www.malba.org.ar\/web\/\">Malba<\/a>) Kunst f\u00fcr alle zug\u00e4nglich machen. Das Museum bietet dazu regelm\u00e4\u00dfig kostenlose F\u00fchrungen durch die Dauerausstellung an, die sich jeweils an ein spezielles Publikum richten. F\u00fcr 2008 bietet das Malba unter anderem F\u00fchrungen f\u00fcr blinde, taube oder geistig behinderte Menschen sowie f\u00fcr Senioren und Kinder an.<\/p>\n<p>Eleonora Cardoso, die Koordinatorin des Erziehungsprogramms und der kulturellen Aktivit\u00e4ten des Malba betont, dass ein Museum, um lebendig zu sein, ein vielf\u00e4ltiger und dynamischer Ort sein muss, der sich an den Interessen und Bed\u00fcrfnissen seiner Besucher orientiert. Deswegen unterscheiden sich je nach Zielgruppe die Auswahl der Kunstwerke und die Herangehensweise.<\/p>\n<p>F\u00fchrungen f\u00fcr Senioren beziehen diesem Motto gem\u00e4\u00df stark die Erfahrungen der Betrachter mit ein. Daf\u00fcr bieten sich gerade Gem\u00e4lde mit historischem oder traditionellem Hintergrund an, wie etwa das \u201eJohannesfest\u201c von C\u00e1ndido Portinari. Durch Erinnerungen und Geschichten der Besucher n\u00e4hert sich die Gruppe dem Bildinhalt an. Wie wurde das Fest in Buenos Aires begangen? Sind \u00c4hnlichkeiten auf dem Gem\u00e4lde des brasilianischen K\u00fcnstlers zu sehen? Der Museumsbesuch soll also interaktiv zum Gespr\u00e4ch und zum Erfahrungsaustausch unter den Betrachtern anregen und so einen aktiven Zugang zum Bild schaffen.<\/p>\n<p>Bei einem kindlichen Publikum steht die Fantasie und die Kreativit\u00e4t im Mittelpunkt. Beispielsweise Antonio Bernis Skulptur \u201eRamonas Albtraum\u201c bietet daf\u00fcr reichlich Platz: Zu sehen ist ein buntes Krokodil, aus dessen Rachen Frauenbeine ragen. Mit Fragen werden die Kleinen dazu angeregt, dem Kunstwerk eine eigene Geschichte zu geben, und sich zu \u00fcberlegen, was denn hinter dem Dargestellten stecken k\u00f6nnte. Au\u00dferdem sollen sich die Kinder nicht nur durch Anschauen mit dem Kunstwerk befassen k\u00f6nnen. Da das direkt am Gem\u00e4lde oder an der Skulptur nicht m\u00f6glich ist, hat sich das f\u00fcr die F\u00fchrungen verantwortliche Team etwas anderes einfallen lassen: In K\u00e4sten, die nur an den L\u00e4ngsseiten eine \u00d6ffnung haben, befinden sich verschiedene Gegenst\u00e4nde, die ertastet werden und verschiedenen Objekten am K\u00f6rper des Krokodils zugeordnet werden k\u00f6nnen. Auf diese Weise werden die Kinder spielerisch zur Kunst hingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Eine dritte Zielgruppe sind Menschen mit Behinderungen. F\u00fcr h\u00f6rgesch\u00e4digte Personen gibt es F\u00fchrungen in Zeichensprache und f\u00fcr geistig behinderte Menschen ein ihren Bed\u00fcrfnissen angepasster Rundgang. Blinden Menschen, denen sonst die direkte Erfahrung eines Kunstwerks nicht m\u00f6glich ist, bietet das Malba nun eine neue M\u00f6glichkeit. Die F\u00fchrung besteht nicht mehr nur aus der m\u00fcndlichen Beschreibung der Werke, sondern das Museum hat von einigen Werken ungef\u00e4hre Nachbildungen erstellen lassen, die angefasst werden k\u00f6nnen und den Sehbehinderten einen Eindruck von Form und Textur der Malerei, Collage oder Skulptur vermitteln.<\/p>\n<p>Ein jedes dieser verschiedenen Konzepte \u00fcberzeugt durch die methodisch durchdachte Gestaltung, welche auf Erfahrungswerten des F\u00fchrungspersonals beruht. Allen Menschen unabh\u00e4ngig von Alter und F\u00e4higkeiten Kunst nahezubringen und f\u00fcr einen Museumsgang zu begeistern, ist auf jeden Fall ein lohnendes Ziel, dem das Malba mit seinem neuen Programm n\u00e4her kommt.<\/p>\n<p><em>Erschienen im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221; vom 29.03.08.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues Erziehungs- und Besuchsprogramm im Malba Von Christina Liebl Der Kunst n\u00e4her kommen: Ein Besucher betastet die Nachbildung des Gem\u00e4ldes \u201eJuanito schlafend\u201c von Antonio Berni. 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