{"id":14289,"date":"2013-01-12T19:12:05","date_gmt":"2013-01-12T22:12:05","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=14289"},"modified":"2013-01-12T19:12:05","modified_gmt":"2013-01-12T22:12:05","slug":"der-kreislauf-des-lebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2013\/01\/12\/der-kreislauf-des-lebens\/","title":{"rendered":"Der Kreislauf des Lebens"},"content":{"rendered":"<p><strong>Letzter, Erster, Letzter?<\/p>\n<p><em>Von Friedbert W. B\u00f6hm<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Dreierspirale11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Dreierspirale11.jpg\" alt=\"\" title=\"Dreierspirale11\" width=\"250\" height=\"181\" class=\"alignright size-full wp-image-14292\" \/><\/a>Mit nicht ganz 16 begann ich eine Banklehre in der s\u00fcddeutschen Provinz. Das bedeutete: T\u00fcren morgens auf- und abends zumachen, Telefon bedienen, Boteng\u00e4nge machen, Br\u00f6tchen holen, Belege sortieren, Ablage machen, Post eint\u00fcten, frankieren und aufgeben sowie immer der Letzte sein, der irgendwo bedient wurde.<\/p>\n<p>Dann ging ich zu einer auf das internationale Gesch\u00e4ft spezialisierten Bank nach Hamburg. Dieses Gesch\u00e4ft musste ich nat\u00fcrlich erst erlernen. Das fing damit an, Belege zu sortieren, Ablage zu machen und immer der Letzte zu sein, der irgendwo ber\u00fccksichtigt wurde. Anscheinend machte ich das ganz gut, denn nach einiger Zeit schickte mich die Bank zu ihrer Filiale nach Argentinien.<\/p>\n<p>Ich konnte kaum Spanisch und hatte keine Ahnung von den lokalen Gesetzen und Usancen. Also begann meine dortige Karriere mit Adressen schreiben, Belege sortieren, Ablage machen, und Sachen von einer Abteilung in die andere tragen.<\/p>\n<p>Dies, und mit der Zeit auch Anderes erledigte ich zur Zufriedenheit meiner Vorgesetzten. Dann wurde ich selber einer. Dann Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Im folgenden Vierteljahrhundert erarbeitete ich Strategien, organisierte und \u00fcberwachte ihre Durchf\u00fchrung, leitete Mitarbeiter an und bildete sie aus, verhandelte mit Unternehmern, Managern, Ministern, Gewerkschaften und internationalen Organisationen. Das machte ich f\u00fcr verschiedene gr\u00f6\u00dfere Firmen im In- und Ausland und nebenbei baute ich einen landwirtschaftlichen Betrieb auf. Bei alledem konnte ich mich auf eingefahrene Infrastrukturen st\u00fctzen: erfahrene, spezialisierte Mitarbeiter, Sekret\u00e4rinnen, Telefonistinnen, zweibeinige und \u2013r\u00e4drige Boten, Archivare, Fahrbereitschaft.<\/p>\n<p>Seit einigen Jahren bin ich pensioniert. Das bedeutet: T\u00fcren morgens auf- und abends zumachen, Telefon bedienen, Boteng\u00e4nge machen, Eink\u00e4ufe erledigen, Belege sortieren, Ablage machen, Post eint\u00fcten, frankieren und aufgeben sowie immer der Letzte sein, der irgendwo bedient wird.<\/p>\n<p>Allerdings bin ich jetzt weit \u00fcber 16.<\/p>\n<p><strong>Foto:<\/strong><br \/>\nMegalithische Kunst in S\u00ed an Bhr\u00fa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzter, Erster, Letzter? Von Friedbert W. B\u00f6hm Mit nicht ganz 16 begann ich eine Banklehre in der s\u00fcddeutschen Provinz. Das bedeutete: T\u00fcren morgens auf- und abends zumachen, Telefon bedienen, Boteng\u00e4nge machen, Br\u00f6tchen holen, Belege sortieren, Ablage machen, Post eint\u00fcten, frankieren und aufgeben sowie immer der Letzte sein, der irgendwo bedient wurde. 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