{"id":1457,"date":"2008-05-10T14:28:06","date_gmt":"2008-05-10T17:28:06","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/05\/10\/bekenntnis-zum-zeitgenossischen\/"},"modified":"2008-05-10T17:37:30","modified_gmt":"2008-05-10T20:37:30","slug":"bekenntnis-zum-zeitgenossischen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/05\/10\/bekenntnis-zum-zeitgenossischen\/","title":{"rendered":"Bekenntnis zum Zeitgen\u00f6ssischen"},"content":{"rendered":"<p><strong>17. Kunstmesse \u201carteBA08\u201d vom 29. Mai bis 2. Juni<\/p>\n<p><em>Von Susanne Franz<\/em><\/strong><\/p>\n<div align=center><img decoding=\"async\" id=\"image1454\" alt=Elsi2.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/Elsi2.jpg\" \/><em><br \/>\n\u201carteBA08\u201d bietet besondere Qualit\u00e4t &#8211; wie dieses Werk von Jos\u00e9 Luis Anzizar (Galerie Elsi del R\u00edo).<\/em><\/div>\n<p>Gro\u00dfe Worte und pomp\u00f6se Gesten sind nicht mehr n\u00f6tig, um die bedeutendste Kunstmesse Argentiniens und Lateinamerikas anzuk\u00fcndigen: Am Dienstag wurde die 17. \u201carteBA08\u201d im \u201cMuseo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires\u201d (Malba) als eine Messe pr\u00e4sentiert, die von Menschen gemacht wurde und wird. Der Pr\u00e4sident des Veranstalters \u201cFundaci\u00f3n arteBA\u201d, Facundo G\u00f3mez Minuj\u00edn, zeigte als ersten der kurzen Videoclips, mit denen er seine Ansprache w\u00fcrzte, Fotos von all denen, die in den vergangenen Jahren die Messe vorw\u00e4rtsgebracht und gepr\u00e4gt haben. Das Gemurmel auf der Pressekonferenz war gro\u00df, man erkannte sich gegenseitig und kommentierte wehm\u00fctig Bilder von bereits verstorbenen Pers\u00f6nlichkeiten aus der Kunstszene Argentiniens.<\/p>\n<p>Nach dieser so richtig ans Herz gehenden Einstimmung betonte G\u00f3mez Minuj\u00edn mit berechtigtem Stolz, dass die Messe &#8211; \u201ceine Erfolgsgeschichte all dieser Menschen\u201d &#8211; von der Konex-Stiftung soeben als eine der besten Kultureinrichtungen der letzten Dekade nominiert worden sei, bevor er gewohnt pr\u00e4zise die Neuerungen und Verbesserungen der diesj\u00e4hrigen Messe bekanntgab.<\/p>\n<p>\u201carteBA08\u201d findet vom 29. Mai bis 2. Juni im Blauen und Gr\u00fcnen Pavillon des Messegel\u00e4ndes La Rural (Av. Sarmiento 2704) statt und ist t\u00e4glich von 13-22 Uhr ge\u00f6ffnet. Der Eintrittspreis betr\u00e4gt in diesem Jahr 20 Pesos, f\u00fcr Rentner und Studenten mit entsprechendem Ausweis 10 Pesos; unter 12-j\u00e4hrige Kinder haben freien Zugang zur Messe.<\/p>\n<p>50 Galerien aus Argentinien pr\u00e4sentieren ihre K\u00fcnstler, neun kommen aus Brasilien, f\u00fcnf aus Chile und weitere 17 aus Costa Rica, der Dominikanischen Republik, Frankreich, Kolumbien, Peru, Spanien, Uruguay, den USA und Venezuela. Im \u201aBarrio Joven\u2018, dem Jungen Viertel, zeigen 20 aufstrebende Galerien die neuesten Tendenzen. Als Zeichen f\u00fcr einen Paradigmenwechsel hin zu einem klareren Bekenntnis von \u201carteBA\u201d zur zeitgen\u00f6ssischen Kunst ist es in diesem Zusammenhang bemerkenswert, dass in diesem Jahr die Avantgarde-Galerie \u201cAppetite\u201d, deren r\u00fchrige Direktorin Daniela Luna inzwischen auch in New York eine Zweigstelle gegr\u00fcndet hat, aus dem Barrio Joven in den Reigen der etablierten Galerien aufgestiegen ist.<\/p>\n<p>Im von Eva Grinstein kuratierten und von Gustavo V\u00e1zquez Ocampo gestalteten Bereich \u201cOpen Space\u201d zeigen 12 internationale K\u00fcnstler Werke wie Installationen oder gro\u00dfformatige Skulpturen, die aus dem \u00fcblichen Ausstellungsrahmen herausfallen, darunter Alberto Bast\u00f3n D\u00edaz (Galerie Maman), Ernesto Ballesteros (Ruth Benzacar) und Luis Benedit (Wussmann).<\/p>\n<p>Die Abteilung Videokunst, \u201cCaja Negra\/Cubo Blanco\u201d wurde von Fabiana Barreda und Tob\u00edas Ostrander kuratiert und legt besonderes Gewicht auf ausl\u00e4ndische Videok\u00fcnstler. In insgesamt 9 \u201cCajas\u201d (Boxen) zeigen 16 K\u00fcnstler bzw. K\u00fcnstlergruppen ihre Werke.<\/p>\n<p>Banco Galicia sponsort auch in diesem Jahr wieder eine besondere Hommage herausragender argentinischer K\u00fcnstler: Enio Iommi (1926), Gyula Kosice (1924) und Clorindo Testa (1923) werden im Eingangsbereich der Messe gesonderte Ausstellungs-Fl\u00e4chen gewidmet. Dem Messebesucher wird mit von der Kuratorin Ana Mart\u00ednez Quijano ausgearbeitetem Informationsmaterial der Zugang zum Werk und zum Lebensweg der drei Meister erleichtert.<\/p>\n<p>Ein weiterer H\u00f6hepunkt der Messe wird mit Sicherheit die Ausstellung des diesj\u00e4hrigen f\u00fcnften arteBA-Petrobras-Preises sein. Der Kunstkritiker Fabi\u00e1n Lebenglik w\u00e4hlte hochinteressante Projekte der acht jungen K\u00fcnstler Mart\u00edn Bonadeo, Vicente Grondona, Mauro Guzm\u00e1n, Carlos Huffman, Rosalba Mirabella, Marisa Rubio. Paula Senderowicz und Leandro Yadanza aus. Zwei davon werden auf der Messe noch einmal gesondert ausgezeichnet: mit einem mit 30.000 Pesos dotierten 1. Preis und einem 10.000 Pesos schweren 2. Preis.<\/p>\n<p>\u201carteBA08\u201d hat auch einen schrillen Ehrengast: Der Brite Malcolm McLaren, K\u00fcnstler und Musikproduzent, wird kurz vor seinem Besuch auf der Art Basel nach Buenos Aires reisen. Schon ein wenig in die Jahre gekommen, begr\u00fcndete McLaren seinen Ruhm als Produzent der legend\u00e4ren Punkband Sex Pistols und als Designer an der Seite von Vivienne Westwood.<\/p>\n<p>Ein wie immer interessantes Rahmenprogramm im Auditorium der Messe r\u00fcckt zwei hochkar\u00e4tige Pers\u00f6nlichkeiten der internationalen Kunstszene ins Rampenlicht: den Mexikaner Cuauht\u00e9moc Medina (Tate Modern, London) und die Spanierin Rosa Olivares (Herausgeberin der Zeitschrift EXIT), die einige der Rundtischgespr\u00e4che koordinieren und sicher f\u00fcr Gespr\u00e4chs- und Debattierstoff sorgen werden.<\/p>\n<p>Die Messe, so Facundo G\u00f3mez Minuj\u00edn, sei sich eben ihrer Verantwortung als Multiplikator bewusst, als Informationsquelle und Kommunikationsplattform. Doch im Vordergrund steht selbstverst\u00e4ndlich das Gesch\u00e4ft, f\u00fcr das die Verkaufsmesse \u201carteBA\u201d schon im Vorfeld viele Wege ebnet: sei es durch Abkommen mit Sponsoren wie Zurich, American Express oder Chandon, die den Kauf von Kunstwerken f\u00fcr Museen oder andere Kultureinrichtungen erm\u00f6glichen, sei es durch ein Netzwerk f\u00fcr Sammler und K\u00e4ufer aus dem Ausland, denen auch viele Kulturangebote und Sch\u00f6nheiten der Stadt Buenos Aires und Argentiniens geboten werden (Infos \u00fcber das \u201cVIP Program 08\u201d unter der E-Mail-Adresse vip-program08@arteba.org).<\/p>\n<p>\u00dcber alle Einzelheiten kann man sich <a href=\"http:\/\/www.arteba.org.ar\/\">auf der Webseite der Messe<\/a> informieren.<\/p>\n<p><strong>F\u00fchrungen per Kopfh\u00f6rer<\/strong><br \/>\n\u201carteBA08\u201d zeigt sich besonders besucherfreundlich: Zum ersten Mal gibt es F\u00fchrungen per Kopfh\u00f6rer, sogenannte \u201cAudiogu\u00edas\u201d. Man kann sogar unter verschiedenen Rundg\u00e4ngen ausw\u00e4hlen.<\/p>\n<p><em>Erschienen im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221; vom 10.05.08.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17. Kunstmesse \u201carteBA08\u201d vom 29. Mai bis 2. Juni Von Susanne Franz \u201carteBA08\u201d bietet besondere Qualit\u00e4t &#8211; wie dieses Werk von Jos\u00e9 Luis Anzizar (Galerie Elsi del R\u00edo). 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