{"id":149,"date":"2005-07-23T20:14:22","date_gmt":"2005-07-23T23:14:22","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2005\/07\/23\/einflusse-der-umwelt\/"},"modified":"2006-07-29T15:19:11","modified_gmt":"2006-07-29T18:19:11","slug":"einflusse-der-umwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2005\/07\/23\/einflusse-der-umwelt\/","title":{"rendered":"Einfl\u00fcsse der Umwelt"},"content":{"rendered":"<p>\u00ad<a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2005\/07\/23\/arte-y-naturaleza\/\">Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano.<\/a><\/p>\n<p><strong>\u201eTransformaciones azarosas\u201c\u00ad im MALBA<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Von Susanne Franz<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Das \u201eMuseo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires\u201c bietet im Moment eine besonders f\u00fcr Jugendliche interessante Ausstellung zeitgen\u00f6ssischer Kunst. \u201eTransformaciones azarosas\u201c (etwa: dem Zufall unterworfene Ver\u00e4nderungen), von der Kuratorin Corinne Sacca-Abadi organisiert, ist die 13. Schau im Zyklus \u201eContempor\u00e1neo\u201c, die im Erdgeschoss des Museums zu sehen ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/sendero.jpg\" alt=\"Werk von Paula Senderowicz\" \/><br \/>\n\u00ad<br \/>\nHier begegnet man zuerst einer Vitrine, in der die K\u00fcnstlerin Paula Senderowicz eine Gletscherlandschaft nachgebildet hat. Diese k\u00fcnstliche und doch nat\u00fcrliche Eiswelt ver\u00e4ndert sich, je nachdem, wie viele Besucher im Museum sind, je nach Temperatur und Schwingungen, wie in der \u201ewirklichen Welt\u201c. Mal sehen die Gletscher schmutzig aus, mal sind sie gr\u00f6\u00dfer und erstrahlen in majest\u00e4tisch blauem Glanz, mal schmelzen sie. Senderowicz, die auch einige Aquarelle zum Thema zeigt, demonstriert den Einfluss des Klimawandels auf die Welt und symbolisiert die Zerbrechlichkeit des uns beherbergenden Planeten.\u00ad<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/juan.jpg\" alt=\"Werk von Andrea Juan\" \/><\/p>\n<p>Die K\u00fcnstlerin Andrea Juan, <a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2005\/02\/26\/projekt-antarktis\/\">die vor einigen Monaten in der Antarktis auf einer Milit\u00e4rbasis eine Aktion durchgef\u00fchrt hat,<\/a> in der sie Videofilme auf die Gletscher projizierte, zeigt Fotos, auf denen mit brennenden Sonnenblumen \u00fcberstrahlte Eisfl\u00e4chen beeindruckend zur Geltung kommen. In einem Innenraum kann man eine Videoinstallation nicht nur sehen, sondern auch betreten: Auf verschiedene, hintereinander h\u00e4ngende Stoffbahnen, durch die man hindurchgehen kann, wird ein poetisch-dramatischer Film projiziert &#8211; wenn man mittendrin ist, flimmert er auch \u00fcber einen selbst hinweg -, der die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels auf den Menschen zum Thema hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/sardon.jpg\" alt=\"Werk von Mariano Sard\u00f3n\" \/>\u00ad<\/p>\n<p>Der dritte K\u00fcnstler ist der Physiker <a href=\"http:\/\/marianosardon.com.ar\/\">Mariano Sard\u00f3n<\/a>, der eine zugleich hochkomplizierte, aber durch ihre Sch\u00f6nheit sofort ansprechende Installation zeigt: In einem dunklen Raum hat er auf sieben S\u00e4ulen sieben runde durchsichtige Beh\u00e4lter gestellt, in die ein Projektor auf eine Oberfl\u00e4che aus Zucker Buchstaben und Farben wirft. Es handelt sich um die geb\u00fcndelten Aktivit\u00e4ten des Computersystems des Museums, die nicht nur in \u201eSprache\u201c, sondern auch in Klang verwandelt werden: Man h\u00f6rt die abgewandelten Mausklicks oder die Bewegungen der Tastatur, aus denen Musik entsteht. Je nach Zeitpunkt, ist in dem Raum \u201edie H\u00f6lle los\u201c, manchmal ist es dagegen relativ oder ganz still.<\/p>\n<p>Sard\u00f3ns Arbeit ist ein Experiment: Er hat anhand von Computerprogrammen Algorithmen programmiert, die zum Beispiel in der Natur das Wachstum von Bakterien bestimmen. So hat er ein System entworfen, das entwicklungsf\u00e4hig ist und \u201elernt\u201c, und von dem keiner wei\u00df, zu welchem Ergebnis es kommen wird. Wer seine Hand \u00fcber einen der Beh\u00e4lter h\u00e4lt und hin und herbewegt, wird Teil der Installation, da die geheimnsivollen Raster, die hektisch Worte zu bilden versuchen, dann auf dem eigenen K\u00f6rper zum Leben erwachen.\u00ad<\/p>\n<p><em>(\u201eContempor\u00e1neo 13: Transformaciones azarosas\u201c, Werke von Andrea Juan, Mariano Sard\u00f3n &#038; Paula Senderowicz. MALBA, Av. Figueroa Alcorta 3415. Do-Mo 12-20, Mi 12-21 Uhr, dienstags geschlossen. Bis 15.8.)<\/em><\/p>\n<p><em>Der Artikel erschien am 23.7.2005 im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221;.<\/em>\u00ad<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00adClick aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano. \u201eTransformaciones azarosas\u201c\u00ad im MALBA Von Susanne Franz Das \u201eMuseo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires\u201c bietet im Moment eine besonders f\u00fcr Jugendliche interessante Ausstellung zeitgen\u00f6ssischer Kunst. \u201eTransformaciones azarosas\u201c (etwa: dem Zufall unterworfene Ver\u00e4nderungen), von der Kuratorin Corinne Sacca-Abadi organisiert, ist die 13. 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