{"id":15024,"date":"2013-03-23T14:04:52","date_gmt":"2013-03-23T17:04:52","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=15024"},"modified":"2013-03-23T14:07:08","modified_gmt":"2013-03-23T17:07:08","slug":"synergie-zwischen-kunst-und-padagogik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2013\/03\/23\/synergie-zwischen-kunst-und-padagogik\/","title":{"rendered":"Synergie zwischen Kunst und P\u00e4dagogik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Heute wird die &#8220;Casa Daros&#8221; in Rio de Janeiro er\u00f6ffnet<\/p>\n<p><em>Von Chiara Kettmeir<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/daros.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/daros.jpg\" alt=\"\" title=\"daros\" width=\"500\" height=\"332\" class=\"aligncenter size-full wp-image-15026\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/daros.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/daros-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nIn den letzten Jahren gewann Brasilien zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung. Einst f\u00fchrend in der ungleichen Reichtumsverteilung, floriert Brasilien nun immer mehr als Mittelschichtland. Der Fokus verschiebt sich anwachsend weg von der Hunger- und Armutsbek\u00e4mpfung hin zur Modernisierung unter anderem von Kultur und Bildung. Auch der politische und kulturelle Austausch mit anderen L\u00e4ndern au\u00dferhalb Lateinamerikas nahm verst\u00e4rkt zu, im internationalen Kunstgeschehen genie\u00dfen insbesondere Sao Paulo und Rio de Janeiro gr\u00f6\u00dfere Aufmerksamkeit jenseits ihrer Landesgrenzen.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt tr\u00e4gt die Sammlung von <a href=\"http:\/\/www.daros-latinamerica.net\/index_zh.php?i=941\">Daros Latinamerica AG<\/a> mit Sitz in Z\u00fcrich einen gro\u00dfen Beitrag dazu bei. Sie gilt als das reichhaltigste Konvolut zeitgen\u00f6ssischer lateinamerikanischer Kunst, ihre heutigen Besitzer Stephan und Ruth Schmidheiny verfolgen schon seit l\u00e4ngerer Zeit verschiedene Kunstprojekte in S\u00fcdamerika. Ihr j\u00fcngstes Projekt feiert am heutigen Samstag in Rio de Janeiro seine Er\u00f6ffnungsschau &#8220;Cantos Cuentos Colombianos&#8221; und f\u00fchrt eine repr\u00e4sentative Werkauswahl zeitgen\u00f6ssischer Kunst von 10 kolumbianischen K\u00fcnstlern (Doris Salcedo, Fernando Arias, Jos\u00e9 Alejandro Restrepo, Juan Manuel Echavarr\u00eda, Mar\u00eda Fernanda Cardoso, Miguel Angel Rojas, Nad\u00edn Ospina, Oscar Mu\u00f1oz, Oswaldo Maci\u00e1 und Rosemberg Sandoval) vor.<\/p>\n<p>Mit dem Namen &#8220;Casa Daros&#8221; wird das pr\u00e4chtige, neoklassizistische Geb\u00e4ude Kunst aus allen L\u00e4ndern Lateinamerikas, das aus der Kollektion von rund 1100 Arbeiten von 116 latinamerikanischen K\u00fcnstlern stammt, ausstellen. Das 1866 von Francisco Joaquim Bethencourt de Silva (1831-1912) erbaute Anwesen &#8211; ein ehemaliges Waisenhaus f\u00fcr M\u00e4dchen, das ungef\u00e4hr 11.000m2 umfasst &#8211; wurde 2006 von Daros gekauft und \u00fcber sieben Jahre hinweg sorgf\u00e4ltig und umfassend renoviert. Es handelt sich um ein Kulturerbe der Stadt, weshalb sich die Umbauten am Prinzip der Reversibilit\u00e4t orientierten, so dass historische Bausubstanz erhalten bleiben konnte.<\/p>\n<p>Zwei Ausstellungen pro Jahr sollen in der &#8220;Casa Daros&#8221; gezeigt werden, begleitet von verschiedenen Workshops, Seminaren und Vortragsszyklen. Ferner bietet das im zentralen Stadtteil Botofago gelegene Haus eine Bibliothek sowie K\u00fcnstlerstudios, Auditorien, ein Restaurant, ein Caf\u00e9 und einen Shop.<\/p>\n<p>Dem Direktor der &#8220;Casa Daros&#8221;, dem Deutschen Hans-Michael Herzog, geht es dabei nicht nur um eine Zurschaustellung lateinamerikanischer Gegenwartskunst. Vielmehr soll die &#8220;Casa&#8221; Treffpunkt f\u00fcr K\u00fcnstler sein, ein Ort des Austausches und der kulturellen Erziehung. Der Betrachter soll seinen gewohnten Standpunkt \u00fcberdenken, ein neues Terrain betreten, das Interesse an anderen s\u00fcdamerikanischen L\u00e4ndern soll gef\u00f6rdert werden. Dieser didaktische Ansatz hinter der erhofften Kunstvermittlung findet sein Ziel darin, Kunst als einen Forschungs- und Lernprozess zu betrachten. Einerseits soll auf die soziokulturellen Milieus aus den unterschiedlichsten Breitengraden S\u00fcdamerikas aufmerksam gemacht werden. Andererseits soll Kunst als Hypothese betrachtet werden, die nicht von Kuratoren oder Kritikern vordeterminiert wurde, sondern den subjektiven Blickwinkel und die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen herausfordert.<\/p>\n<p>Diese Synergie zwischen Kunst und P\u00e4dagogik h\u00f6rt sich nach einem vielversprechenden Ansatz an. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Verbindungen und Dialoge sich f\u00fcr die Gegenwartskunst in S\u00fcdamerika daraus ergeben.<\/p>\n<p><strong>Foto:<\/strong><br \/>\n&#8220;Casa Daros&#8221; in Rio de Janeiro &#8211; ein Ort, wo Kunst, Bildung und Kommunikation als Konzept und Programm formuliert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute wird die &#8220;Casa Daros&#8221; in Rio de Janeiro er\u00f6ffnet Von Chiara Kettmeir In den letzten Jahren gewann Brasilien zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung. Einst f\u00fchrend in der ungleichen Reichtumsverteilung, floriert Brasilien nun immer mehr als Mittelschichtland. 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