{"id":15341,"date":"2013-04-16T14:20:18","date_gmt":"2013-04-16T17:20:18","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=15341"},"modified":"2013-04-20T15:02:31","modified_gmt":"2013-04-20T18:02:31","slug":"bafici-2013-ich-bin-immer-da-wo-es-brennt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2013\/04\/16\/bafici-2013-ich-bin-immer-da-wo-es-brennt\/","title":{"rendered":"&#8220;Ich bin immer da, wo es brennt!\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Interview mit der Programmkoordinatorin des BAFICI<\/p>\n<p><em>Von Jana M\u00fcnkel<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/laura_mendelzon.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/laura_mendelzon.jpg\" alt=\"\" title=\"laura_mendelzon\" width=\"250\" height=\"188\" class=\"alignright size-full wp-image-15342\" \/><\/a>Auf einem Filmfestival schaut man Filme. Logisch. Und man trifft Regisseure. Auch logisch. Doch damit dies alles m\u00f6glich wird, wird ein Jahr lang geplant, organisiert, eingeladen. Auch w\u00e4hrend des Festivals wird im Hintergrund hart gearbeitet, um einen reibungslosen Ablauf zu gew\u00e4hren. Doch wer sind die unsichtbaren Menschen, die man h\u00f6chstens in BAFICI-Shirts herumwuseln sieht? Laura Mendelzon ist 27 Jahre alt und Programmkoordinatorin des <a href=\"http:\/\/festivales.buenosaires.gob.ar\/festivales\/v3\/web\/index.php\/index.html\">BAFICI<\/a>. Mit zwei Handys sitzt Laura auf der Terrasse des Centro Cultural Recoleta und ist froh, einmal kurz durchatmen zu k\u00f6nnen. Ein wenig ersch\u00f6pft sieht sie aus, doch man merkt ihr an, wie viel Spa\u00df ihr die Festivalarbeit macht. Allzu lang hat sie allerdings nicht Zeit &#8211; schon bimmelt eines der Telefone und sie muss weiter zur n\u00e4chsten Baustelle\u2026<\/p>\n<p><em>JM: Wie l\u00e4uft das Festival bis jetzt?<\/em><\/p>\n<p>LM: Es l\u00e4uft sehr sehr gut und zum Gl\u00fcck scheinen die Besucher nichts von den vielen Problemen mitzubekommen, die wir backstage haben!<\/p>\n<p><em>JM: Was sind das zum Beispiel f\u00fcr Probleme?<\/em><\/p>\n<p>LM: Vor allem technischer Art, die Untertitel machen viele Probleme und lassen uns schwitzen\u2026 aber das geh\u00f6rt zum Festival dazu!<\/p>\n<p><em>JM: Seit wann arbeitest du schon beim BAFICI?<\/em><\/p>\n<p>LM: Seit einem Jahr bin ich Programmkoordinatorin, ich habe aber angefangen als Mitglied des Teams der K\u00fcnstlerorganisation und ich hatte Gl\u00fcck: Ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich bin im Oktober 2009 nach Buenos Aires gekommen und der damals neue Programmchef ben\u00f6tigte jemanden, der Englisch sprach. Ich hatte gro\u00dfe Lust auf den Festivaljob und es hat geklappt!<\/p>\n<p><em>JM: Was sind deine Aufgaben?<\/em><\/p>\n<p>LM: Wir sind daf\u00fcr verantwortlich, dass die Filme, die f\u00fcr das Festival ausgew\u00e4hlt werden, auch wirklich hier hinkommen und gezeigt werden k\u00f6nnen. Das reicht von Anfragen an Regisseure, ob sie ihren letzten Film schicken k\u00f6nnen bis zum Aushandeln der Vorf\u00fchrrechte, die man bezahlen muss und dem Vorf\u00fchrformat.<\/p>\n<p><em>JM: Wann beginnt die Organisation?<\/em><\/p>\n<p>LM: Direkt nach dem vorangegangenen Festival. Wir liegen kurz vor Cannes, und nach Cannes beginnen wir, Filme einzuladen. Also etwa ab Mai. Der Er\u00f6ffnungsfilm NO! von Pablo Larra\u00edn zum Beispiel war mein &#8220;erstes Baby&#8221;!<\/p>\n<p><em>JM: Wie viele Filme &#8220;bewerben&#8221; sich f\u00fcr das Festival?<\/em><\/p>\n<p>LM: Sehr sehr viele. Mehr als 3000 und da sind die argentinischen Filme und die Kurzfilme noch nicht eingerechnet.<\/p>\n<p><em>JM: Kannst du einen typischen Festivaltag beschreiben?<\/em><\/p>\n<p>LM: Ich bin hier von 9.30 Uhr morgens bis zur letzten Vorstellung. Meine Rolle ist es, pr\u00e4sent zu sein und zu \u00fcberpr\u00fcfen, dass die spanisch untertitelten Filme funktionieren. Gestern hatten wir zum Beispiel Server-Probleme und mussten zwei Vorstellungen tauschen, was wiederum Auswirkungen auf die verkauften Tickets und die Vorf\u00fchrl\u00e4nge hat&#8230; Wir m\u00fcssen immer dorthin, wo es brennt und ich hatte bis jetzt keinen einzigen ruhigen Tag.<\/p>\n<p><em>JM: Kannst du ein paar Must-See-Filme empfehlen?<\/em><\/p>\n<p>LM: Oh, ganz viele&#8230; &#8220;Call Girl&#8221; aus Schweden, &#8220;A Hijacking&#8221; aus D\u00e4nemark, &#8220;A world not ours&#8221;, ein d\u00e4nisch-pal\u00e4stinensischer Film, der auch im Publikumsvotum vorne liegt, und &#8220;AninA&#8221;, ein wunderbarer uruguayischer Animationsfilm. Heute habe ich &#8220;Viola&#8221; gesehen, ein sehenswerter argentinischer Film\u2026 Es gibt unglaublich viel.<\/p>\n<p><em>JM: Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/em><\/p>\n<p><strong>Foto:<\/strong><br \/>\nMit Spa\u00df dabei: Laura Mendelzon.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Interview mit der Programmkoordinatorin des BAFICI Von Jana M\u00fcnkel Auf einem Filmfestival schaut man Filme. Logisch. Und man trifft Regisseure. Auch logisch. Doch damit dies alles m\u00f6glich wird, wird ein Jahr lang geplant, organisiert, eingeladen. Auch w\u00e4hrend des Festivals wird im Hintergrund hart gearbeitet, um einen reibungslosen Ablauf zu gew\u00e4hren. 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