{"id":1586,"date":"2008-10-04T09:49:53","date_gmt":"2008-10-04T12:49:53","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/10\/04\/geheimnis-der-sammelleidenschaft\/"},"modified":"2008-10-04T12:56:58","modified_gmt":"2008-10-04T15:56:58","slug":"geheimnis-der-sammelleidenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/10\/04\/geheimnis-der-sammelleidenschaft\/","title":{"rendered":"Geheimnis der Sammelleidenschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Von Objekten und ihren Besitzern erz\u00e4hlt eine Ausstellung im Museo de Arte Decorativo<\/p>\n<p><em>Von Diana H\u00f6rger<\/em><\/strong><\/p>\n<div align=center><img decoding=\"async\" id=\"image1585\" alt=Mnad.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/Mnad.jpg\" \/><br \/>\n<em>Zum Beispiel Modellschiffe: Sammelleidenschaft kann jeden Gegenstand betreffen.<\/em><\/div>\n<p>Setzkasten, Paniniheftchen und Stickeralben. Jeder erf\u00e4hrt zumindest einmal im Leben den Wunsch, etwas zu besitzen und zu verkomplettieren, einen Schatz aus Kleinigkeiten zu erschaffen. Doch w\u00e4hrend dieser Drang bei den meisten Menschen im Laufe der Jahre nachl\u00e4sst und die sorgsam angeh\u00e4uften Figuren aus den \u00dcberraschungseiern erst einstauben und dann in den M\u00fcll wandern, entwickelt manch anderer eine Passion, die nicht einmal im Budget ihre Grenzen findet. So jemanden nennt man einen Sammler. Sein m\u00fchsam geschaffenes Werk, die Kollektion, bewahrt er meist f\u00fcr sich im Stillen und l\u00e4sst sie nicht ans Licht der \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Wer jedoch neugierig ist und sehen m\u00f6chte, was sonst fast niemand zu Gesicht bekommt, hat jetzt im Museo Nacional de Arte Decorativo bereits zum zweiten Mal die Gelegenheit, seine Schaulust in der Ausstellung \u201eColeccionables y Coleccionistas\u201c zu befriedigen. Hier bleibt noch bis zum 23. November sichtbar, was den Rest des Jahres in privaten argentinischen Vitrinen, Kellern und Panzerschr\u00e4nken vor sich hin schlummert.<\/p>\n<p>\u00dcber chinesisches Porzellan aus dem 18. Jahrhundert bis hin zu Flipperautomaten von heute: Es wird deutlich, dass grunds\u00e4tzlich jeder Gegenstand Teil einer Sammlung werden kann. Wichtig ist nur, dass es ein System gibt, wie auch der Sammler Nicholas Aristides 1988 feststellte: \u201eEine Sammlung ist eine organisierte Obsession.\u201c Von dieser Leidenschaft l\u00e4sst sich einiges erahnen, wenn man den polierten Orden, den gl\u00e4nzenden Bronzestatuetten und den herausgeputzten Porzellanpuppen durch die Ausstellung im Palacio Err\u00e1zuriz folgt. Was f\u00fcr ein inniges Verh\u00e4ltnis ein Besitzer wohl zu diesen Sch\u00e4tzen hat und was der Drang seiner oft kostspieligen Sucht ist? Ein Gro\u00dfteil der Sammler bleibt vielleicht wegen dieser intimen R\u00fcckschl\u00fcsse trotz der Ausstellung im Verborgenen und verr\u00e4t nichts \u00fcber seine Identit\u00e4t. Umsomehr umgibt diese Objekte, die in ihrer Summe oft unbezahlbar sind, eine geheimnisvolle Aura, die der Besucher genie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Die Ausstellung \u201eColeccionables y Coleccionistas\u201c ist noch bis zum 23. November im Museo Nacional de Arte Decorativo in der Avenida del Libertador 1902 zu sehen. Informationen zu begleitenden Vortr\u00e4gen auf der <a href=\"http:\/\/www.mnad.org.ar\/\">Webseite des Museums<\/a>.<\/p>\n<p><em>Erschienen im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221; vom 04.10.08..<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Objekten und ihren Besitzern erz\u00e4hlt eine Ausstellung im Museo de Arte Decorativo Von Diana H\u00f6rger Zum Beispiel Modellschiffe: Sammelleidenschaft kann jeden Gegenstand betreffen. Setzkasten, Paniniheftchen und Stickeralben. 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