{"id":15878,"date":"2013-06-07T13:13:42","date_gmt":"2013-06-07T16:13:42","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=15878"},"modified":"2013-06-10T13:18:10","modified_gmt":"2013-06-10T16:18:10","slug":"talente-finden-und-strahlen-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2013\/06\/07\/talente-finden-und-strahlen-lassen\/","title":{"rendered":"Talente finden und strahlen lassen"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8220;Paper Scissors Rock&#8221; in Palermo &#8211; eine Ausstellung der anderen Art<\/p>\n<p><em>Von Jana M\u00fcnkel<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/clubhouse_ausstellung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/clubhouse_ausstellung.jpg\" alt=\"\" title=\"clubhouse_ausstellung\" width=\"500\" height=\"312\" class=\"aligncenter size-full wp-image-15880\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/clubhouse_ausstellung.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/clubhouse_ausstellung-300x187.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nWenn man auf eine Vernissage geht, erwartet man eigentlich beanzugte Menschen, helles Kunstlicht und eine f\u00f6rmliche Atmosph\u00e4re. Es werden Reden gehalten und der Champagner darf auch nicht fehlen. \u00dcberraschend anders aber ist die Er\u00f6ffnung der Ausstellung &#8220;Paper Scissors Rock&#8221;. Die Adresse wird erst nach der Anmeldung bekanntgegeben, eingelassen werden die Besucher nach dem Klingeln durch ein unscheinbares Tor in Palermo. Beim Eintreten wartet eine ganz besondere Mischung aus Ausstellungs- und Loungeatmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Treppensteigen, vorbei am rot-schwarzen, antiken Aufzug, wartet das geschmackvoll eingerichtete &#8220;Clubhouse&#8221; auf mehreren offenen Ebenen. Die Kunstwerke an den W\u00e4nden wirken, als geh\u00f6rten sie zu diesem Ort, sie f\u00fcgen sich gro\u00dfartig ein. Sitzgelegenheiten, ged\u00e4mpftes Licht und elektronische, unaufdringliche Musik schaffen eine Stimmung, die zum Verweilen einl\u00e4dt. Drau\u00dfen im Garten glitzert ein Pool, und wenn es nicht ein k\u00fchler Sp\u00e4tsommerabend w\u00e4re, w\u00fcrde sich eine kleine Erfrischung sogar anbieten. Vernissagebesuch mit Schwimmgelegenheit, warum nicht?<\/p>\n<p>Ausgedacht hat sich dieses Konzept eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Kuratorin. Mareike M\u00fcller steht mit einem Ros\u00e9 inmitten der \u00fcberwiegend jungen G\u00e4ste, unterh\u00e4lt sich hier auf Deutsch, dort auf Spanisch und switcht dann wiederum in Sekundenschnelle zum Englischen. Die junge Frau mit dem Pagenschnitt ist in Berlin geboren und aufgewachsen und interessiert sich schon seit sie denken kann f\u00fcr moderne und zeitgen\u00f6ssische Kunst. Nachdem sie nach einiger Zeit in der Design- und Werbeindustrie das Angebot bekam, als Ausstellungsorganisatorin in Schweden zu arbeiten, ergriff sie die Gelegenheit beim Schopf und machte ihre Leidenschaft zum Beruf.<\/p>\n<p>Doch hier war ihre Reise noch nicht zu Ende: Sie wollte endlich etwas Eigenes auf die Beine stellen, brach kurzerhand alle Zelte in Europa ab und zog nach Buenos Aires, um sich selbstst\u00e4ndig zu machen. Dabei vertraut sie auf ihr gutes N\u00e4schen f\u00fcr vielversprechende zeitgen\u00f6ssische Kunst. Ganz sch\u00f6n mutig. Ob sie Bedenken hatte? &#8220;Klar, man zweifelt immer. Aber wenn man Dinge nicht ausprobiert, k\u00f6nnen sie auch nicht klappen. Think big!&#8221;, erz\u00e4hlt sie und man merkt, dass sie das nicht einfach nur dahersagt, weil es gut klingt, sondern wirklich so meint.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/clubhouse_mareike.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/clubhouse_mareike.jpg\" alt=\"\" title=\"clubhouse_mareike\" width=\"250\" height=\"306\" class=\"alignright size-full wp-image-15881\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/clubhouse_mareike.jpg 250w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/clubhouse_mareike-245x300.jpg 245w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Ihr Projekt hat sie &#8220;The eclectic tomorrow&#8221; genannt, was soviel wie &#8220;die eklektische Zukunft&#8221; bedeutet. &#8220;Da drau\u00dfen wartet au\u00dfergew\u00f6hnliches Talent &#8211; Die Mission besteht darin, es zu finden, es zu unterst\u00fctzen und strahlen zu lassen&#8221;, so beschreibt Mareike M\u00fcller die Philosophie ihrer Idee auf der Website, die an sich bereits zeigt, dass da ein kreativer Profi am Werk ist. Und dass sie genau daf\u00fcr ein tolles H\u00e4ndchen hat, beweist ihre erste alleine organisierte Ausstellung &#8220;Paper Scissors Rock&#8221;, die mit einer bunten Mischung aus Fotografien, fig\u00fcrlichen und abstrakten Kunstwerken sowie Streetart von europ\u00e4ischen und lateinamerikanischen K\u00fcnstlern daherkommt. Das klingt zun\u00e4chst chaotisch, so wirkt es aber nicht im Geringsten. Genau dieses eklektische &#8220;Aufeinanderprallen&#8221; ist ja das Ziel, erz\u00e4hlt die junge Unternehmerin, die nebenher auch einen Kunstblog f\u00fchrt &#8211; und das Clubhouse mit seinem ged\u00e4mpften Licht ist der perfekte Ort daf\u00fcr. Sie entdeckte ihn durch Zufall bei einem Besuch und fragte spontan, ob sie ihre Ausstellung hier machen k\u00f6nne. Die Managerin, eine Belgierin, war begeistert.<\/p>\n<p>Mareike strahlt, wenn sie ihr Werk von der Terrasse aus bewundert und ist ganz aufgekratzt: &#8220;Es sind so viele Leute gekommen!&#8221; Dabei ist es ihr au\u00dferordentlich wichtig, eben keine f\u00f6rmliche, grell erleuchtete Ausstellung zu pr\u00e4sentieren, sondern etwas Neues, Alternatives zu wagen. &#8220;Art is fun&#8221; kann man auf ihrer Website lesen und Mareike M\u00fcller best\u00e4tigt das: &#8220;Ich m\u00f6chte, dass die Leute Spa\u00df haben!&#8221; Als DJs legen Freunde von ihr auf, auch unter den &#8220;Eclectics&#8221;, ihren K\u00fcnstlern, sind gute Bekannte.<\/p>\n<p>Warum es sie gerade nach Buenos Aires verschlagen hat? Hier habe man noch die M\u00f6glichkeit, wirklich neue Talente zu entdecken. Die Kunstszene hier sei noch &#8220;erforschbar&#8221;, das gefalle ihr. Auch die kultur\u00fcbergreifende Arbeit ist ihr wichtig, sie sieht sich als eine Art Botschafterin zwischen Europa und Lateinamerika. Ihr n\u00e4chstes Projekt ist schon in Arbeit, ein befreundeter K\u00fcnstler aus Europa wird dazu nach Buenos Aires kommen. Es ist beeindruckend, wie Mareike M\u00fcller einfach macht, wovon andere tr\u00e4umen &#8211; und ganz nebenbei auch noch das Image von Vernissagen angenehm entstaubt.<\/p>\n<p>Die Ausstellung &#8220;Paper Scissors Rock&#8221; kann noch bis Mitte August besichtigt werden. Anmeldung und Terminvereinbarung per Mail: contact@eclectictomorrow.com oder info@clubhouseba.com.<\/p>\n<p><strong>Fotos von oben nach unten:<\/strong><br \/>\nK\u00fcnstlerische Lounge-Atmosph\u00e4re.<br \/>\n(Foto: Vanessa Diaz)<\/p>\n<p>Mareike M\u00fcller, junge Kuratorin mit Ausstrahlung.<br \/>\n(Foto: privat)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Paper Scissors Rock&#8221; in Palermo &#8211; eine Ausstellung der anderen Art Von Jana M\u00fcnkel Wenn man auf eine Vernissage geht, erwartet man eigentlich beanzugte Menschen, helles Kunstlicht und eine f\u00f6rmliche Atmosph\u00e4re. Es werden Reden gehalten und der Champagner darf auch nicht fehlen. \u00dcberraschend anders aber ist die Er\u00f6ffnung der Ausstellung &#8220;Paper Scissors Rock&#8221;. 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