{"id":159,"date":"2005-08-06T16:00:11","date_gmt":"2005-08-06T19:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2005\/08\/06\/kunst-auf-dem-theaterfestival\/"},"modified":"2006-07-29T15:17:23","modified_gmt":"2006-07-29T18:17:23","slug":"kunst-auf-dem-theaterfestival","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2005\/08\/06\/kunst-auf-dem-theaterfestival\/","title":{"rendered":"Theaterfest mit k\u00fcnstlerischem Touch"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2005\/08\/06\/fiesta-de-teatro-con-un-toque-artistico\/\">Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano.<\/a><\/p>\n<p><strong>Macchi-Wecker und \u201eProyecto Cruce\u201c &#8211; vier Arbeiten argentinischer K\u00fcnstler<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Von Susanne Franz<\/strong><\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/weck2.JPG\" alt=\"\" align=right hspace=5 \/>Der Countdown l\u00e4uft: Am 7. September beginnt das <a href=\"http:\/\/www.festivaldeteatroba.gov.ar\/\">5. Internationale Theaterfestival von Buenos Aires<\/a> (bis 26. September), das in diesem Jahr stark von der Kunst gepr\u00e4gt sein wird. Das beweist nicht zuletzt die Tatsache, dass das Logo der Theaterschau, ein Wecker, von einem der renommiertesten argentinischen K\u00fcnstler, Jorge Macchi, geschaffen wurde. Macchi (43) hat ein beeindruckendes Werk und Lebenslauf vorzuweisen, u.a. wurde er vom argentinischen Au\u00dfenministerium ausgew\u00e4hlt, auf der diesj\u00e4hrigen Biennale von Venedig sein Land zu vertreten.<\/p>\n<p>Uhrzeiger und Weckzeit zeigen die 5 an (Zahl der Festivals); statt Ziffern stehen die Worte \u201eFestival Internacional de Buenos Aires\u201c im Uhrzeigersinn geschrieben; der Sekundenzeiger ist schon vorger\u00fcckt und steht auf dem \u201eF\u201c von \u201eFestival\u201c, als ob der Beginn ganz kurz bevorst\u00fcnde. In einem Innenkreis sind die Unterbegriffe \u201eTeatro\u201c (Theater), \u201eDanza\u201c (Tanz), \u201eM\u00fasica\u201c (Musik) und \u201eArtes Visuales\u201c (Bildende Kunst) &#8211; die Inhalte des Festivals &#8211; zu lesen.<\/p>\n<p>Im Programmheft des Festivals findet man als Design-Merkmal jeweils Ausschnitte des Macchi-Weckers in einem Kreis; die unterschiedlichen Ausschnitte beziehen sich auf die jeweiligen Sektionen. Auch Fotos zu den Veranstaltungen oder Portr\u00e4ts von Theaterleuten, die Workshops erteilen, befinden sich in Kreisen &#8211; ein wirkungsvoller Trick, der dem gesamten Programmheft einen edlen, durchgestylten Anstrich gibt, obwohl es beileibe kein Hochglanzprodukt ist, sondern auf Altpapier und mit billigen Mitteln hergestellt ist.<\/p>\n<p>Mit Sicherheit kann man auch auf das Festival selbst schlie\u00dfen und wie immer auf edles Understatement hoffen: Inhalt vom Feinsten, ohne protzen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Kunstaktionen wie Installationen und Interventionen werden bei dieser 5. Ausgabe des Festivals zum ersten Mal mit ins Programm aufgenommen. \u201eDie Linie zwischen den einzelnen Disziplinen verwischt immer mehr\u201c, betonte die Direktorin des Festivals, Graciela Casab\u00e9. Die Kunstaktionen seien im Gegensatz zu den internationalen und nationalen Theater-, Tanz- und Musikdarbietungen, f\u00fcr die man Karten kaufen (bzw. abholen) muss, f\u00fcr jeden zug\u00e4nglich, auch f\u00fcr solche Menschen, die vielleicht gar nicht w\u00fcssten, dass ein Theaterfest in der Stadt stattfindet und die zuf\u00e4llig dar\u00fcber stolperten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/antia3.JPG\" alt=\"\" align=right hspace=5 \/>Eine solche \u00dcberraschung kann der nichtsahnende Spazierg\u00e4nger, Tourist, Gesch\u00e4ftsmann\/frau oder Banker zum Beispiel zwischen dem 12. und 18. September auf der Plaza de Mayo erleben: Wenn der Wettergott gn\u00e4dig ist, ist dort sieben Tage lang ununterbrochen die Installation \u201eAntia\u00e9reos\u201c zu sehen. Aber man muss schon nach oben schauen, in den Himmel: Dort sollen in verschiedenen H\u00f6hen 18 zeppelin\u00e4hnliche Luftschiffe schweben, die an die Tatsache erinnern, dass einige St\u00e4dte sich im Zweiten Weltkrieg mit solchen sch\u00fctzenden Flugger\u00e4ten vor Bombenangriffen zu verstecken suchten. Auch die Plaza de Mayo, der zentralste Ort der argentinischen Geschichte, war vor 50 Jahren (am 16. Juni 1955) Ziel eines Bombardements, das gegen General Per\u00f3n gerichtet war und viele unschuldige Menschenleben forderte. \u201eAntia\u00e9reos\u201c ist eine Arbeit des argentinischen K\u00fcnstlers Gabriel Valansi, der als einer von vier Projektleitern (unter 25 eingereichten Vorschl\u00e4gen) ausgew\u00e4hlt und zur Teilnahme am Festival eingeladen wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/tert4.JPG\" alt=\"\" align=left hspace=5 \/>Ein weiterer symboltr\u00e4chtiger Ort in Buenos Aires ist der Friedhof Recoleta, eine Totenstadt, deren mit Engeln, Kuppeln und Fresken reich verzierte Mausoleen die Namen von bedeutenden Familien tragen, die die Geschichte Argentiniens gepr\u00e4gt haben. Der Recoleta-Friedhof wird am 19., 20. und 21. September jeweils von 20 bis 23 Uhr Schauplatz der n\u00e4chtlichen Veranstaltung \u201eTertulia\u201c, eine visuelle und Klang-Installation unter der Leitung des Musikers Nicol\u00e1s Verchausky und des K\u00fcnstlers Eduardo Molinari. Mit ihrem Werk wollen die beiden eine parallel ablaufende Zeit erzeugen, in der die Erinnerung eine neue Bedeutung erlangt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/pizzur2.JPG\" alt=\"\" align=right hspace=5 \/>Die Mega-Intervention \u201ePizzurno pixelado\u201c von der Choreographin und Videok\u00fcnstlerin Margarita Bali wird &#8211; wohl aufgrund des technischen Aufwands &#8211; nur an einem Tag gezeigt, am 10. September um 20 Uhr (mit Wiederholung um 22 Uhr). Auf die Fassade des Erziehungministeriums \u201ePalacio Pizzurno\u201c werden digitale Bilder, Videos und Schriftzeichen projiziert, dazu h\u00f6rt man von Jorge Sad eigens f\u00fcr die Aktion komponierte Musik. So soll ein \u201eTraum-Geb\u00e4ude\u201c erstehen, dessen architektonisches Ger\u00fcst auf phantasievolle Weise mutiert, w\u00e4hrend digital erschaffene Figuren es erklettern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/marea2.JPG\" alt=\"\" align=left hspace=5 \/>Das vierte Projekt, \u201eLa marea\u201c, stammt von Mariano Pensotti, und wird am 16., 17. und 18. September von 21-23 Uhr in dem Str\u00e4\u00dfchen \u201ePasaje Rivarola\u201c durchgef\u00fchrt. Pensotti hat eine Art virtuellen Menschen-Zoo erdacht: In neun Bereichen der Stra\u00dfe kann man Personen (Schauspieler) bei verschiedenen T\u00e4tigkeiten beobachten, die reell wirken k\u00f6nnen oder offensichtlich \u201eunecht\u201c sind, kurz oder l\u00e4nger andauern. Die Situationen werden \u201eohne Ton\u201c gezeigt, aber der Zuschauer kann anhand von Untertiteln verfolgen, was die jeweilige Person gerade denkt, oder etwas \u00fcber ihre \u201eLebensgeschichte\u201c erfahren. Pensotti schafft eine Bewusstseinsstrom-Erz\u00e4hlweise, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinanderflie\u00dfen.<\/p>\n<p><em>Der Artikel erschien am 6.8.2005 im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221;.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano. Macchi-Wecker und \u201eProyecto Cruce\u201c &#8211; vier Arbeiten argentinischer K\u00fcnstler Von Susanne Franz Der Countdown l\u00e4uft: Am 7. September beginnt das 5. Internationale Theaterfestival von Buenos Aires (bis 26. September), das in diesem Jahr stark von der Kunst gepr\u00e4gt sein wird. 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