{"id":1614,"date":"2008-10-29T09:02:18","date_gmt":"2008-10-29T12:02:18","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/10\/29\/pragmatisch-und-romantisch\/"},"modified":"2008-10-25T12:37:00","modified_gmt":"2008-10-25T15:37:00","slug":"pragmatisch-und-romantisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/10\/29\/pragmatisch-und-romantisch\/","title":{"rendered":"Pragmatisches und romantisches Werk"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ingo G\u00fcnther ist im Rahmen des MEACVAD08 am Donnerstag und Freitag im Goethe-Institut<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image1613\" alt=Ingo2.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/Ingo2.jpg\" \/><\/p>\n<p>Im Rahmen von MEACVAD08 wird der deutsche K\u00fcnstler Ingo G\u00fcnther eine Anthologie seines Werks pr\u00e4sentieren. Auf eine gewisse Art und Weise ist Ingo G\u00fcnther unerreichbar. Sein Name erscheint nur selten in Anthologien der Kunst- und Medientheorie, daf\u00fcr aber an anderen, unerwarteten Orten: bei der Konferenz der kambodschanischen Universit\u00e4t von Phnom Phen, an der naturwissenschaftlichen Akademie Wien oder bei einer UN-Konferenz \u00fcber den Klimawandel. Dieser K\u00fcnstler (aber auch Dozent an vielen wichtigen Universit\u00e4ten, Journalist, Leiter einer Agentur f\u00fcr die Erfassung von Satellitendaten und Moderator des japanischen TV Senders NHK) war n\u00e4mlich einer der ersten, der die globalen Kommunikationsmedien in seine allt\u00e4gliche Arbeit integrierte &#8211; ein Botschafter der ver\u00e4nderten Lebensumst\u00e4nde, der unter anderem bei Joseph Beuys und Nam Jun Paik studierte.<\/p>\n<p>Ingo G\u00fcnther wurde 1957 in Dortmund geboren und lebt heute haupts\u00e4chlich in New York. Er interessiert sich insbesondere f\u00fcr globale und politische Zusammenh\u00e4nge: \u201eJede Form von Politik ist ein Resultat von Netzen &#8211; die Polis ist eine Auspr\u00e4gung des Bewusstseins der Vernetzung.&#8221; Die Materie gilt als Luxus einiger weniger Reicher und das Netz als Ort, an dem sich der Rest austoben kann, Probleme, die den Planeten bedr\u00e4ngen, Spannung zwischen symbolischer Reichhaltigkeit und realer Knappheit.<\/p>\n<p>Als paradigmatischen Fall seines Werks, das \u00fcber die Grenzen der Kunst hinausgeht, kann man sein <a href=\"http:\/\/refugee.net\/\">Projekt Fl\u00fcchtlingsrepublik<\/a> bezeichnen, eine Stiftung, die auf der ganzen Welt Aktivisten f\u00fcr den ersten \u201esupranationalen und supraterritorialen Staat&#8221; sucht. G\u00fcnther schreibt: \u201eFl\u00fcchtlinge und Migranten sind keineswegs nur Problem, sondern auch L\u00f6sung, und in diesem Sinne Kapital. Als trans-globales Netz verstanden und mit einer eigenen Staatsform ausgestattet, sind Fl\u00fcchtlinge die besten Kandidaten, eine sozio\u00f6konomische und politisch-ideologische Avantgarde f\u00fcrs n\u00e4chste Jahrtausend zu werden.&#8221; Mehr Info <em><a href=\"http:\/\/www.republik.com\/\">hier<\/a><\/em>.<\/p>\n<p>Ingo G\u00fcnthers Werk erhielt mehrere Preise und wurde in den renommiertesten Kunstzentren der Welt ausgestellt: auf der Biennale in Venedig und Fukui in Japan, auf der documenta in Kassel, auf der Ars Electronica in Linz und der MultiMediale des deutschen Zentrums f\u00fcr Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe.<\/p>\n<p>Die Veranstaltungen (mit Simultan\u00fcbersetzung) finden am 30. und 31.10. um 21 Uhr im Goethe-Institut, Av Corrientes 319, statt. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ingo G\u00fcnther ist im Rahmen des MEACVAD08 am Donnerstag und Freitag im Goethe-Institut Im Rahmen von MEACVAD08 wird der deutsche K\u00fcnstler Ingo G\u00fcnther eine Anthologie seines Werks pr\u00e4sentieren. Auf eine gewisse Art und Weise ist Ingo G\u00fcnther unerreichbar. 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