{"id":17064,"date":"2013-09-25T16:47:07","date_gmt":"2013-09-25T19:47:07","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=17064"},"modified":"2013-10-05T16:54:20","modified_gmt":"2013-10-05T19:54:20","slug":"liebe-kollegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2013\/09\/25\/liebe-kollegen\/","title":{"rendered":"&#8220;Liebe Kollegen&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine m\u00f6gliche Rede des Papstes<\/p>\n<p><em>Von Friedbert W. B\u00f6hm<\/em><\/strong><\/p>\n<p>In wenigen Tagen wird Papst Franziskus sich mit acht repr\u00e4sentativen Kardin\u00e4len aus den f\u00fcnf Kontinenten zusammensetzen, um die Situation der Katholischen Kirche zu besprechen. Das folgende k\u00f6nnte ein Manuskript f\u00fcr seine Eingangsrede sein.<\/p>\n<p>&#8220;Liebe Kollegen,<\/p>\n<p>ich habe euch heute hierher gebeten, um ein Thema zu ergr\u00fcnden, dessen ersch\u00f6pfende Bearbeitung das so zahlreiche Gesamtgremium aller Kardin\u00e4le \u00fcberfordern w\u00fcrde. Es geht um eine Neuausrichtung unserer Kirche.<\/p>\n<p>Der geht es n\u00e4mlich gar nicht gut. Die illustrierten Gl\u00e4ubigen laufen uns weg. Und wir haben immer gr\u00f6\u00dfere Schwierigkeiten, Nachwuchs f\u00fcr unsere Priester zu erlangen.<\/p>\n<p>Ich w\u00e4re nicht Papst geworden, wenn ich nicht von der Notwendigkeit unserer Organisation als einem wichtigen Medium f\u00fcr gr\u00f6\u00dferen Frieden in der Welt \u00fcberzeugt w\u00e4re. Wir sind uns ja einig, dass die seit einigen tausend Jahren von b\u00e4rtigen Alten f\u00fcr die Bibel erz\u00e4hlten Geschichten nur der Bem\u00e4ntelung unserer Kernaussage f\u00fcr einfache Menschen dienen.<\/p>\n<p>Das Eigentliche, Wesentliche unser Mission, das, was wir allen anderen Religionen und Ideologien voraus haben, ist doch das christliche Mandat LIEBE DEINEN N\u00c4CHSTEN. Richtig interpretiert, ist dies eine Kampfansage an die nat\u00fcrliche Aggressivit\u00e4t aller Lebewesen, im Falle von uns Menschen die tiefe Ursache f\u00fcr Kriege, Rassismus, Fanatismus und k\u00f6rperliche oder wirtschaftliche Ausbeutung.<\/p>\n<p>Wie ich ja schon durch manche Aussagen und gegebene Interviews angedeutet habe, halte ich es f\u00fcr w\u00fcnschenswert, dass die Kirche Anstrengungen unternimmt, diese Kernaussage auf eine Weise zu verdeutlichen, die auch den illustrierten Teil der Menschheit wieder von ihrer spirituellen Kraft und ihrem guten Glauben \u00fcberzeugt. Dies wird eine m\u00e4hliche Angleichung unserer Traditionen, Regeln und Riten an die heutige Lebenswelt erfordern.<\/p>\n<p>Hierzu erbitte ich eure Vorschl\u00e4ge.&#8221;<\/p>\n<p>Wem die Diktion als zu einfach und geradlinig f\u00fcr einen Papst erscheint, der m\u00f6ge sich an folgende Begebenheit erinnern: Als Franziskus noch im G\u00e4stehaus des Vatikans logierte, traf er im Fahrstuhl unvermittelt mit einem der j\u00fcngsten Kardin\u00e4le zusammen, der, noch im Pulli, auf dem Weg zum Fr\u00fchst\u00fcck war. &#8220;Oh, Heiliger Vater&#8221;, sagte der Kardinal \u00fcberrascht. Und der Pabst antwortete: &#8220;Na, Heiliger Sohn&#8221;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine m\u00f6gliche Rede des Papstes Von Friedbert W. B\u00f6hm In wenigen Tagen wird Papst Franziskus sich mit acht repr\u00e4sentativen Kardin\u00e4len aus den f\u00fcnf Kontinenten zusammensetzen, um die Situation der Katholischen Kirche zu besprechen. 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