{"id":17544,"date":"2013-11-15T11:54:48","date_gmt":"2013-11-15T14:54:48","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=17544"},"modified":"2013-11-16T12:10:03","modified_gmt":"2013-11-16T15:10:03","slug":"neue-dimensionen-des-uberlebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2013\/11\/15\/neue-dimensionen-des-uberlebens\/","title":{"rendered":"Neue Dimensionen des \u00dcberlebens"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8220;Fase.05&#8221; beleuchtete die Beziehung von Mensch und Natur im technologisierten Alltag<\/p>\n<p><em>Von Janina Knobbe<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/vasen-mexico.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/vasen-mexico.jpg\" alt=\"vasen mexico\" width=\"500\" height=\"375\" class=\"aligncenter size-full wp-image-17546\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/vasen-mexico.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/vasen-mexico-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nUnter dem Motto &#8220;Met\u00e1foras de la superviviencia&#8221; &#8211; Metaphern des \u00dcberlebens zeigten nationale und internationale K\u00fcnstler in der Zeit vom 8. bis zum 11. November ihre Installationen, Projekte und Performances im Centro Cultural Recoleta. Das Motto des j\u00e4hrlich stattfindenden Events &#8220;Fase&#8221; machte auf die Intervention von neuen Technologien in unserem allt\u00e4glichen Leben aufmerksam und verdeutlichte an Hand der gezeigten Projekte, wie diese unseren Umgang mit globalen Problemen wie Umweltschutz, Klimawandel, Krise und Dekadenz beeinflussen. Beim Durchwandern der Ausstellungsr\u00e4ume wurde dem Besucher rasch eine kritische Haltung gegen\u00fcber aktuellen gesellschaftlichen und politischen Diskursen vermittelt.<\/p>\n<p>Die Installation eines K\u00fcnstlerkollektivs bestehend aus neun Studentinnen der Universidad Museo Social Argentino trat besonders hervor. Unter dem Titel &#8220;Refugio&#8221; zeigten die K\u00fcnstlerinnen einen quadratischen Raum, der aus wiederverwertbaren Materialien bestand, wobei es sich um gr\u00fcne Plastikt\u00fcten sowie Tetrabrik handelte. Der Innenraum des Quadrats war mit aneinander geklebten Plastikt\u00fcten ausgekleidet, wobei ein Foto von einem Wald in Misiones als Vorlage gedient hatte. Besucher konnten den Raum barfu\u00df betreten und dabei einen aus zerschnittenen Plastikt\u00fcten bestehenden Rasen unter ihren F\u00fc\u00dfen sp\u00fcren. Hinzu kamen die Ger\u00e4usche von Lastwagen, die M\u00fcll abladen, welche gespickt waren mit Vogelgezwitscher, um dem Besucher die Metamorphose unserer Natur zu verdeutlichen.<\/p>\n<p>Laut den K\u00fcnstlerinnen entstand die Idee durch das Nachsinnen \u00fcber den modernen Menschen in der Natur, welche laut Melisa Schmitz nicht mehr real ist, da die Natur allgegenw\u00e4rtig durch den Menschen beeinflusst wird. Dennoch f\u00fchlt sich der Mensch zur Natur hingezogen, was die K\u00fcnstlerinnen dazu veranlasste, eine artifizielle Natur aus nicht kommerziellen und recycelbaren Materialien zu konstruieren, um unsere &#8220;zeitgen\u00f6ssische Natur&#8221; zu veranschaulichen sowie der Notwendigkeit des Recycelns Nachdruck zu verleihen. Die Installation wurde begleitet von einem Video, das den sechsmonatigen Entstehungsprozess des &#8220;Naturquadrats&#8221; zeigte.<\/p>\n<p>Das Intermezzo von Natur und Technologie wurde auch durch das Ausstellungsobjekt der mexikanischen Botschaft unter dem Titel &#8220;Perejil buscando el sol&#8221; charakterisiert. Hierbei handelte es sich um zwei kleine Roboter in Form von Miniaturvasen, die, mit Solarzellen ausgestattet, jeweils ein Petersilienpfl\u00e4nzchen beherbergten. Unter einem Scheinwerfer bewegten sich die mit kleinen R\u00e4dern ausgestatteten Vasen nach dem k\u00fcnstlichen Sonnenlicht. Das Projekt verwies somit auf die Problematik urbaner Lebensr\u00e4ume, die den Menschen und auch Flora und Fauna neue Strategien des \u00dcberlebens abverlangt.<\/p>\n<p>Viele weitere Projekte zeigten ebenfalls die Entfremdung des Menschen von der Natur sowie den Wandel der Natur durch die Intervention von neuen Technologien. Aber auch zwischenmenschliche Themen wie h\u00e4usliche Gewalt oder die \u00dcberwachung des Menschen durch den Menschen mittels technischer Werkzeuge wie Kameras und Alarmanlagen wurden an Hand weiterer Ausstellungsobjekte thematisiert und auf k\u00fcnstlerischer Ebene veranschaulicht.<\/p>\n<p><strong>Foto:<\/strong><br \/>\nDie solarangetriebene Petersilie.<br \/>\n(Foto: Janina Knobbe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Fase.05&#8221; beleuchtete die Beziehung von Mensch und Natur im technologisierten Alltag Von Janina Knobbe Unter dem Motto &#8220;Met\u00e1foras de la superviviencia&#8221; &#8211; Metaphern des \u00dcberlebens zeigten nationale und internationale K\u00fcnstler in der Zeit vom 8. bis zum 11. November ihre Installationen, Projekte und Performances im Centro Cultural Recoleta. 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