{"id":181,"date":"2005-09-24T00:08:58","date_gmt":"2005-09-24T03:08:58","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2005\/09\/24\/himmel-voller-frieden\/"},"modified":"2010-11-07T18:09:33","modified_gmt":"2010-11-07T21:09:33","slug":"himmel-voller-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2005\/09\/24\/himmel-voller-frieden\/","title":{"rendered":"Himmel voller Frieden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Intervention \u201eAntia\u00e9reos\u201c von Gabriel Valansi<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Von Susanne Franz<\/strong><\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/Globos.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Es ist st\u00fcrmisch, und drohende graue Wolken bedecken den Himmel am Montag, dem 12. September. Auf der Plaza de Mayo herrscht dennoch wie immer Hochbetrieb zur Mittagszeit. Doch die Leute rennen nicht ganz so schnell wie sonst \u00fcber den Platz, denn heute ist etwas anders hier: 18 wei\u00dfe, jeweils sechs Meter lange Zeppeline sind auf dem Hauptplatz von Buenos Aires verteilt. Einige sind relativ dicht am Boden festgemacht, andere, die weiter oben in der Luft schweben, werden vom Wind arg hin- und hergesch\u00fcttelt. Dass dies eine Kunstaktion im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals ist, wissen nur die wenigsten, und das ist auch beabsichtigt: Kein Schild, keine Erkl\u00e4rung ist zu sehen, jedem Betrachter ist selbst \u00fcberlassen, was er mit seinem Eindruck anf\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Mit seiner Installation \u201eAntia\u00e9reos\u201c, die vergangene Woche im Rahmen der \u201eCruce\u201c-Projekte des Festivals lief, erinnerte der K\u00fcnstler Gabriel Valansi an den Bombenangriff auf die Plaza de Mayo am 16. Juni 1955, der gegen General Per\u00f3n gerichtet war und der viele unschuldige Menschenleben forderte. Und mit sogenannten \u201eAntia\u00e9reos\u201c, in verschiedenen H\u00f6hen \u00fcber zivilen Zielen angebrachten Luftschiffen, sch\u00fctzten sich einige St\u00e4dte im Zweiten Weltkrieg gegen Bombenangriffe. \u201eEinen Himmel voller Frieden\u201c habe er schaffen wollen, sagte der K\u00fcnstler im Gespr\u00e4ch mit einer argentinischen Zeitung. Dass wir in einer Welt leben, in der ein solcher heute so n\u00f6tig ist wie damals, wird jeden Tag deutlich, wenn wir die Schlagzeilen in den Zeitungen lesen.<\/p>\n<p>Vom hohen k\u00fcnstlerischen Anspruch wie vom positiven \u00dcberraschungseffekt auf die Stadt Buenos Aires ein gelungenes Kunstwerk, das im Betrachter viele Assoziationen weckt: angefangen bei der Schutzlosigkeit des Menschen, der sich mit seiner \u201etechnologischen \u00dcberlegenheit\u201c gegen drohende Gefahren zu wehren versucht, w\u00e4hrend schon die t\u00f6dliche Kraft eines Wirbelsturms ihn in mittelalterliche Zust\u00e4nde und primitive Umgangsweisen zur\u00fcckzuwerfen imstande ist.<\/p>\n<p><em>Der Artikel erschien am 24.9.05 im \u201eArgentinischen Tageblatt\u201c. <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Intervention \u201eAntia\u00e9reos\u201c von Gabriel Valansi Von Susanne Franz Es ist st\u00fcrmisch, und drohende graue Wolken bedecken den Himmel am Montag, dem 12. September. 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