{"id":1822,"date":"2009-07-01T07:30:31","date_gmt":"2009-07-01T10:30:31","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2009\/07\/01\/virtueller-galeriebesuch\/"},"modified":"2010-11-05T14:41:45","modified_gmt":"2010-11-05T17:41:45","slug":"virtueller-galeriebesuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2009\/07\/01\/virtueller-galeriebesuch\/","title":{"rendered":"Virtueller Galeriebesuch"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2009\/07\/01\/una-visita-a-la-galeria-virtual\/\">Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano.<\/a><\/p>\n<p><strong>Der Kunstexperte Santiago Bengolea entwickelte die erste Internet-Galerie<\/p>\n<p><em>Von Svenja Beller<\/em><\/strong><\/p>\n<div align=center><img decoding=\"async\" id=\"image1823\" alt=red.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/red.jpg\" \/><br \/>\n<em>&#8220;Red Galer\u00eda&#8221;: Die Illusion einer Galerie im Internet.<\/em><\/div>\n<p>Das Geb\u00e4ude ist wei\u00df und schlicht, an seiner Wand die Lettern \u201eRed Galer\u00eda\u201c. Tritt man durch die Glast\u00fcren, so findet man sich in der hellen Eingangshalle wieder: Geradeaus der Empfangstresen, zu den Seiten die Eing\u00e4nge zu den verschiedenen S\u00e4len, hinten links eine Treppe zum Auditorium und vorne die Rolltreppen in den Keller, wo sich das Archiv befindet. Eine ganz normale Galerie. Nicht ganz, denn diese Galerie findet man ausschlie\u00dflich in der virtuellen Welt, im Internet.<\/p>\n<p>Seit 2007 steht die \u201eRed Galer\u00eda\u201c im Netz und erfreut sich wachsender Besucherzahlen. Die Idee dazu hatte Santiago Bengolea. Er ist einer der Gr\u00fcnder der Kunststiftung \u201eProa\u201c und blickt auf 20 Jahre Erfahrungen im Kunstgesch\u00e4ft zur\u00fcck. Doch als \u201eProa\u201c seinen zehnten Geburtstag feierte und alles wunderbar funktionierte, da wurde ihm langweilig. Er machte sich auf die Suche nach etwas Neuem, entwickelte Ideen und verwarf sie wieder. Er suchte viel im Internet, und da kam ihm die Idee, die Kunst ins Internet zu bringen. Und zwar attraktiv. Er wollte keinen weiteren Blog, keine weitere seelenlose Seite, die im weltweiten Strom untergeht &#8211; ungesehen, unbeachtet. Es musste etwas noch nie Dagewesenes sein, etwas, das anders ist. Also entschied Bengolea sich dazu, nicht blo\u00df die Werke der K\u00fcnstler ins Internet zu stellen, sondern gleich die ganze Galerie, und das so real wie m\u00f6glich. \u201eEs ist die Illusion einer Galerie\u201c, charakterisiert er die \u201eRed Galer\u00eda\u201c. Acht Monate hat es gebraucht, um diese Idee in die Tat umzusetzen, dann feierte die Kunstgalerie ihre Er\u00f6ffnung. Sie hat sieben Tage die Woche 24 Stunden am Tag ge\u00f6ffnet, die Anreise ist einfach: Ein Klick gen\u00fcgt, und schon ist man mittendrin.<\/p>\n<p>Die Ausstellungen in den vier S\u00e4len und dem Auditorium wechseln st\u00e4ndig, wie in einer realen Galerie. Normalerweise gibt es ein Konzept, in welchen Raum Fotografie, junge Kunst, spezielle Projekte oder besondere Werke an den W\u00e4nden h\u00e4ngen. Doch Bengolea kostet die Flexibilit\u00e4t der elektronischen Welt aus: \u201eDer Vorteil eines virtuellen Orts ist, dass man ihn ver\u00e4ndern kann wie man will.\u201c Deswegen verteilt sich manchmal ein Projekt auf mehrere S\u00e4le, ungeachtet des urspr\u00fcnglichen Konzepts. Muss eine Ausstellung der n\u00e4chsten weichen, so verschwinden die Werke nicht unter staubigen T\u00fcchern. Man muss nur mit der Rolltreppe in das Archiv im Keller fahren, und schon findet man alle K\u00fcnstler, die jemals in der Galerie ausgestellt haben. \u201eJeder K\u00fcnstler hat seine kleine Seite\u201c, beschreibt Santiago Bengolea das Archiv.<\/p>\n<p>Was ist die Idee, die hinter all dem steckt? \u201eDie Galerie ist nicht kommerziell angelegt, vielmehr kulturell. Es soll ein Netz der Kunst entstehen, wie der Name schon sagt\u201c, erkl\u00e4rt Bengolea den entscheidenden Unterschied zu einer herk\u00f6mmlichen Galerie aus Stein und Glas. In der virtuellen Welt ist er nicht auf kleine R\u00e4umlichkeiten beschr\u00e4nkt, sein Archiv hat unbegrenzten Platz zum Wachsen, und zum Vernetzen. Im Moment beschr\u00e4nken sich die Ausstellungen auf argentinische K\u00fcnstler, aber das Projekt steckt ja auch noch in den Kinderschuhen. \u201eDie Galerie wird in Argentinien gemacht, ist aber offen f\u00fcr K\u00fcnstler aus anderen L\u00e4ndern\u201c, erl\u00e4utert der Gr\u00fcnder.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den Ausstellungsr\u00e4umen gibt es noch einen Blog, in dem unter anderem jeder Schritt dokumentiert wird, den \u201eRed Galer\u00eda\u201c macht. Wie zum Beispiel die physischen Projekte, die sich in der realen Welt abspielen, die man anfassen kann. Auch bei seinen realen Ausstellungen setzt Santiago Bengolea auf Originalit\u00e4t: Neben g\u00e4ngigen Galerien w\u00e4hlte er als Ausstellungsr\u00e4ume ein Hotel, eine Tierhandlung und eine Schwulendisco. Das ziehe anderes Publikum an, und das Unkonventionelle sorge immer f\u00fcr Aufmerksamkeit. So waren es dann auch die physischen Projekte, die dem virtuellen Projekt Publikum verschafften.<\/p>\n<p>Am Anfang litt die \u201eRed Galer\u00eda\u201c an Startschwierigkeiten und niedrigen Besucherzahlen. \u201eIch f\u00fchlte mich in der ersten Zeit ein bisschen allein, niemand hat mich und meine Idee verstanden\u201c, erinnert sich Direktor Bengolea. Doch heute floriert die Galerie, was nicht zuletzt an ber\u00fchmten Ausstellern wie Luis Felipe No\u00e9, Rogelio Polesello oder Marcia Schvartz liegen mag. Dieses Jahr war \u201eRed Galer\u00eda\u201c schon zum zweiten Mal mit einem Stand bei der Kunstmesse \u201earteBA\u201c vertreten und hat sich einen Namen in der Kunstszene gemacht. Dazu geh\u00f6ren neben der originellen Idee nat\u00fcrlich auch gute Kontakte, \u00fcber die Bengolea dank seiner langj\u00e4hrigen Erfahrungen im Gesch\u00e4ft zur Gen\u00fcge verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Mal sehen, welche \u00dcberraschungen er noch f\u00fcr die Welt der Kunst bereith\u00e4lt, wenn ihm das n\u00e4chste Mal langweilig wird.<\/p>\n<p>Eintritt in die Galerie <em><a href=\"http:\/\/www.redgaleria.com\/\">hier<\/a><\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano. Der Kunstexperte Santiago Bengolea entwickelte die erste Internet-Galerie Von Svenja Beller &#8220;Red Galer\u00eda&#8221;: Die Illusion einer Galerie im Internet. Das Geb\u00e4ude ist wei\u00df und schlicht, an seiner Wand die Lettern \u201eRed Galer\u00eda\u201c. 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