{"id":184,"date":"2005-09-24T00:12:15","date_gmt":"2005-09-24T03:12:15","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2005\/09\/24\/jetzt-und-hier\/"},"modified":"2006-07-29T15:12:46","modified_gmt":"2006-07-29T18:12:46","slug":"jetzt-und-hier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2005\/09\/24\/jetzt-und-hier\/","title":{"rendered":"Jetzt und Hier"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eArrabales del vac\u00edo\u201c von Thomas K\u00f6ner<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Von Susanne Franz<\/strong><\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/Koner.JPG\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>\u201eMein St\u00fcck lebt von der Geduld, von der Aufmerksamkeit, die der Zuschauer einbringt\u201c, sagt der deutsche K\u00fcnstler Thomas K\u00f6ner bei seinem Besuch in Buenos Aires. \u201eUnd ich freue mich, dass die Zuschauer hier diese Geduld mitbringen.\u201c K\u00f6ner, der vom Goethe-Institut und dem \u201eEspacio Fundaci\u00f3n Telef\u00f3nica\u201c eingeladen wurde, in der Sektion \u201ePresentado por&#8230;\u201c (\u201eVorgestellt von&#8230;\u201c) des V. Internationalen Theaterfestivals seine Klang- und Videoinstallation \u201eArrabales del vac\u00edo\u201c zu zeigen, hat sein 13-min\u00fctiges Werk gerade der Presse vorgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine Parabel \u00fcber Langsamkeit und Reflektion hat der 40-j\u00e4hrige K\u00fcnstler und Musiker 200 Fotos, die eine \u00dcberwachungskamera von einer Stra\u00dfenkreuzung in einem finnischen Ort aufgenommen hat, so montiert, dass der Betrachter die \u00dcberg\u00e4nge von einem zum anderen kaum wahrnehmen kann: Die Schneedecke auf den geparkten Autos und in den Stra\u00dfen w\u00e4chst unmerklich, nach und nach gehen die Lichter in den H\u00e4usern an, es wird langsam dunkel &#8211; es wird Nacht, in der Lichter und Schatten lebendig sind, und es wird wieder Tag.<\/p>\n<p>Die Installation gewinnt ihre suggestive Kraft vor allem durch die Klangkulisse, die K\u00f6ner geschaffen hat. Seine Erfahrung als Komponist von Filmmusik und als Live-Performer elektronischer Musik zur Begleitung von Stummfilmklassikern dient ihm dabei ebenso wie seine Eindr\u00fccke aus der Kindheit.<!--more-->\u201eIch bin in einem gro\u00dfen Industriegebiet aufgewachsen (dem Ruhrpott, Anm. der Red.)\u201c, erz\u00e4hlt er den Journalisten. \u201eDie Ger\u00e4usche, besonders nachts von der Autobahn, haben mich besonders stark beeinflusst.\u201c Kinderstimmen sind zu h\u00f6ren, aber kein Mensch ist in K\u00f6ners hypnotischem Werk zu sehen. Jeder Betrachter ist mit seinen Gedanken allein und ist gezwungen, sich Zeit f\u00fcr sie zu nehmen.<\/p>\n<p>\u201eIst es die Nacht, die kommt, oder die Nacht, die vergangen ist?\u201c, fragt eine Frau. Das m\u00fcsse jeder selbst entscheiden, sagt K\u00f6ner, und f\u00fcgt hinzu: \u201eIch glaube, dass es keine Zukunft gibt, dass alles jetzt ist. Die Bilder sind das Jetzt.\u201c<\/p>\n<p>K\u00f6ners Klang-Landschaft wird in K\u00fcrze auf der Biennale von Venedig in einem Theater ihre europ\u00e4ische Urauff\u00fchrung erleben.<\/p>\n<p><em>(Thomas K\u00f6ner, \u201eArrabales del vac\u00edo\u201c, Video- und Klang-Installation. Espacio Fundaci\u00f3n Telef\u00f3nica, Arenales 1540. Mo-Fr 14-20.30 Uhr. Au\u00dferdem wird hier die Ausstellung \u201eespacio real espacio imaginario\u201c, Fotos von Susanne Br\u00fcgger, Thomas Demand und Heidi Specker gezeigt. Seit 15. bzw. 16.9.)<\/em><\/p>\n<p><em>Der Artikel erschien am 24.9.05 im \u201eArgentinischen Tageblatt\u201c. <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eArrabales del vac\u00edo\u201c von Thomas K\u00f6ner Von Susanne Franz \u201eMein St\u00fcck lebt von der Geduld, von der Aufmerksamkeit, die der Zuschauer einbringt\u201c, sagt der deutsche K\u00fcnstler Thomas K\u00f6ner bei seinem Besuch in Buenos Aires. \u201eUnd ich freue mich, dass die Zuschauer hier diese Geduld mitbringen.\u201c K\u00f6ner, der vom Goethe-Institut und dem \u201eEspacio Fundaci\u00f3n Telef\u00f3nica\u201c eingeladen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-184","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tipp-der-woche-recomendacion-de-la-semana"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/184","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=184"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/184\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=184"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=184"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=184"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}