{"id":2010,"date":"2009-11-23T09:00:20","date_gmt":"2009-11-23T12:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2009\/11\/08\/volle-fahrt-voraus\/"},"modified":"2009-12-05T12:58:33","modified_gmt":"2009-12-05T15:58:33","slug":"volle-fahrt-voraus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2009\/11\/23\/volle-fahrt-voraus\/","title":{"rendered":"Volle Fahrt voraus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Fundaci\u00f3n Cultural Suizo Argentina wurde neu gegr\u00fcndet und hat jede Menge Pl\u00e4ne<\/p>\n<p><em>Von Susanne Franz<\/em><\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image2024\" alt=fcsa11.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/fcsa11.jpg\" align=left hspace=5 \/>Wenn die Schweizer etwas tun, dann machen sie es richtig. Als am 29. September 2009 in der eleganten Brasserie El Petanque in San Telmo mit dem Schweizer Frauentrio Artemis die offizielle Neugr\u00fcndung der \u201cFundaci\u00f3n Cultural Suizo Argentina\u201d gefeiert wurde, war dies keine Absichtserkl\u00e4rung &#8211; der Motor brummte bereits seit \u00fcber einem Jahr wieder&#8230;<!--more--><\/p>\n<p>Schon im Oktober 2008 war der Kulturstiftung mit der Kinder-Jazz &#038; Swing Bigband \u201cSwing Kids\u201d, die auf einer erfolgreichen Tournee durch Argentinien und Uruguay Begeisterungsst\u00fcrme ausl\u00f6ste, der erste gro\u00dfe Coup gelungen. Und im September\/Oktober 2009 holte die FCSA neben dem Artemis-Trio in Zusammenarbeit mit der Universidad Nacional San Mart\u00edn, dem C\u00edrculo de Bellas Artes in Madrid und der Le Corbusier-Stiftung in Paris die Ausstellung \u201cLe Poeme de l&#8217;Angle Droit\u201d von Le Corbusier ins Museo de Arte Decorativo &#8211; die erste derartige Schau au\u00dferhalb Europas.<\/p>\n<p>Die \u201cFundaci\u00f3n Cultural Suizo Argentina\u201d war 1988 gegr\u00fcndet worden, ebenso wie beim zweiten Anlauf auf Initiative des Schweizers Hans Steinmann, der auch heute Pr\u00e4sident der FCSA ist. Dass die erste Phase der Kulturstiftung 1997 auf Eis gelegt wurde, erkl\u00e4rt der Swissinvest-Chef in einem Interview damit, dass Argentinien zu dieser Zeit der Peso-Dollar-Parit\u00e4t einfach zu teuer war, als dass man Projekte h\u00e4tte durchf\u00fchren k\u00f6nnen. \u201cSo kam es zu fast 10 Jahren Standby\u201d, sagt Steinmann.<\/p>\n<p>Damals wie heute hatte die Stiftung zum Ziel, Schweizer Kultur in Argentinien zu f\u00f6rdern &#8211; und zwar landesweit f\u00fcr alle Schweizer Gemeinschaften &#8211; und auch argentinische Kultur in die Schweiz zu tragen. Da die Schweizer Botschaft zwar eine aktive Kulturabteilung hat, aber keine Mittel f\u00fcr die Kultur zur Verf\u00fcgung stellen darf, und die Schweizerisch-Argentinische Handelskammer in ihren Statuten die Wirtschafts- und nicht die Kulturf\u00f6rderung festgeschrieben hat, f\u00fcllt die \u201cFundaci\u00f3n Cultural Suizo Argentina\u201d damals wie heute die L\u00fccke der Finanzierung von Kulturprojekten &#8211; Musik, Tanz, Kunst, Architektur, Kino, Kochkunst, Traditionen, Landschaftspflege etc. Auch Wissenschaft und Bildung stehen auf der Agenda. \u201cNat\u00fcrlich in engster Zusammenarbeit mit Botschaft und Handelskammer\u201d, betont Hans Steinmann. Die Finanzierung sichert die Stiftung durch einen Kulturfonds, f\u00fcr den einmal j\u00e4hrlich Spendengelder eingenommen werden. Die Sponsoren &#8211; Schweizer und andere Firmen wie auch Privatpersonen &#8211; unterst\u00fctzen so die Arbeit der FCSA und zeigen zugleich ihr kulturelles Engagement z.B. durch ihre Logos auf Katalogen oder Einladungskarten.<\/p>\n<p>Der \u201cFundaci\u00f3n Cultural Suizo Argentina\u201d geht es aber nicht nur darum, m\u00f6glichst viele Aktivit\u00e4ten zu organisieren, ihr liegt an einer nachhaltigen Kulturf\u00f6rderung, die Sinn macht und in den K\u00f6pfen der Menschen fortwirkt.<\/p>\n<p>So wurde beispielsweise in der ersten Phase der Stiftung erreicht, dass der Kulturreferent der Schweizer Botschaft nicht mehr alle vier Jahre wechselte &#8211; gerade dann, wenn sich ein Mensch einen \u00dcberblick verschafft haben kann -, sondern dass eine feste Kraft sich um die kulturellen Belange k\u00fcmmert. \u201cDamit ist Kontinuit\u00e4t gew\u00e4hrleistet\u201d, sagt Hans Steinmann. Kulturreferentin Isabelle Petersen ist heute als Abgesandte der Botschaft auch in der Fundaci\u00f3n aktiv.<\/p>\n<p><em>Schlagkr\u00e4ftiges Team<\/em><\/p>\n<table align=right>\n<tr>\n<td align=center>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image2027\" alt=fcsa44.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/fcsa44.jpg\" \/><br \/>\n<em>Trio Artemis.<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Der Stiftungsrat, der sich einmal im Monat trifft und sonst per E-Mail kommuniziert, hat ohnehin eine sehr effektive Zusammensetzung. Das schlagkr\u00e4ftige Team, in dem Talente vernetzt und sinnvoll koordiniert werden, besteht neben Pr\u00e4sident Hans Steinmann aus Ministerrat Eric Mayoraz, dem Stellvertreter der Schweizer Botschafterin und Ehrenpr\u00e4sidentin der Stiftung Carla del Ponte, Handelskammerpr\u00e4sident Alfredo Rodriguez, dem Vorstandsvorsitzenden der Schweizer Gemeinschaften in Argentinien N\u00e9stor O. Braillard, den Steinmann als den \u201cobersten lokalen Schweizer\u201d bezeichnet, Swiss Info-Journalistin Norma Dominguez sowie Anw\u00e4lten, Hotel- und Restaurantbesitzern, Eventmanagern und Repr\u00e4sentanten wichtiger Schweizer Firmen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr, dass alles geb\u00fcndelt wird und klappt, sorgt sehr effektiv die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Stiftung Corina Camenisch. Die 34-j\u00e4hrige Schweizerin lebt erst seit vier Jahren in Buenos Aires &#8211; was man ihr kaum glauben mag, da sie sich bereits wie ein \u201calter Hase\u201d im Kulturleben und mit den manchmal komplizierten Organisationswegen Argentiniens auskennt, die dem Schweizer Ordnungssinn sicher oft diametral entgegengesetzt scheinen. Camenisch kommt aus der Wirtschaft und macht gerade neben ihrem Job in der Stiftung ein Postgraduiertenstudium in Kulturmanagement.<\/p>\n<table align=left>\n<tr>\n<td align=center>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image2028\" alt=fcsa55.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/fcsa55.jpg\" \/><br \/>\n<em>Die Swing Kids.<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Neben Organisationstalent und Power bringt Corina unglaublichen Enthusiasmus f\u00fcr die Arbeit der Stiftung mit. Wenn Hans Steinmann und sie von den Swing Kids erz\u00e4hlen, strahlen ihre Augen. Besonders \u00fcber eine Begegnung der 11- bis 16-j\u00e4hrigen Big-Band-Mitglieder mit Kindern aus einer Villa Miseria, die in einem dortigen Kulturzentrum an einem Musikworkshop teilnehmen, war f\u00fcr beide ein unvergessliches Erlebnis. \u201cDie Schweizer Kinder hatten den Argentiniern Schokolade mitgebracht, und wir dachten, dass sie diese jetzt sofort aufessen w\u00fcrden\u201d, erz\u00e4hlt Corina. \u201cAber nein, sie haben darauf bestanden, mit den Schweizer Kindern zu teilen!\u201d Der Japaner Dai Kimoto, Bandleader der Swing Kids, war so beeindruckt und ger\u00fchrt, dass er am n\u00e4chsten Tag noch einmal in die Villa fuhr und eine pers\u00f6nliche Spende von 1000 Schweizer Franken \u00fcbergab. \u201cSolche Begegnungen wollen wir f\u00f6rdern!\u201d, sagt Corina. Die Swing Kids planen f\u00fcr Oktober 2010 schon ihren n\u00e4chsten Trip nach Argentinien.<\/p>\n<p><em>Lebendige Schweiz<\/em><\/p>\n<p>Ganz wichtig ist Camenisch, auf die Bed\u00fcrfnisse der Auslandsschweizer in Argentinien, die oft schon seit drei oder vier Generationen hier leben, einzugehen. \u201cDiesen Schweizern soll die Schweiz wieder n\u00e4hergebracht werden!\u201d, betont sie. Konzerttourneen wie die der Swing Kids oder des Trio Artemis gehen deshalb auch immer ins Landesinnere. Au\u00dferdem hat die FCSA in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Tourismusb\u00fcro f\u00fcr 2010 einen sehr sch\u00f6nen Kalender mit Schweizer Landschaften zusammengestellt. In folgenden Jahren sind andere Themen wie Z\u00fcge oder Sport vorgesehen. Der Kalender wird als Weihnachts-Promo zusammen mit dem Schweizer Kochbuch \u201cFondue, M\u00fcesli y mucho m\u00e1s de la cocina suiza\u201d verkauft, das typische Schweizer Rezepte aus den 26 Kantonen enth\u00e4lt. Auch den Umweltschutz forciert die Stiftung: Mit einer Stoff-Einkauftstasche, die das Schweizerkreuz und das flotte Logo der Stiftung (und des Sponsors K\u00fchne &#038; Nagel) zeigt, sagt die Fundaci\u00f3n der Plastikt\u00fctenplage in Argentinien den Kampf an.<\/p>\n<p>Viele Pl\u00e4ne gibt es f\u00fcr das Jahr 2010, wenn Argentinien den 200. Geburtstag seiner Staatsgr\u00fcndung feiert, viele davon sind aber noch nicht \u201cdruckreif\u201d. Fest steht, dass es ein spannendes Jahr mit vielen Events werden wird. Langfristiger plant die Stiftung die Gr\u00fcndung eines eigenen Jugend-Streichorchesters unter der Leitung der Schweizer Violinistin Sophie L\u00fcssie.<\/p>\n<p>Auf ein von der FCSA organisiertes Ereignis kann man sich sogar noch diesen November freuen: Am 25. und 26.11. tritt die in der Schweiz lebende argentinische Performancek\u00fcnstlerin Laura Kalauz mit ihrem St\u00fcck \u201cT\u00edtulo\u201d, das sie vor einigen Monaten als Work in Progress im Camar\u00edn de las musas pr\u00e4sentiert hatte, im Centro Cultural de la Cooperaci\u00f3n auf.<\/p>\n<p>N\u00e4heres erf\u00e4hrt man <a href=\"http:\/\/www.fcsa.org.ar\/\">auf der Webseite der Stiftung<\/a>.<\/p>\n<div align=center><img decoding=\"async\" id=\"image2023\" alt=FCSA1.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/FCSA1.jpg\" \/><br \/>\n<em>(v.l.n.r.:) Eric Mayoraz, Ministerrat, Isabelle Petersen, Kulturbeauftragte Schweizer Botschaft, Alfredo Rodriguez, Pr\u00e4sident Handelskammer Schweiz-Argentinien, Schweizer Botschafterin Carla Del Ponte, Corina Camenisch, Hans Steinmann.<\/em><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fundaci\u00f3n Cultural Suizo Argentina wurde neu gegr\u00fcndet und hat jede Menge Pl\u00e4ne Von Susanne Franz Wenn die Schweizer etwas tun, dann machen sie es richtig. 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