{"id":2034,"date":"2009-11-23T09:26:16","date_gmt":"2009-11-23T12:26:16","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2009\/11\/21\/domino-effekt-als-freiheitssymbol\/"},"modified":"2009-11-23T10:47:23","modified_gmt":"2009-11-23T13:47:23","slug":"domino-effekt-als-freiheitssymbol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2009\/11\/23\/domino-effekt-als-freiheitssymbol\/","title":{"rendered":"Domino-Effekt als Freiheitssymbol"},"content":{"rendered":"<p><strong>Buenos Aires feierte mit Berlin den 20. Jahrestag des Mauerfalls<\/p>\n<p><em>Von Marcus Christoph<\/em><\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image2047\" alt=umkippendesteine11.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/umkippendesteine11.jpg\" align=left hspace=5 \/>\u201cKultur rei\u00dft Mauern nieder.\u201d Unter diesem Motto hatten die deutsche Botschaft in Buenos Aires und das Kulturministerium der argentinischen Hauptstadt am 15. November eingeladen, um mit einer Gro\u00dfveranstaltung an den Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren zu erinnern. Hauptereignis war der Domino-Effekt, bei dem 224 gro\u00dfe, bemalte Styroporbl\u00f6cke auf der Avenida de Mayo nacheinander zu Fall gebracht wurden. Ein \u00e4hnliches Spektakel hatte es bereits wenige Tage zuvor am 9. November beim \u201cFest der Freiheit\u201d in Berlin gegeben. Buenos Aires als Partnerstadt der Spree-Metropole war aber weltweit die einzige Stadt, die den Domino-Effekt wiederholte.<!--more--><\/p>\n<p>Und die Veranstalter hatten Gl\u00fcck: W\u00e4hrend in Berlin Novemberregen die Szenerie beherrscht hatte, konnte das Event in der argentinischen Metropole bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel stattfinden. Das d\u00fcrfte zum guten Besucherzuspruch beigetragen haben. Die deutsche Botschaft sch\u00e4tzt die Zahl der Schaulustigen auf rund 15.000.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image2045\" alt=kindersteine11.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/kindersteine11.jpg\" align=right hspace=5 \/>Aus ihrer Mitte wurden 25 Kinder ausgesucht, die die Ehre hatten, den 2,50 Meter hohen Dominosteinen den ersten Sto\u00df zu geben. Diese kippten auf einer L\u00e4nge von rund 500 Metern dann auch \u201csauber\u201d der Reihe nach um. Die Bl\u00f6cke waren von Sch\u00fclern der Kunstschule \u201cManuel Jos\u00e9 de Labard\u00e9n\u201d sowie einiger hiesiger deutscher Schulen (Instituto Ballester, Goethe Schule, Temperley-Schule) mit Motiven bemalt worden, bei denen es um die Themen Frieden, Freiheit und V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung ging. Auf einigen waren deutsche und argentinische Farben zu sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image2044\" alt=redebotschafter11.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/redebotschafter11.jpg\" align=left hspace=5 \/>\u201cDer Domino-Effekt eignet sich, um den Fall der Mauer zu feiern, aber auch, um sich der Mauern zu vergegenw\u00e4rtigen, die noch niederzurei\u00dfen sind\u201d, meinte Hern\u00e1n Lombardi, der Kulturminister der Stadt Buenos Aires. Der deutsche Botschafter G\u00fcnter Knie\u00df blickte auf den 9. November 1989 als Tag der Freude zur\u00fcck. Er erinnerte aber auch daran, dass der 9. November in der deutschen Geschichte kein einfaches Datum ist. 1938 fand in Deutschland die Pogromnacht gegen die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung statt. Die Novemberrevolution (9. November 1918) und der Hitler-Ludendorff-Putsch (1923) komplettieren die Vielschichtigkeit des Datums. Vor diesem Hintergrund verzichtete man im Rahmen der Wiedervereinigung auch darauf, den 9. November als deutschen Nationalfeiertag zu bestimmen.<\/p>\n<p>Die Stadt Berlin war mit einer Abordnung vertreten, der auch Wolf K\u00fchnelt angeh\u00f6rte. Der K\u00fcnstler hatte die Idee, den Mauerfall mittels Dominosteinen darzustellen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image2052\" alt=buehne11.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/buehne11.jpg\" align=right hspace=5 \/>Der Domino-Effekt war begleitet von einem Kulturprogramm, f\u00fcr das die Veranstalter eigens eine B\u00fchne und eine Gro\u00dfleinwand aufgebaut hatten. Ensembles und Orchester der Musikhochschulen \u201cManuel de Falla\u201d und \u201cAstor Piazzolla\u201d waren f\u00fcr den musikalischen Rahmen zust\u00e4ndig. Das Repertoire reichte von Tango bis Beethoven. Die Stra\u00dfenkunstgruppe der st\u00e4dtischen Schauspielschule sorgte f\u00fcr zus\u00e4tzliche Unterhaltung.<\/p>\n<p>Die Dominosteine sollen nun in Museen und \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden der Stadt Buenos Aires ausgestellt werden. Zwei der Bl\u00f6cke gehen aber nach Berlin, um dort pr\u00e4sentiert zu werden. Im Gegenzug erh\u00e4lt die argentinische Metropole zwei der Dominosteine, die in Berlin verwendet wurden. Diese sollen an der Costanera Sur platziert werden.<\/p>\n<div align=center><img decoding=\"async\" id=\"image2046\" alt=steineaufaufgerichtet1.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/steineaufaufgerichtet1.jpg\" \/><br \/>\n<em>(Fotos: Marcus Christoph)<\/em><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buenos Aires feierte mit Berlin den 20. Jahrestag des Mauerfalls Von Marcus Christoph \u201cKultur rei\u00dft Mauern nieder.\u201d Unter diesem Motto hatten die deutsche Botschaft in Buenos Aires und das Kulturministerium der argentinischen Hauptstadt am 15. November eingeladen, um mit einer Gro\u00dfveranstaltung an den Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren zu erinnern. 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