{"id":20414,"date":"2014-12-26T15:17:59","date_gmt":"2014-12-26T18:17:59","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=20414"},"modified":"2015-01-03T15:18:36","modified_gmt":"2015-01-03T18:18:36","slug":"im-westen-was-neues-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2014\/12\/26\/im-westen-was-neues-2\/","title":{"rendered":"Im Westen was Neues"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fotoinstitution C|O Berlin findet neues Zuhause im Amerika Haus<\/p>\n<p><em>Von Nicole B\u00fcsing und Heiko Klaas<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/CO_Berlin1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/CO_Berlin1.jpg\" alt=\"CO_Berlin1\" width=\"500\" height=\"315\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20300\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/CO_Berlin1.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/CO_Berlin1-300x189.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nDas Berliner Amerika Haus in der Hardenbergstra\u00dfe, nur einen Steinwurf vom Bahnhof Zoo entfernt, ist ein symbolkr\u00e4ftiger Ort. Errichtet im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1957 von dem Berliner Architekten Bruno Grimmek im Auftrag der United States Information Agency, hatte es jahrzehntelang nur eine Aufgabe: Die Deutschen mit Hilfe von Ausstellungen, Konzerten, Filmabenden und einer umfangreichen Bibliothek mit Lesesaal mit der amerikanischen Kultur bekannt zu machen. 2006 wurde es geschlossen und dem Land Berlin \u00fcbereignet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/CO_Berlin10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/CO_Berlin10.jpg\" alt=\"CO_Berlin10\" width=\"250\" height=\"286\" class=\"alignright size-full wp-image-20306\" \/><\/a>Das lichte Geb\u00e4ude mit seiner modern gestalteten Mosaikfassade h\u00e4tte wohl noch lange leer gestanden, wenn nicht die Fotoinstitution C|O Berlin, die seit dem Jahr 2000 im ehemaligen Postfuhramt in Berlin-Mitte residierte und dort mit Ausstellungen renommierter Starfotografen und junger Talente Jahr f\u00fcr Jahr mehr als 100.000 Besucher anzog, 2012 ihren Mietvertrag verloren h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Auf der Suche nach einem neuen Standort stie\u00dfen die Macher von C|O Berlin auf das Amerika Haus und folgen damit einem Trend, der seit einigen Jahren in der deutschen Hauptstadt zu beobachten ist: die Renaissance des alten West-Berlin. Gleich um die Ecke wurden denkmalgesch\u00fctzte Geb\u00e4ude wie das Premierenkino Zoo Palast und der Gesch\u00e4fts- und B\u00fcrokomplex Bikini-Haus in den letzten Monaten mit gro\u00dfem Aufwand und viel Liebe zum Detail wiederer\u00f6ffnet. Jetzt also auch das Amerika Haus.<\/p>\n<p>Das Architektenteam stand vor keiner leichten Aufgabe. Durch zahlreiche Um- und Einbauten, abgeh\u00e4ngte Decken und unansehnliche Bodenbel\u00e4ge war das urspr\u00fcngliche Flair der filigranen 1950er-Jahre-Architektur verloren gegangen. Jetzt &#8211; nach fast zwei Jahren Bauzeit &#8211; wirkt der Komplex wieder licht und transparent wie am ersten Tag. Was man auf den ersten Blick nicht sieht, ist der technische Aufwand, der betrieben werden musste, um einen zeitgem\u00e4\u00dfen Museumsbetrieb zu garantieren, der auch anspruchsvollste internationale Leihgeber \u00fcberzeugt. Brandschutz, Klima- und Sicherungstechnik sind auf dem neuesten Stand. Mit 2300 Quadratmetern Ausstellungsfl\u00e4che ist C|O Berlin jetzt sogar noch rund 20 Prozent gr\u00f6\u00dfer als am alten Ort.<\/p>\n<p>Zum Einstand zeigt das als gemeinn\u00fctzige Stiftung gef\u00fchrte Ausstellungshaus gleich vier Ausstellungen. Als Hommage an den Geist des Ortes darf die Schau \u201eIch war verliebt in diese Stadt\u201c mit 100 zwischen 1956 und 1963 entstandenen Aufnahmen des 1931 geborenen amerikanischen Fotografen Will McBride verstanden werden. Seine Fotografien zeigen Tr\u00fcmmerfrauen und Kriegsversehrte ebenso wie das neue Lebensgef\u00fchl einer von der Schwere der NS-Zeit befreiten lebenslustigen Jugend.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/CO_Berlin6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/CO_Berlin6.jpg\" alt=\"USA. New York City. 1957. A Llama in Time Square.\" width=\"500\" height=\"388\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20303\" \/><\/a><br \/>\nDie zweite gro\u00dfe Er\u00f6ffnungsschau \u201eMagnum. Contact Sheets. The Photographer\u2019s Choice\u201c widmet sich den mit Markierungen und Notizen versehenen Original-Kontaktb\u00f6gen und damit einem fotohistorischen Roh- und Quellenmaterial, das im Zeitalter der Digitalfotografie obsolet geworden ist. Ikonische Bilder von weltber\u00fchmten Fotografen wie Robert Capa, Elliott Erwitt, Marc Riboud oder Thomas Hoepker werden im Kontext jener Aufnahmen pr\u00e4sentiert, die unmittelbar davor und danach entstanden sind aber wieder verworfen wurden. Der Betrachter wird hier zum unmittelbaren Zeugen des kreativen Auswahlprozesses im Fotolabor.<\/p>\n<p>Eine kleinere Ausstellung zur \u00c4sthetik des Fotoautomaten und eine Werkschau der 32-j\u00e4hrigen Leipziger Newcomerin Luise Schr\u00f6der runden das ebenso vielf\u00e4ltige wie gelungene Er\u00f6ffnungsprogramm ab.<\/p>\n<ul>\n<li>Neuer\u00f6ffnung: C\/O Berlin im Amerika Haus<\/li>\n<li>Ort: Berlin, Hardenbergstra\u00dfe 22-24<\/li>\n<li>Zeit: 31. Oktober 2014 bis 16. Januar 2015. T\u00e4glich 11-20 Uhr<\/li>\n<li>Kataloge:Magnum Contact Sheets\/Kontaktb\u00f6gen, Schirmer\/Mosel Verlag, 524 S., 49,80 Euro<br \/>\nWill McBride, Berlin im Aufbruch, Lehmstedt Verlag, 168 S., 29,90 Euro<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.co-berlin.org\/\">Internet<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Fotos von oben nach unten:<\/strong><br \/>\nC|O Berlin: Flaschenspiele im Strandbad Wannsee, 1958.<br \/>\n(\u00a9 Will McBride)<\/p>\n<p>C|O Berlin: Au\u00dfenaufnahme Amerikahaus.<br \/>\n(\u00a9 David von Becker)<\/p>\n<p>C|O Berlin: Magnum Contact Sheets: Inge Morath, A Llama in Times Square, New York, USA, 1957.<br \/>\n(Foto: Magnum Photos)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fotoinstitution C|O Berlin findet neues Zuhause im Amerika Haus Von Nicole B\u00fcsing und Heiko Klaas Das Berliner Amerika Haus in der Hardenbergstra\u00dfe, nur einen Steinwurf vom Bahnhof Zoo entfernt, ist ein symbolkr\u00e4ftiger Ort. 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