{"id":20515,"date":"2015-01-26T19:20:14","date_gmt":"2015-01-26T22:20:14","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=20515"},"modified":"2015-01-30T19:24:05","modified_gmt":"2015-01-30T22:24:05","slug":"pedro-lemebel-gestorben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2015\/01\/26\/pedro-lemebel-gestorben\/","title":{"rendered":"Pedro Lemebel gestorben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Schillernde Pers\u00f6nlichkeit der chilenischen Kulturszene<\/p>\n<p><em>Von Michaela Ehammer<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/pedro_lemebel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/pedro_lemebel.jpg\" alt=\"pedro_lemebel\" width=\"250\" height=\"166\" class=\"alignright size-full wp-image-20518\" \/><\/a>Der chilenische Theaterk\u00fcnstler und Schriftsteller Pedro Segundo Mardones Lemebel, besser bekannt als Pedro Lemebel, ist am 23. J\u00e4nner 2015 nach einem langen und schweren Kampf gegen Kehlkopf-Krebs von uns gegangen. Er war wohl der einzige chilenische Schriftsteller, der Make-up und High Heels trug, zumindest in der \u00d6ffentlichkeit. Dieser Stil war Teil seines rebellischen Geistes und diente als Instrument, mit Provokationen Anklage in der politischen Szene zu erheben. Dadurch wurde er erfolgreich und wohl zu einem der meistdiskutierten chilenischen Autoren.<\/p>\n<p>Lemebel machte aus seiner Homosexualit\u00e4t kein Geheimnis, auch nicht in Zeiten, wo dieses Thema noch klar als Tabu galt. Nicht zuletzt deshalb z\u00e4hlte er in seinem Heimatland zu den schillerndsten Figuren der Kulturszene.<\/p>\n<p>Am 21. November 1952 in Santiago de Chile als Sohn von Peter und Violett geboren, wuchs er buchst\u00e4blich als armer Junge am Rande einer Deponie auf. Als Kind hatte er nur begrenzten Zugang zu Bildung. Sp\u00e4ter besuchte er eine industrielle High School und danach die Universit\u00e4t von Chile und unterrichtete zun\u00e4chst als Lehrer f\u00fcr Bildende Kunst an zwei Gymnasien.<\/p>\n<p>Seine ersten systematischen Ans\u00e4tze zur Literatur traten in einem literarischen Workshop in den fr\u00fchen achtziger Jahren ein, wo er begann, Geschichten zu schreiben. Im Alter von 26 Jahren gewann er seinen ersten Preis in einem Literaturwettbewerb, dem folgten weitere Auszeichnungen wie der &#8220;Ibero-Amerikanische Literaturpreis Jos\u00e9 Donoso&#8221;. &#8220;Loco Af\u00e1n&#8221;(1996), &#8220;De Perlas y Cicatrices&#8221; (1998) und &#8220;Tengo miedo Torero&#8221; (2001) z\u00e4hlen wohl zu seinen bekanntesten Werken.<\/p>\n<p>In den 80er Jahren, noch zu Zeiten der Pinochet-Diktatur, gr\u00fcndete er gemeinsam mit Francisco Casas die Verbindung &#8220;Stuten der Apokalypse&#8221;, um mit Provokationen \u00f6ffentliche Veranstaltungen zu st\u00f6ren. Des Weiteren war der Freiheitsk\u00e4mpfer Mitautor des Satiremagazins &#8220;The Clinic&#8221;. Lemebel stand stets f\u00fcr eine Art &#8220;Andersartigkeit&#8221;. Nach der Diagnose Kehlkopf-Krebs im Jahre 2012, die ihm auch das Sprechen verbot, ist seine Stimme nun jedoch f\u00fcr alle Zeiten erloschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schillernde Pers\u00f6nlichkeit der chilenischen Kulturszene Von Michaela Ehammer Der chilenische Theaterk\u00fcnstler und Schriftsteller Pedro Segundo Mardones Lemebel, besser bekannt als Pedro Lemebel, ist am 23. J\u00e4nner 2015 nach einem langen und schweren Kampf gegen Kehlkopf-Krebs von uns gegangen. Er war wohl der einzige chilenische Schriftsteller, der Make-up und High Heels trug, zumindest in der \u00d6ffentlichkeit. 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