{"id":21138,"date":"2015-04-29T14:09:10","date_gmt":"2015-04-29T17:09:10","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=21138"},"modified":"2015-04-30T14:15:26","modified_gmt":"2015-04-30T17:15:26","slug":"das-war-bafici-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2015\/04\/29\/das-war-bafici-2015\/","title":{"rendered":"Das war BAFICI 2015"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Gewinner, die Stars und die Fakten<\/p>\n<p><em>Von Michaela Ehammer<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/bafici.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/bafici.jpg\" alt=\"bafici\" width=\"500\" height=\"281\" class=\"aligncenter size-full wp-image-21142\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/bafici.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/bafici-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nGlamour\u00f6se Filme, jede Menge nationaler und internationaler Stars und stetes Blitzlichtgewitter der Fotografen &#8211; so wie es die Filmhochburg Hollywood jeden Tag erlebt, war auch Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires 11 Tage lang im Festival- und Filmfieber gefangen. Doch jetzt ist der Marathon und Wettbewerb der Filme vorbei. Das Resultat kann sich sehen lassen:<\/p>\n<p>1172 Funktionen in diversen Veranstaltungss\u00e4len, 10 Open-Air-Veranstaltungen im Anfiteatro des Parque Centenario, spezielle Gratis-Veranstaltungen, 35 Gespr\u00e4che mit Regisseuren, Schauspielern und anderen Pers\u00f6nlichkeiten, mehrere Diskussionsforen, 5 Ausstellungen rund um die Welt der Filme und des Kinos und Besuche internationaler Gr\u00f6\u00dfen und solcher, die sich durch das Festival einen Namen machen konnten.<\/p>\n<p>140 internationale eingeladene G\u00e4ste, darunter Schauspielerin Isabelle Huppert und Filmregisseurin Pascale Ferran, beide aus dem Gastland Frankreich, sowie Robert Trujillo, Bassist der weltweit bekannten US-amerikanischen Metalband &#8220;Metallica&#8221;, neben weiteren zahlreichen G\u00e4sten nahmen gemeinsam mit 380.000 Kinobesuchern, die f\u00fcr eine Auslastung von 85% sorgten, an der 17. Edition des &#8220;Buenos Aires Festival Internacional de Cine Independiente&#8221; teil, um einige der \u00fcber 400 Filme aus insgesamt 37 L\u00e4ndern zu bewundern und zu bestaunen.<\/p>\n<p>Ein ganz besonderes Highlight waren auch die 10 deutschprachigen Beitr\u00e4ge aus der wilden, starken und glanzvollen \u00c4ra w\u00e4hrend der Weimarer Republik (1918-1933). Gepr\u00e4gt von der Wirtschaftskrise bl\u00fchte das kulturelle Interesse in dieser Zeit jedoch enorm auf. Fritz Lang mit seinen \u201cDr. Mabuse\u201d-Filmen ist nur eines von vielen Beispielen aus dieser aufstrebenden Zeit und bis heute noch gilt der Weimar-Zyklus als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Filmepochen.<\/p>\n<p>Neben zahlreichen filmischen Highlights sorgten auch Live-Konzerte, wie etwa von Karin Lechner und Natasha Binder im Teatro Col\u00f3n, f\u00fcr kulturelle Abwechslung und rundeten so das umfangreiche BAFICI-Angebot ab. Die beiden Pianistinnen sind gleichzeitig auch jene Protagonisten des Schlussfilms &#8220;La Calle de los Pianistas&#8221; vom argentinischen Regisseur Mariano Nante, der uns einen Einblick in das ruhmreiche Leben einer Musikerfamilie um den ber\u00fchmten Antonio De Raco gew\u00e4hrte.<\/p>\n<p>Und vergangenen Freitag wurden dann die strahlenden Sieger gek\u00fcrt, einige davon sind: &#8220;Court&#8221; vom indischen Regisseur Chaitanya Tamhane, der sich in der Kategorie &#8220;Bester internationaler Film&#8221; gegen seine 17 Konkurrenten durchsetzen konnte. Ein Drama aus dem Jahre 2014, das die Geschichte eines Folks\u00e4ngers erz\u00e4hlt, der auf der Anklagebank sitzt, da er in seinen Liedern Menschen zum Selbstmord zu bewegen versucht. Der Preis f\u00fcr den besten Regisseur in der gleichen Kategorie ging an den Israeli Nadav Lapid f\u00fcr seinen Film &#8220;The Kindergarten Teacher&#8221;.<\/p>\n<p>&#8220;Bester argentinischer Film&#8221; darf sich der Beitrag &#8220;La Princesa de Francia&#8221; von Mat\u00edas Pi\u00f1eiro nennen, als &#8220;Bester Regisseur&#8221; in derselben Kategorie wurde Jos\u00e9 Celestino Campusano f\u00fcr seinen Film &#8220;Placer y Martirio&#8221; ausgezeichnet. Der Film &#8220;Idilio&#8221; von Nicol\u00e1s Aponte Arag\u00f3n Gutter erhielt eine spezielle Erw\u00e4hnung. Sein Film erz\u00e4hlt in \u00fcberaus witzigen und fesselnden Dialogen von den unz\u00e4hligen Phasen der Liebe: Vom heiteren Verliebtsein \u00fcber vergossene Tr\u00e4nen bis hin zum totalen Herz-Schmerz-Ende. Der Schwarz-Wei\u00df-Effekt und die pr\u00e4zise gew\u00e4hlten Nahaufnahmen der Protagonisten, welche zu 95 % aus einer einzigen Schauspielerin bestehen, sowie die ausdrucksstarke Musik verleihen dem Film eine ganz pers\u00f6nliche Note. Eine Geschichte \u00fcber die Sonnenseiten und das Leiden der Liebe, mit denen sich wohl ein jeder von uns zumindest einmal im Leben schon identifizieren konnte und die vielleicht gerade deshalb so viel Anklang beim Publikum fand.<\/p>\n<p>&#8220;Over the Years&#8221; vom \u00d6sterreicher Nikolaus Geyrhalter gewann den Preis &#8220;Bester Film &#8211; Kategorie Menschenrechte&#8221;. Eine \u00fcber 3-st\u00fcndige Dokumentation mit Schauplatz Schrems in Nieder\u00f6sterreich erz\u00e4hlt von einer Textilfabrik, die auf eine lange Geschichte zur\u00fcckblickt, jedoch seit Jahren gegen den drohenden Konkurs ank\u00e4mpft. Der Dokumentarfilm zeigt die Entwicklungen \u00fcber einen Zeitraum von \u00fcber zehn Jahren und schildert dabei das Schicksal einzelner Arbeiter: das ungewisse Arbeiten zwischen Hoffen, Bangen und Warten, das sich bald schon als eine Art Normalit\u00e4t erweist. Manche verlieren ihre Jobs, manche von ihnen finden neue Arbeit, aber allen ist bewusst, dass sie in einem Industriezweig arbeiten, der endg\u00fcltig zu verschwinden droht.<\/p>\n<p>Aber auch das Publikum konnte f\u00fcr seine Lieblingsfilme mitvoten. So wurde der Publikumspreis an die Filme &#8220;Theeb&#8221; von Naji Abu Nowar (Bester Ausl\u00e4ndischer Film), &#8220;Poner al Rock de Moda&#8221; von Santiago Charriere (Bester argentinischer Film) und &#8220;Ast\u00e9rix et le domaine des dieux&#8221; von Alexandre Astier und Louis Clichy (Bester BAFICITO-Beitrag) vergeben.<\/p>\n<p>Das Festival &#8220;BAFICI&#8221; hat sich seit seiner Premiere 1999 zu einem j\u00e4hrlichen Fixpunkt f\u00fcr Kinobegeisterte etabliert und ist Jahr f\u00fcr Jahr ein gro\u00dfes St\u00fcck durch die Liebe und Leidenschaft der zahlreichen Filmliebhaber gewachsen. Menschen aus der ganzen Welt vereinen sich, um f\u00fcr ein paar Stunden gemeinsam zu lachen, weinen, tr\u00e4umen, staunen und nachzudenken. Ganz nach den Worten Steven Spielbergs, der sagt, das Kino sei ein Vorwand, sein eigenes Leben ein paar Stunden lang zu verlassen. Und so wird Argentiniens Hauptstadt auch im n\u00e4chsten Jahr wieder in ein Meer aus Blitzlichtern eintauchen, von zahlreichen filmischen Gr\u00f6\u00dfen \u00fcberstr\u00f6mt werden, und es wird hei\u00dfen: Klappe zu, Vorhang auf, Film ab!<\/p>\n<p><strong>Foto:<\/strong><br \/>\n11 Tage Filmfieber: BAFICI war ein voller Erfolg.<br \/>\n(Foto: Michaela Ehammer)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gewinner, die Stars und die Fakten Von Michaela Ehammer Glamour\u00f6se Filme, jede Menge nationaler und internationaler Stars und stetes Blitzlichtgewitter der Fotografen &#8211; so wie es die Filmhochburg Hollywood jeden Tag erlebt, war auch Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires 11 Tage lang im Festival- und Filmfieber gefangen. 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