{"id":21680,"date":"2015-06-20T18:35:19","date_gmt":"2015-06-20T21:35:19","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=21680"},"modified":"2015-06-20T18:35:19","modified_gmt":"2015-06-20T21:35:19","slug":"musik-aus-dem-exil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2015\/06\/20\/musik-aus-dem-exil\/","title":{"rendered":"Musik aus dem Exil"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine Hommage an das Leben und Werk von Paul Walter Jacob<\/p>\n<p><em>Von Meike Lohmann<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/tapa.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/tapa.jpg\" alt=\"Como vino la mano - CS6 Editable 04\" width=\"250\" height=\"371\" class=\"alignright size-full wp-image-21681\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/tapa.jpg 250w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/tapa-202x300.jpg 202w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Die Musik war seine gro\u00dfe Leidenschaft. Anfang des letzten Jahrhunderts, als Kind einer Arbeiterfamilie in Duisburg geboren, begann Paul Walter Jacob fr\u00fch, sich f\u00fcr Musik zu interessieren. Nach der Schule studierte er, gegen den Wunsch seines Vaters, an der Kunsthochschule Berlin und arbeitete als Schauspieler und Regisseur mit verschiedenen Opern-Ensembles im Ruhrgebiet. Verfolgt von den Nazis floh er 1939 nach Argentinien ins Exil. Nur ein Jahr sp\u00e4ter gr\u00fcndete er die &#8220;Freie Deutsche B\u00fchne&#8221;, das zu dieser Zeit einzige deutsche Theater im Exil. Daneben begann er auch f\u00fcr das &#8220;Argentinische Tageblatt&#8221; zu schreiben.<\/p>\n<p>Jacob setzte sich f\u00fcr den Erhalt und die Aufzeichnungen der durch die Nazionalsozialisten verbotenen Musiker wie Mendelssohn Bartholdy, Mahler oder Schoenberg und deren St\u00fccke ein. Die von ihm ins Leben gerufene Konferenz &#8220;Verbotene Musik&#8221; war einer der wenigen Versuche, das Thema w\u00e4hrend des Hitler-Regimes in die \u00d6ffentlichkeit zu bringen. Einige Jahre nach Ende des Krieges kehrte Jacob zur\u00fcck nach Deutschland, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1977 blieb.<\/p>\n<p>Das im Mai erschienene Buch &#8220;Paul Walter Jacob y las m\u00fasicas prohibidas durante el nazismo&#8221; ehrt Leben und Werk des K\u00fcnstlers, der nicht nur Musiker und Schauspieler, sondern auch Rebell und Freiheitsk\u00e4mpfer war. Die Autoren Silvia Glocer, Doktorin der Kunstgeschichte an der UBA, und Robert Kelz, Professor der Germanistik an der Universit\u00e4t von Memphis, vereinen die Geschichten eines deutschen Fl\u00fcchtlings in S\u00fcdamerika und der Rolle der Musik w\u00e4hrend der Nazizeit. Erstmals wird auch eine spanische Version der Konferenz &#8220;Verbotene Musik&#8221; ver\u00f6ffentlicht. Daneben finden sich weitere Schriftst\u00fccke und der Briefwechsel zwischen Paul Walter Jacob und seinem Freund, dem damals ebenfalls im Exil lebenden Orchesterleiter Fritz Busch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Hommage an das Leben und Werk von Paul Walter Jacob Von Meike Lohmann Die Musik war seine gro\u00dfe Leidenschaft. Anfang des letzten Jahrhunderts, als Kind einer Arbeiterfamilie in Duisburg geboren, begann Paul Walter Jacob fr\u00fch, sich f\u00fcr Musik zu interessieren. 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