{"id":22,"date":"2008-11-23T10:18:39","date_gmt":"2008-11-23T13:18:39","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/11\/23\/um-leben-und-tod\/"},"modified":"2016-10-15T13:31:49","modified_gmt":"2016-10-15T16:31:49","slug":"um-leben-und-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/11\/23\/um-leben-und-tod\/","title":{"rendered":"Um Leben und Tod (1998)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2008\/11\/23\/por-vida-o-muerte\/\">Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano.<\/a><\/p>\n<p><strong>Lydia Galegos inspirierte Skulpturen<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Von Susanne Franz<\/strong><\/em><\/p>\n<table align=right>\n<tr>\n<td align=center>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/lidia.jpg\" alt=\"\" \/><br \/>\n<em>&#8220;Impulsi\u00f3n&#8221;, 60 x 40 x 30 cm, 1998.<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Unaufhaltsam ist der Weg vom Beginn des Lebens, der Geburt, zu seinem Ende, dem Tod. Wem einmal Leben gegeben wurde, dem ist unweigerlich auch der Keim zu seiner Zerst\u00f6rung \u201ceinprogrammiert\u201d.<\/p>\n<p>Unser Leben ist die Gegenwart, das Jetzt, das wir nie mit Abstand betrachten k\u00f6nnen, weil wir jeweils gerade mitten in einem Moment stecken. Geburt und Tod, Vergangenheit und Zukunft bergen Geheimnisse, die unser ganzes Leben bestimmen &#8211; indem wir versuchen, den Sinn des Lebens zu verstehen, indem wir den Tod verdr\u00e4ngen und immerzu so leben, als seien wir unendlich.<\/p>\n<p>Einen Zustand vor dem Leben und nach dem Tode evoziert Lydia Galego in ihren wundersch\u00f6n inspirierten Skulpturen. Gleichzeitig abschreckend und einzigartig sch\u00f6n, wie in der Natur, sind ihre Figuren Beh\u00e4ltnisse werdenden Lebens &#8211; das Ei, die Puppe eines Schmetterlings, die Fruchtblase, in der der F\u00f6tus schwimmt. Was sich hier in diesen Gebilden entwickelt, sind alle M\u00f6glichkeiten des Lebens &#8211; Hohes und Niedriges, Kreativit\u00e4t und Zerst\u00f6rung &#8211; es ist der Keim, die Chance. Die Gef\u00e4\u00dfe sind kompakt, unzerst\u00f6rbar, wie ein Cham\u00e4leon den Erdfarben angepa\u00dft. Seltsame \u00d6ffnungen, H\u00f6hlungen und Kan\u00e4le k\u00f6nnen Ver- und Entsorgungswege des werdenden, gesch\u00fctzten Lebens sein, das sich &#8211; noch ohne Bewu\u00dftsein &#8211; im Inneren des Gebildes entwickelt.<\/p>\n<p>Galegos Skulpturen k\u00f6nnen aber gleichzeitig auch Gef\u00e4\u00dfe sein, die die sterblichen Reste eines Wesens enthalten &#8211; Urnen vielleicht, oder Totenschiffe auf dem Hades. Lydia Galego spielt, wie sie selbst in einem kurzen Vorwort zu ihrem Katalog sagt, ein Doppelspiel mit den Bedeutungen ihrer Werke &#8211; die Interpretation sei dem Betrachter \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Monumental und schwer wirken die beeindruckenden Figuren, doch wenn man sie anhebt, wird man bemerken, da\u00df sie federleicht sind. Die K\u00fcnstlerin verwendet ein leichtes Material, das ihr erlaubt, immer selbst\u00e4ndig zu arbeiten, ohne jemanden fragen zu m\u00fcssen, ihre monumentalen Werke zu drehen oder zu transportieren. Den gew\u00fcnschten Effekt der Schwere und Dichte erreicht sie durch die einzigartige Bearbeitung der Oberfl\u00e4chen &#8211; hier wendet sie unterschiedliche Techniken an. Sie verkleidet mit Stoffen, \u00fcbermalt, verschn\u00fcrt, nietet und n\u00e4ht, bis der Eindruck entsteht, da\u00df die Figuren bereits Jahrhunderte \u00fcberdauert haben, ohne je ihr Geheimnis preiszugeben.<\/p>\n<p>Lydia Galegos Skulpturen sind in den Raum gestellte Ge-dichte.<\/p>\n<p><em>Der Artikel erschien im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221; zu Lydia Galegos Ausstellung in der Galerie Atica vom 10.8.-5.9.1998.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano. Lydia Galegos inspirierte Skulpturen Von Susanne Franz &#8220;Impulsi\u00f3n&#8221;, 60 x 40 x 30 cm, 1998. Unaufhaltsam ist der Weg vom Beginn des Lebens, der Geburt, zu seinem Ende, dem Tod. Wem einmal Leben gegeben wurde, dem ist unweigerlich auch der Keim zu seiner Zerst\u00f6rung \u201ceinprogrammiert\u201d. 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