{"id":22640,"date":"2015-11-20T19:21:42","date_gmt":"2015-11-20T22:21:42","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=22640"},"modified":"2015-11-20T19:25:05","modified_gmt":"2015-11-20T22:25:05","slug":"im-labyrinth-der-menesunda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2015\/11\/20\/im-labyrinth-der-menesunda\/","title":{"rendered":"Im Labyrinth der Menesunda"},"content":{"rendered":"<p><strong>Marta Minuj\u00edns &#8220;Menesunda&#8221; ist zur\u00fcck und im MAMba in Buenos Aires zu besichtigen<\/p>\n<p><em>Von Laura Meyer<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/minujin2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/minujin2.jpg\" alt=\"minujin2\" width=\"500\" height=\"333\" class=\"aligncenter size-full wp-image-22642\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/minujin2.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/minujin2-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nF\u00fcnfzig Jahre nach ihrer bahnrechenden Konstruktion &#8220;La Menesunda&#8221;, die Marta Minuj\u00edn zusammen mit Rub\u00e9n Santanton\u00edn im Mai 1965 am Zentrum f\u00fcr Bildende Kunst Institut Torcuato Di Tella ausstellte, ist ihre phantastische Rekonstruktion erneut zu betreten. Im MAMba (Museo de Arte Moderno) in Buenos Aires (Av. San Juan 350) ist Martas &#8220;Menesunda&#8221; bis Februar auf 400 Quadratmetern zu besichtigen.<\/p>\n<p>Die &#8220;Menesunda&#8221; von 1965 war kein Happening im klassischen Sinne, sondern pure Provokation. Das Projekt wurde der Skandal des Jahres, ging aber auch als einer der gro\u00dfen Meilensteine in der Geschichte der argentinischen Kunst ein.<\/p>\n<p>&#8220;Ich will den Tod der traditionellen Kunst&#8221; sagte Minuj\u00edn im Gespr\u00e4ch mit der argentinischen Tageszeitung Clar\u00edn. Die K\u00fcnstlerin ist eine der prominentesten argentinischen K\u00fcnstlerinnen der Gegenwart, und ihre verr\u00fcckten und skurrilen Happenings sind ein Ph\u00e4nomen.<\/p>\n<p>Die &#8220;Menesunda&#8221; ist, &#8220;als ob man in einem anderen Leben, in der Phantasie\u201c leben w\u00fcrde, sagt Minuj\u00edn dem Clar\u00edn. \u201eMan lebt in der Kunst.&#8221;<\/p>\n<p>Die &#8220;Menesunda&#8221; besteht aus einem Art Labyrinth mit elf verschiedenen R\u00e4umen und Situationen. Durch T\u00fcren begibt sich der Besucher jedes Mal aufs Neue in eine skurrile, phantastische Situation: Kubisch, kreisf\u00f6rmig, dreieckig, mit Materialien verkleidet oder absolut kahl &#8211; immer ein Fest f\u00fcr die Sinne!<\/p>\n<p>Aus Zimmern wie &#8220;TV-Tunnel&#8221; und &#8220;Neon-Tunnel&#8221;, in welchen man, von grellem Licht umflutet, durch enge Tunnel l\u00e4uft, ger\u00e4t man in die Situation, einem halbnackten Paar in seinem Bett in einem Schlafzimmer gegen\u00fcberzustehen. Dies verunsichert und \u00fcberrascht den Besucher zugleich. Anschlie\u00dfend betritt man ein Schminkzimmer, wo Assistentinnen Schmink-Tipps oder Massagen anbieten.<\/p>\n<p>Durch kleine L\u00f6cher in der Wand kann man den riesigen Kopf einer Frau ersp\u00e4hen &#8211; den Kopf der &#8220;Menesunda&#8221;. L\u00e4uft man weiter, ger\u00e4t man in eine Art Drehkorb, in welchem man sich wie in einem Karussell um die eigene Achse dreht. Schwindelig durchl\u00e4uft man anschlie\u00dfend den &#8220;Darm&#8221;, einen Raum mit rosa Lianen aus Kunststoff, die den Besucher beim Gehen umschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>&#8220;Im Strumpf&#8221; l\u00e4uft man einen langen gepolsterten Flur entlang, bis man am Ende zu einer T\u00fcr gelangt, auf der &#8220;Dr\u00fccken&#8221; steht. Man betritt den &#8220;Telefonraum&#8221;. Am riesigen Telefon muss man die Zahl erraten, um den Raum wieder zu verlassen zu k\u00f6nnen. Gelingt dies, kommt man in den &#8220;K\u00fchlschrank&#8221;, eine kahle, k\u00fchle Kammer im Neonlicht. Durch den \u201eWald der Stoffe\u201c watet man, bis man schlie\u00dflich das &#8220;Oktogonale Spiegel-Zimmer&#8221; erreicht. Steigt der Besucher in die in der Mitte stehende Glasvitrine, dreht sich diese und alte Ventilatoren pusten Konfetti im Spiegelraum umher, bis der Besucher im glitzernden Chaos unter Neonlichtern versinkt.<\/p>\n<p>Die &#8220;Menesunda&#8221; von Marta Minuj\u00edn ist eine sehr zu empfehlende Ausstellung, zu welcher man gen\u00fcgend Zeit und Mut mitbringen sollte, um sich auf die dargebotenen Situationen ohne Scheu einzulassen. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 12 bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet. Eintritt $20, dienstags frei. Aufgrund von eingeschr\u00e4nkten Kapazit\u00e4ten k\u00f6nnen maximal 500 Besucher pro Tag die Ausstellung besuchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Marta Minuj\u00edns &#8220;Menesunda&#8221; ist zur\u00fcck und im MAMba in Buenos Aires zu besichtigen Von Laura Meyer F\u00fcnfzig Jahre nach ihrer bahnrechenden Konstruktion &#8220;La Menesunda&#8221;, die Marta Minuj\u00edn zusammen mit Rub\u00e9n Santanton\u00edn im Mai 1965 am Zentrum f\u00fcr Bildende Kunst Institut Torcuato Di Tella ausstellte, ist ihre phantastische Rekonstruktion erneut zu betreten. Im MAMba (Museo de [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-22640","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tipp-der-woche-recomendacion-de-la-semana"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22640","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22640"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22640\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22645,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22640\/revisions\/22645"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22640"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22640"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22640"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}