{"id":23505,"date":"2016-06-24T17:16:22","date_gmt":"2016-06-24T20:16:22","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=23505"},"modified":"2016-07-16T19:41:23","modified_gmt":"2016-07-16T22:41:23","slug":"mein-kleiner-gruner-kaktus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2016\/06\/24\/mein-kleiner-gruner-kaktus\/","title":{"rendered":"Mein kleiner gr\u00fcner Kaktus"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8220;Cactus orqu\u00eddea&#8221; ist wunderbares, tiefgr\u00fcndiges Theatervergn\u00fcgen<\/p>\n<p><em>Von Susanne Franz<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/cactus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/cactus.jpg\" alt=\"cactus\" width=\"500\" height=\"333\" class=\"aligncenter size-full wp-image-23544\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/cactus.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/cactus-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\nRomantisch, poetisch, komisch, surrealistisch und zauberhaft: In Graciela Meijides Dauerbrenner-Theaterst\u00fcck &#8220;Cactus orqu\u00eddea&#8221;, das noch bis Ende Juli samstags um 21 Uhr im Teatro Anfitri\u00f3n l\u00e4uft, dreht sich alles um die Liebe. Der s\u00fc\u00dfe Schmerz, der grauenvolle Verlust, die Entt\u00e4uschungen, die dazu f\u00fchren, dass die Menschen v\u00f6llig bindungsunf\u00e4hig werden: Alles entsteht aus dieser Sehnsucht nach Liebe oder der Erinnerung an ein vergangenes Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Museumsangestellte Imelda begegnet in einem Caf\u00e9 Isaias, der versucht, eine wirklich gute Geschichte zu schreiben. Das ist schwer, und so h\u00e4lt der M\u00f6chtegern-Autor sich mit dem Verfassen von Werbetexten \u00fcber die Stadt Buenos Aires \u00fcber Wasser. Imelda h\u00e4lt so einen Prospekt in der Hand und lacht lauthals \u00fcber die Platit\u00fcden. Peinlich, als sich herausstellt, dass sie dem Verfasser gegen\u00fcbersitzt. Aber sie hat eine Geschichte f\u00fcr den Schriftsteller: Die Geschichte des Eisenwarenh\u00e4ndlers Boris, der seine Frau verloren hat und der alles darum geben w\u00fcrde, sie noch einmal wiederzusehen. Boris&#8217; obsessiver Mitarbeiter Peque erz\u00e4hlt ihm von einer Pflanze, die Esmeralda, die Kellnerin der Bar Jean Jaur\u00e9s, wo Peque immer Kleingeld holt, aus einem Samen herangezogen hat, den ihr der Gast Denzel Romero geschenkt hat &#8211; der geheimnisvolle Samen stammt von Denzels verstorbener Gro\u00dfmutter. Die magische Pflanze bl\u00fcht nur einmal im Jahr, und wer sie erblickt, sieht noch einmal seine\/n Geliebte\/n&#8230; <\/p>\n<p>Neben den Hauptpersonen des St\u00fccks gibt es noch eine Vielzahl an Nebengestalten, die alle in einem fast schwindelerregenden Tempo und mit absoluter Bravour von den f\u00fcnf Schauspielern des &#8220;Ensamble org\u00e1nico&#8221; dargestellt werden (oben sind sechs genannt, weil Isaias und Peque vom gleichen Schauspieler dargestellt werden). Oft gen\u00fcgt ein Schritt und sie verwandeln sich in eine andere Figur, zum Beispiel die Liebhaber Imeldas &#8211; die nur mit Touristen anb\u00e4ndelt, weil diese den Vorteil haben, dass sie wieder abreisen &#8211; oder die Kollegen des Bankangestellten Denzel.<\/p>\n<p>Es gibt kein starres B\u00fchnenbild, Holzrahmen werden hin- und hergetragen und dienen als T\u00fcren oder Fenster. Das St\u00fcck hat eine ungeheure Dynamik, die sich aus dem Zusammenspiel des Ensembles ergibt: die Darsteller erschaffen den Raum, in dem sie agieren, und ziehen den Zuschauer in ein reiches Universum voller Magie und Humor, das au\u00dferhalb der Welt zu existieren scheint und diese doch auf unvergleichliche Weise spiegelt.<\/p>\n<p>&#8220;Cactus orqu\u00eddea&#8221; hei\u00dft so, weil ein kleiner, recht unscheinbarer Kaktus dieses Namens, den Imelda zu Beginn in einer Blechdose in der Hand h\u00e4lt, sich sozusagen als gr\u00fcner Faden durch das gesamte St\u00fcck stachelt. So ist es einfacher, dem Wirbelwind an Ideen, Assoziationen und Gedanken zu folgen, der sich immer weiter verdichtet und zu einem Ganzen wird.<\/p>\n<p>&#8220;Cactus orqu\u00eddea&#8221;, das sind 75 Minuten rundum gelungenes Theater, das noch lange nachwirkt und sicher in Jedem ganz eigene Saiten zum Klingen bringt.<\/p>\n<p>Bis zum 30. Juli samstags um 21 Uhr im Teatro Anfitri\u00f3n, Venezuela 3340, Buenos Aires. Karten bei <a href=\"http:\/\/www.alternativateatral.com\/obra30097-cactus-orquidea\">Alternativa Teatral<\/a> oder direkt im Theater unter Tel.: 4931-2124. Der Eintritt kostet 180 bzw. erm\u00e4\u00dfigt 120 Pesos.<\/p>\n<p>Weitere Fotos und Trailer <a href=\"http:\/\/cactusorquidea.weebly.com\/fotos-y-trailer.html\"><em>hier<\/em><\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Cactus orqu\u00eddea&#8221; ist wunderbares, tiefgr\u00fcndiges Theatervergn\u00fcgen Von Susanne Franz Romantisch, poetisch, komisch, surrealistisch und zauberhaft: In Graciela Meijides Dauerbrenner-Theaterst\u00fcck &#8220;Cactus orqu\u00eddea&#8221;, das noch bis Ende Juli samstags um 21 Uhr im Teatro Anfitri\u00f3n l\u00e4uft, dreht sich alles um die Liebe. 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