{"id":242,"date":"2010-08-17T14:47:41","date_gmt":"2010-08-17T17:47:41","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/02\/11\/genie-und-globalisierungsgegner\/"},"modified":"2016-10-15T17:18:23","modified_gmt":"2016-10-15T20:18:23","slug":"genie-und-globalisierungsgegner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2010\/08\/17\/genie-und-globalisierungsgegner\/","title":{"rendered":"Genie und Globalisierungsgegner (2001)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2010\/08\/17\/un-genio-resistiendo-a-la-globalizacion-2001\/\">Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano.<\/a><\/p>\n<p><strong>Antonio Segu\u00ed &#8211; eine Erfolgsstory<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Von Susanne Franz<\/strong><\/em><\/p>\n<div align=center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/segui1.jpg\" alt=\"\" \/><br \/>\n<em>&#8220;La corbata&#8221;, 1992.<\/em><\/div>\n<p>Sein Leben h\u00f6rt sich spannend an, wie eine Erfolgsstory des globalisierten 21. Jahrhunderts: Er ist Argentinier, lebt seit 38 Jahren in Paris und ist nicht nur hier und dort als K\u00fcnstler ungemein erfolgreich, sondem weltweit, so dass er st\u00e4ndig rund um den Globus unterwegs ist. Hinter diesem oberfl\u00e4chlichen Eindruck kommt dann aber doch bald der wahre Antonio Segu\u00ed zum Vorschein: Er ist sogar etwas altmodisch, ist in Sachen High-Tech nur bis zum Fax als dem h\u00f6chsten der Gef\u00fchle gekommen &#8211; wobei er zugibt, dass selbst sein Faxger\u00e4t inzwischen schon eine von seinen Freunden bel\u00e4chelte Antiquit\u00e4t sei. Sich mit dem Internet herumzuschlagen, w\u00fcrde ihm nie in den Sinn kommen!<\/p>\n<p>Er ist auch etwas romantisch, er liebt Paris gar nicht, wenn die Sonne scheint, sondern schw\u00e4rmt von den grauen, verregneten Tagen, an denen die Stadt erst ihre ganze Sch\u00f6nheit entfalte. Gleichzeitig r\u00e4umt er ein, dass er Paris gar nicht so richtig genie\u00dft. Wenn er nicht reise, sei er doch viel eingeschlossen in seinem Atelier. Ob er viel arbeitet? Das Wort &#8220;Arbeit&#8221; h\u00f6rt er gar nicht gern. Er &#8220;macht Sachen&#8221;, sagt er bescheiden. Auch auf die Frage nach seinem Geheimnis &#8211; wie er es fertigbringt, nach so vielen Jahren der Abwesenheit die argentinische Seele so einzufangen, wie nur er es kann, antwortet er ausweichend: &#8220;Me sale&#8221; &#8211; es gelingt mir eben. Wie er mit dem Erfolg umgeht? &#8220;Ich habe den Erfolg nie gesucht&#8221;, lautet die etwas knappe Antwort.<\/p>\n<p>So dreht sich sein Gespr\u00e4ch mit dem &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221; anl\u00e4sslich seiner beiden Ausstellungen, die momentan in Buenos Aires stattfinden &#8211; seine Schenkung von 330 Grafiken im &#8220;Museo de Arte Moderno de Buenos Aires&#8221; (MAMBA) und eine Exposition ebenfalls von Grafiken und wenigen Objekten in der neuen &#8220;Rubbers Art Gallery&#8221; im Ateneo Grand Splendid &#8211; haupts\u00e4chlich darum, wie er Argentinien empfindet, wenn er ein, zweimal im Jahr zu Besuch kommt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich f\u00e4hrt er haupts\u00e4chlich nach C\u00f3rdoba, seiner Heimatstadt, &#8220;um auszuruhen&#8221;, wie er betont, Familie und Freunde zu sehen. &#8220;In C\u00f3rdoba k\u00f6nnen die Leute noch lachen&#8221;, sagt er, obwohl es ihnen doch sicher nicht besser gehe als denen in der Hauptstadt. Er findet, dass die &#8220;Porte\u00f1os&#8221; einfach zu viel jammern. Die Themen der argentinischen Klatschpresse betrachtet er mit einem Augenzwinkern und empfindet die Storys \u00fcber Rodrigo oder Andrea del Bocas Baby als faszinierende Ausw\u00fcchse der Trash-Kultur.<\/p>\n<p>Sein Aufenthalt in Buenos Aires sei diesmal anstrengend gewesen, zwei Vernissagen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, Hunderte von Menschen, die ihm gratulierten und ihn begr\u00fc\u00dfen wollten, der Abstecher in die &#8220;Casa Rosada&#8221;, wo er vom Pr\u00e4sidenten empfangen wurde. Und so folgt Segu\u00ed dem Rat seiner Freunde und tr\u00e4gt in Argentinien nie eine Uhr. Wahrscheinlich strahlt er deswegen so viel Ruhe aus, sitzt entspannt im Caf\u00e9 mit seiner Zeitung, einem Glas Perrier und den nicht wegzudenkenden Zigaretten, wie in den guten alten Tagen, als die Menschen noch Zeit hatten.<\/p>\n<p><em>Der Artikel erschien am 24.03.2001 im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221;.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Segu\u00ed, Antonio: Interview anl\u00e4sslich seiner Schenkung von 330 Grafiken an das &#8220;Museo de Arte Moderno de Buenos Aires&#8221; (MAMBA)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,2,25],"tags":[],"class_list":["post-242","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-die-zeitmaschine-la-maquina-del-tiempo","category-kunstler-artistas","category-top-20"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/242","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=242"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/242\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24191,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/242\/revisions\/24191"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=242"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=242"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=242"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}