{"id":25069,"date":"2017-10-08T12:24:47","date_gmt":"2017-10-08T15:24:47","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=25069"},"modified":"2017-10-08T12:30:09","modified_gmt":"2017-10-08T15:30:09","slug":"wo-che-guevara-wohnte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2017\/10\/08\/wo-che-guevara-wohnte\/","title":{"rendered":"Wo Che Guevara wohnte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gedenkplatte erinnert an Wohnort des Revolution\u00e4rs in Buenos Aires<\/p>\n<p><em>Von Marcus Christoph<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/che-I.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/che-I-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-25071\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/che-I-300x225.jpg 300w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/che-I.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nErnesto \u201eChe\u201c Guevara ist einer der weltweit bekanntesten Argentinier. Der Guerrillero, der einst in Kuba an der Seite Fidel Castros triumphierte und sp\u00e4ter im Kampf in Bolivien ums Leben kam, gilt auch heute noch als Ikone f\u00fcr Revolution schlechthin. Dass Guevara wichtige Jahre seines Lebens in Buenos Aires verbrachte, daran erinnerte in der Hauptstadt bislang praktisch gar nichts.<\/p>\n<p>Dies ist nun anders. Denn seit Mitte Juni erinnert eine Steinplatte auf dem B\u00fcrgersteig an der Ecke der Stra\u00dfen Ar\u00e1oz und Mansilla im Stadtteil Palermo an den Revolution\u00e4r. Dieser hatte dort von 1948 bis 1953 als junger Medizinstudent mit seinen Eltern und vier Geschwistern in einem Zwei-Etagen-Haus gelebt, das mittlerweile durch einen mehrgeschossigen Neubau ersetzt wurde. Zahlreiche Interessierte und Schaulustige wohnten der feierlichen Einweihung bei, die von politischen Gruppen wie \u201eMemoria Palermo\u201c und \u201ePalermo K\u201c sowie Anwohnern organisiert worden war.<\/p>\n<p>\u201eVon dieser Stelle sind wir am 7. Juli 1953 gemeinsam nach Retiro aufgebrochen\u201c, erinnerte sich der heute 88-j\u00e4hrige Carlos \u201eCalica\u201c Ferrer an den Auftakt der Lateinamerika-Reise, die er gemeinsam mit seinem Jugendfreund Ernesto antrat. F\u00fcr letzteren war es bereits die zweite gro\u00dfe Reiseunternehmung, an deren Ende er 1955 in Mexiko Fidel Castro kennenlernte und sich der kubanischen Revolution anschloss.<\/p>\n<p>Ein weiterer Ehrengast der Veranstaltung war Juan Mart\u00edn Guevara. Der j\u00fcngste Bruder des Revolution\u00e4rs betonte, die Einweihung der Bodenplatte bedeute, mit \u201eder Haltung der Stadt Buenos Aires zu brechen, die verleugnet, dass Ernesto Guevara hier gelebt hat, hier Arzt wurde und sich hier f\u00fcr das Leben vorbereitete, das heute als immenses Bild vor uns steht\u201c.<\/p>\n<p>Juan Mart\u00edn Guevara \u00e4u\u00dferte seine Hoffnung, dass weitere Erinnerungsakte zu Ehren seines Bruders folgen m\u00f6gen. Angestrebt ist eine Stra\u00dfenbenennung nach dem Guerrillero. In diesem Zusammenhang beklagte er die Widerst\u00e4nde, die es dagegen sowohl im Stadtparlament als auch an der Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t von Buenos Aires (UBA) gebe. Letztere hatte sich geweigert, eine Che-Statue aufzustellen.<\/p>\n<p>Auch Norberto Alay\u00f3n, ehemals Vize-Dekan der sozialwissenschaftlichen Fakult\u00e4t der UBA, beklagte den mangelnden politischen Willen der in der Stadt regierenden Pro-Partei, an den weltbekannten Revolution\u00e4r zu erinnern. Er hob von daher auch die Entschlossenheit der Anwohner hervor, sich trotz des politischen Gegenwindes f\u00fcr die Bodenplatte ausgesprochen zu haben.<\/p>\n<p>K\u00e4mpferisch war der Auftritt von Taty Almeida von den M\u00fcttern der Plaza de Mayo (Gr\u00fcndungslinie). Man solle nicht m\u00fcde werden, daf\u00fcr zu k\u00e4mpfen, dass das Andenken Che Guevaras in Buenos Aires in angemessener Weise gew\u00fcrdigt werde. Um ihre Verbundenheit mit dem Guerrillero zu verdeutlichen, tauschte Almeida ihr traditionelles wei\u00dfes Kopftuch gegen die Baskenm\u00fctze mit dem roten Stern aus. Der Jubel der Anwesenden war ihr sicher. Mit dem Singen des Lieds \u201eHasta Siempre Comandante\u201c des kubanischen Liedermachers Carlos Puebla klang der emotionsgeladene Vormittag aus.<\/p>\n<p><strong>Foto:<\/strong><br \/>\nDie Bodenplatte zu Ehren Che Guevaras wird gelegt. Sitzend: Carlos \u201eCalica\u201c Ferrer und Taty Almeida.<br \/>\n(Foto: Marcus Christoph)<\/p>\n<p><strong>Text der Gedenkplatte:<\/strong><\/p>\n<p>EN ESTE SOLAR VIVI\u00d3 EL CHE<br \/>\nERNESTO GUEVARA DE LA SERNA<br \/>\nEN CONMEMORACI\u00d2N A SU LUCHA<br \/>\nPOR LA TRANSFORMACI\u00d3N<br \/>\nY LA JUSTICIA SOCIAL<\/p>\n<p>Auf diesem Grundst\u00fcck lebte der Che<br \/>\nErnesto Guevara de la Serna<br \/>\nIm Gedenken an seinen Kampf<br \/>\nF\u00fcr den Wandel<br \/>\nUnd die soziale Gerechtigkeit<br \/>\n(aus <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2017\/06\/179285\/argentinien-che-guevara-gedenk\">amerika21.de<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gedenkplatte erinnert an Wohnort des Revolution\u00e4rs in Buenos Aires Von Marcus Christoph Ernesto \u201eChe\u201c Guevara ist einer der weltweit bekanntesten Argentinier. 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