{"id":252,"date":"2006-01-14T10:29:23","date_gmt":"2006-01-14T13:29:23","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/01\/14\/spuren-der-zivilisation\/"},"modified":"2006-07-29T14:56:03","modified_gmt":"2006-07-29T17:56:03","slug":"spuren-der-zivilisation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/01\/14\/spuren-der-zivilisation\/","title":{"rendered":"Spuren der Zivilisation"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/01\/14\/huellas-de-la-civilizacion\/\">Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano.<\/a><\/p>\n<p><strong>\u201eConstrucci\u00f3n\u201c &#8211; Fotos von Rivarola<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Von Susanne Franz<\/strong><\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/riva3.JPG\" alt=\"\" \/><br \/>\n<em>\u201eS\/T\u201c, 80 x 80 cm, Kopie auf Metallfolie.<\/em><\/p>\n<p>Enrique L\u00f3pez Rivarola ist Bauingenieur. Der n\u00fcchternste Beruf, den man sich vorstellen kann. Der verantwortungsvollste Job, den man sich nur denken kann. Er ist einer von denen, auf die man sich 100 Prozent verl\u00e4sst. Ohne auch nur dar\u00fcber nachzudenken. Denn wie k\u00f6nnte man sonst irgendein \u201eganz normales\u201c Haus betreten? Die Treppe hochsteigen, sich an die Wand lehnen, T\u00fcren \u00f6ffnen oder schlie\u00dfen? Hier f\u00fchlt sich jeder B\u00fcrger der sogenannten Zivilisation geborgen. Hier wird ihm nichts passieren! Alles ist berechnet, kalkuliert, die Koordinaten sind vorgegeben, sie sind bereits in jedes Hirn programmiert. Man muss sich nicht mehr die M\u00fche machen, selber nachzudenken. Kein Panik-Moment, kein Alarm-Signal, kein Riss in der Oberfl\u00e4che zwingen dazu. Welch tr\u00fcgerische Sicherheit!<\/p>\n<p>Denn selbst Enrique L\u00f3pez Rivarola begegnet manchmal einem Monster. Er nennt es Rivarola, der Einfachheit halber. Es ist nicht immer da.<\/p>\n<p>Rivarola sieht andere Sachen als er selbst.<!--more--> Rivarola sieht das Skelett der Dinge. Er sieht die Dinge, die noch da sein werden, wenn kein Leben mehr da sein wird. Die im erkalteten Beton zur\u00fcckgelassenen Spuren menschlicher Schritte. Abgerissene Kabel, wo vorher noch Verbindungen bestanden. Fetzen von Baustellen-Absperrungen, wenn keiner mehr die \u201eBetreten verboten!\u201c-Schilder liest. Die Mauersteine von lange nicht mehr bewohnten H\u00e4usern. Komplizierte Rohrleitungssysteme, die nur noch Selbstzweck sind. All das h\u00e4lt er in seinen Fotografien fest. Er selbst h\u00e4lt sich fest in einer sehr kontrollierten \u00c4sthetik. Es ist diese \u00c4sthetik und Perfektion, in der sich Enrique L\u00f3pez Rivarola, der Bauingenieur, und Rivarola, der K\u00fcnstler, sehr \u00e4hnlich sind.<\/p>\n<p>Und deshalb wei\u00df Enrique L\u00f3pez Rivarola, dass er dem K\u00fcnstler Rivarola noch lange nicht das letzte Mal begegnet ist.<\/p>\n<p><em>(Rivarola, \u201eConstrucci\u00f3n\u201c, Fotos. <a href=\"http:\/\/www.180gradosarte.com.ar\/\">180 Grados Arte Contempor\u00e1neo<\/a>, Filo\u2019s, San Mart\u00edn 975. Mo-Fr 17-23, Sa 13-16 Uhr. Bis 19.1.)<\/em><\/p>\n<p><em>Der Artikel erschien am 14.01.06 im \u201eArgentinischen Tageblatt\u201c.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano. \u201eConstrucci\u00f3n\u201c &#8211; Fotos von Rivarola Von Susanne Franz \u201eS\/T\u201c, 80 x 80 cm, Kopie auf Metallfolie. Enrique L\u00f3pez Rivarola ist Bauingenieur. Der n\u00fcchternste Beruf, den man sich vorstellen kann. 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