{"id":286,"date":"2006-03-18T01:55:20","date_gmt":"2006-03-18T04:55:20","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/03\/18\/spiel-mir-das-lied-vom-tod\/"},"modified":"2006-07-29T14:41:13","modified_gmt":"2006-07-29T17:41:13","slug":"spiel-mir-das-lied-vom-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/03\/18\/spiel-mir-das-lied-vom-tod\/","title":{"rendered":"Spiel mir das Lied vom Tod"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/03\/18\/cronica-de-una-muerte-anunciada\/\">Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano.<\/a><\/p>\n<p><strong>Robert Capa im Centro Cultural Borges<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Von Susanne Franz<\/strong><\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image288\" alt=Capa.JPG src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2006\/03\/Capa.JPG\" \/><br \/>\n<em>Chartres, 18. August 1944. Eine Franz\u00f6sin, die ein Baby mit einem deutschen Soldaten hatte, musste sich zur Strafe den Kopf rasieren.<br \/>\nCopyright (c) by Cornell Capa 2001<\/em><\/p>\n<p>Es ist merkw\u00fcrdig, sich im Zeitalter von \u201cPaparazzi\u201d und Sensationsjournalismus mit dem Werk des Fotografen Robert Capa zu besch\u00e4ftigen. Mit seinen Bilderserien von B\u00fcrger- und Weltkriegen, Tod und Zerst\u00f6rung, erlangte der 1913 in Budapest als Andr\u00e9 Friedman geborene j\u00fcdische Wahl-Amerikaner Weltruhm und gr\u00fcndete mit anderen Gr\u00f6\u00dfen seines Fachs die m\u00e4chtige Foto-Agentur Magnum (\u201cdamit sich die Kollegen darum k\u00fcmmern k\u00f6nnen, Fotos zu machen, statt sich bem\u00fchen zu m\u00fcssen, sie zu verkaufen\u201d).<\/p>\n<p>Capas ber\u00fchmtestes Bild stammt aus dem spanischen B\u00fcrgerkrieg, es zeigt den Milizion\u00e4r Federico Borrell Garc\u00eda in dem Moment, als er erschossen wird. Von einer Kugel t\u00f6dlich getroffen, f\u00e4llt sein K\u00f6rper nach hinten, das Gewehr gleitet aus seiner rechten Hand, auf seinem Gesicht liest man noch den Moment der Erkenntnis seines Todes. An diesem Foto ist nichts Sensationalistisches, es ist die n\u00fcchternste, bitterste Beschreibung des Todes, die man sich vorstellen kann. Einen solchen Moment kann nur jemand festhalten, der keine Angst davor hat, dem Tod ins Auge zu sehen \u2013 dem der anderen nicht und auch nicht dem eigenen. Niemals k\u00f6nnte jemand ein solches Foto machen, der danach sucht.<\/p>\n<p>Capa selbst nahm sein Talent immer auf die leichte Schulter, wom\u00f6glich, um die Gabe, die er besa\u00df, nicht zu verlieren..\u201cIch bin ein Spieler\u201d, charakterisierte er sich selbst, einer, der jederzeit bereit sei, sein Leben aufs Spiel zu setzen. Sein Tod war nur eine logische Konsequenz aus diesem Spiel: Capa starb am 25. Mai 1954 in Indochina, wo er als Kriegsreporter f\u00fcr Life arbeitete. Er trat auf eine Mine. Das letzte Bild in seiner Kamera zeigt Soldaten auf dem Weg von Namdinh nach Taibinh, hinter denen er herging, Minuten vor seinem Tod.<\/p>\n<p>Die Ausstellung \u201cRobert Capa, fot\u00f3grafo\u201d, die am 7. M\u00e4rz im Centro Cultural Borges er\u00f6ffnet wurde, bildet mit fast 100 Fotografien einen interessanten Einblick in Capas Schaffen. Neben Bildern von den zahlreichen Kriegsschaupl\u00e4tzen, an denen sich Capa aufhielt, sind auch Fotos einiger Ber\u00fchmtheiten aus dem Bekanntenkreis des Lebemanns Capa ausgestellt, wie z.B. Gary Cooper und Ernest Hemingway.<\/p>\n<p><em>Bis zum 25. April im Centro Cultural Borges, Viamonte\/San Mart\u00edn. Eintritt 8 Pesos. Zur Ausstellung erschien ein empfehlenswerter Katalog.<\/p>\n<p>Der Artikel erschien am 18.3.06 im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221;.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/argentina.artealdia.com\/content\/view\/full\/52495\">Dieser Link f\u00fchrt Sie zu einem Artikel von Julio S\u00e1nchez (auf Spanisch).<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano. Robert Capa im Centro Cultural Borges Von Susanne Franz Chartres, 18. August 1944. Eine Franz\u00f6sin, die ein Baby mit einem deutschen Soldaten hatte, musste sich zur Strafe den Kopf rasieren. 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