{"id":3616,"date":"2010-09-21T21:48:47","date_gmt":"2010-09-22T00:48:47","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=3616"},"modified":"2010-11-03T19:48:19","modified_gmt":"2010-11-03T22:48:19","slug":"deutsche-filme-in-buenos-aires","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2010\/09\/21\/deutsche-filme-in-buenos-aires\/","title":{"rendered":"Deutsche Filme in Buenos Aires"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2010\/09\/21\/filmes-alemanes-en-buenos-aires\/\">Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano.<\/a><\/p>\n<p><strong>Kurzkritiken zu einigen Beitr\u00e4gen des 10. Deutschen Kinofestivals<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8220;Kinshasa Symphony&#8221;<\/p>\n<p><em>Von Flora Roenneberg<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/kinshasa11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/kinshasa11.jpg\" alt=\"\" title=\"kinshasa11\" width=\"250\" height=\"167\" class=\"alignleft size-full wp-image-3617\" \/><\/a>&#8220;Es ist das einzige Orchester der Welt in dem alle Muskier schwarz sind, es ist mehr als ein Orchester!&#8221; Die Augen von Wamba aus dem Chor funkeln vor Begeisterung, als er \u00fcber sein Orchester in der Hauptstadt des Kongo, Kinshasa, spricht. Hier, zwischen den verrauchten Stra\u00dfen und zerfallenen H\u00e4usern, proben die Musiker f\u00fcr ihren gro\u00dfen Auftritt ber\u00fchmte klassische Werke, im Halbdunkel oder auch ohne Strom. Die Hingabe und Liebe zur Musik jedes Einzelnen, gefangen zwischen Armut, Schlamm und Hunger, zeigt die Kraft und Hoffnung eines Jeden.<\/p>\n<p>Die Regisseure Claus Wischmann und Martin Baer stellen mit unvergleichlichen Aufnahmen das Leben der Musiker und ihre Faszination und Liebe zur Musik dar. Sie schaffen es, Momente, Farben und Bilder einer anderen Welt lebensnah, ber\u00fchrend und ernst einzufangen. &#8220;Warum sollten wir nicht auch Gro\u00dfes bewirken wie damals Mozart?&#8221;, fragt sich Mbuangi, als er allein mit seiner Geige zwischen L\u00e4rm, Hektik, hupenden Autos und Dreck steht. Nichts kann ihn dabei aus der Ruhe bringen, und so spielt er und vergisst die Welt um sich herum. Ebenso wie Kinkina, die, den Tr\u00e4nen nahe, \u00fcber die 9. Symphonie Beethovens spricht. &#8220;Es ist eine andere Welt, wenn ich singe, bin ich nicht mehr hier.&#8221; So zeigt der Film das harte Leben der Musiker, die ein Orchester zusammenstellen, das seine Musikinstrumente selbst baut, kaputte Geigensaiten mit alten Fahrradbremskabeln ersetzt und es gegen alle Widrigkeiten wagt, zu spielen.<!--more--><\/p>\n<p><strong>&#8220;So gl\u00fccklich war ich noch nie&#8221;<br \/>\n<em><br \/>\nVon Dilay T\u00fcrk<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der Film erz\u00e4hlt die Geschichte eines traurigen Helden, des Betr\u00fcgers Frank Kn\u00f6pfler. Die Story beginnt klischeehaft, als der Hochstapler in einer Boutique einer h\u00fcbschen jungen Frau einen Mantel kaufen m\u00f6chte, den sie sich selber nicht leisten mag. Prompt landet Kn\u00f6pfler f\u00fcr seine Betr\u00fcgerei im Gef\u00e4ngnis, und als er nach zwei Jahren wieder auf freien Fu\u00df kommt, begegnet er &#8211; wie soll es anders sein &#8211; &#8220;zuf\u00e4llig&#8221; erneut der blonden Sch\u00f6nheit, die ihn so beeindruckt hatte. Es stellt sich heraus, dass sie als Prostituierte arbeitet, und so macht sich Kn\u00f6pfler, der eigentlich ein anst\u00e4ndiges Leben als Reinigungskraft f\u00fchren wollte, daran, sie durch ergaunertes Geld von ihren Schulden freizukaufen. Sein Bruder, der ihm nach Absitzen seiner Strafe seine Wohnung zur Verf\u00fcgung gestellt und auch finanziell geholfen hatte, wird dabei besonders in Mitleidenschaft gezogen.<\/p>\n<p>Die Geschichte, die etwas lasch und typisch beginnt, entwickelt sich im weiteren Verlauf zu einem r\u00fchrenden Film, der zum Denken anregt und besonders durch die schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers Devid Striesow bleibenden Eindruck beim Zuschauer hinterl\u00e4sst. Striesow gelingt es spielerisch, als Frank Kn\u00f6pfler in verschiedenste Rollen zu schl\u00fcpfen, um seine kriminellen Machenschaften am Laufen zu halten. Obwohl der gutherzige Protagonist all das f\u00fcr eine von ihm bewunderte Frau macht, driftet der Film zu keiner Sekunde in Kitsch ab: ganz im Gegenteil ist es den Machern gelungen, in dem von Kn\u00f6pfler geschaffenen Chaos stets eine n\u00fcchterne Art und klare Strukturen zu bewahren.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Friendship!&#8221;<\/p>\n<p><em>Von Flora Roenneberg<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/friendship11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/friendship11.jpg\" alt=\"\" title=\"friendship11\" width=\"250\" height=\"166\" class=\"alignleft size-full wp-image-3627\" \/><\/a>Der Film beginnt mit Tom, der sich an seine Kindheit in der DDR zur\u00fcckerinnert. Zu typischen Aufnahmen der Republik erz\u00e4hlt er, wie er schon damals mit &#8220;dem Land, von dem alle anderen nur tr\u00e4umen konnten&#8221;, auf Kriegsfu\u00df stand. Aber Tom hatte Veit, seinen besten Freund, mit dem er stundenlang heimlich Westradio h\u00f6rte und verr\u00fcckte Filme drehte.<\/p>\n<p>Als die Mauer f\u00e4llt, beschlie\u00dfen die beiden, an den westlichsten Punkt der Welt zu reisen, zur Golden Gate Bridge nach San Francisco. Dort will Veit seinen Vater konfrontieren, der damals aus der DDR geflohen war. Mit den Worten &#8220;Wir sind keine Nazis, wir sind Kommunisten!&#8221; stellen sich die beiden dem Grenzbeamten in New York vor. So beginnt eine abenteuerliche Reise durch Amerika, die, von Komik gezeichnet, eine tiefe Freundschaft mit ihren Ecken und Kanten zeigt.<\/p>\n<p>Regisseur Markus Goller gelingt es dabei, die Geschichte zweier junger Ex-DDRler auf ihrer Suche nach Freiheit mit Humor, Liebe und Pepp wiederzugeben. Dabei wird es dem Zuschauer erm\u00f6glicht, die Geschichte der Republik durch Sarkasmus und Ironie zu erleben &#8211; eben durch die pers\u00f6nlichen, naiven und jungen Augen von Tom und Veit.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Es kommt der Tag&#8221;<\/p>\n<p><em>Von Susanne Franz<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/eskommtdertag11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/eskommtdertag11.jpg\" alt=\"\" title=\"eskommtdertag11\" width=\"250\" height=\"167\" class=\"alignleft size-full wp-image-3630\" \/><\/a>Eine junge Frau hat Sex mit ihrem Freund oder irgendeinem Jungen auf der R\u00fcckbank eines Autos, dann schickt sie ihn unter einem Vorwand nach drau\u00dfen, schmei\u00dft seine Sachen aus dem Auto und f\u00e4hrt davon. Abends bes\u00e4uft sie sich mit ein paar Jungs in einer Kneipe. Irgend etwas stimmt nicht mit ihr. Sie umzirkelt ein Weingut, beobachtet die Familie, die da wohnt, f\u00e4hrt wieder weg, kommt wieder, f\u00e4hrt das Auto kaputt, um dort reinzukommen. Unter falschem Namen bezieht sie eins der Zimmer, die die Winzerfamilie vermietet. Ein d\u00fcsteres Geheimnis umgibt sie, sie ist wie eine aufziehende Gewitterfront &#8211; und wie ein Sturm entl\u00e4dt sie sich und ruht nicht, bis sie die Familienidylle zerst\u00f6rt hat.<\/p>\n<p>In Susanne Schneiders Film &#8220;Es kommt der Tag&#8221; entschl\u00fcsselt der Zuschauer erst nach und nach die Motive der Akteure und wird so in die Handlung hineingezogen wie in einen Sog. Die junge Frau Alice ist die Tochter von Judith, die mit Mann und zwei Kindern auf diesem Weingut im Elsass lebt. Aber Judith war einst Jutta, eine steckbrieflich gesuchte RAF-Terroristin, die ihr Kind verlassen hat, als sie in den Untergrund ging. Alice konfrontiert die Mutter, entlarvt ihre b\u00fcrgerliche zweite Existenz, stellt Fragen, fordert unbarmherzig, dass Judith bereut und sich stellt.<\/p>\n<p>Regisseurin Susanne Schneider, die auch das Drehbuch geschrieben hat, urteilt nicht, sie portr\u00e4tiert beide Figuren in ihrer Vielschichtigkeit und ihrem individuellen Drama. Hervorragend besetzt mit Iris Berben als Judith\/Jutta und Katharina Sch\u00fcttler als Alice, ist dieser Film mehr als empfehlenswert.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Hanni und Nanni&#8221;<\/p>\n<p><em>Von Stefan Kuhn<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Aus guten Literaturvorlagen werden nur \u00e4u\u00dferst selten gute Filme, deshalb konnte bei der filmischen Umsetzung von Enid Blytons \u201cHanni und Nanni\u201d wenig schiefgehen. Die Abenteuer der Zwillinge O\u2019Sullivan in einem M\u00e4dcheninternat z\u00e4hlen zu dem Trivialsten, was die Juigendliteratur hergibt. Genau das macht wohl den Erfolg der B\u00fccher aus. Aus den sechs englischen Originalb\u00e4nden, die w\u00e4hrend des 2. Weltkriegs entstanden sind, hat der deutsche Schneider-Verlag bis in die j\u00fcngste Zeit von anderen Autoren \u00fcber 20 zus\u00e4tzliche B\u00e4nde schreiben lassen. Aus der britischen M\u00e4dchenromanserie wurde ein St\u00fcck deutsches Kulturgut.<\/p>\n<p>Im Film spielt Hanni und Nanni in der heutigen Zeit. Das ist kein gewagter Schritt, denn seit den 40er-Jahren sind die Zwillinge immer noch oder immer wieder im Internat. 2009 kommen sie wieder dort an, eine erzieherische Ma\u00dfnahme, denn die G\u00f6ren sind von einer Berliner Schule geflogen. Was die M\u00e4dchen in Lindenhof erleben, ist f\u00fcr eine weibliches Publikum ab 6+ sicher ganz unterhaltsam.<\/p>\n<p>Schlechter als die zwischen 1972 und 2010 erschienenen 34 H\u00f6rspielkassetten ist es auf keinen Fall. Und diese verkaufen sich bestens. Allerdings k\u00f6nnte hier das Medium den Unterschied machen. Unter der Bettdecke vor dem Einschlafen Hannis und Nannis Abenteuern zu lauschen, hat mehr Qualit\u00e4t als ein Film im Kinosaal.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Lila, Lila&#8221;<br \/>\n<em><br \/>\nVon Stefan Kuhn<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Schon wieder eine Literaturverfilmung. Das gleichnamige Buch &#8220;Lila, Lila&#8221; des Schweizers Martin Suter war recht erfolgreich. Da ist es verst\u00e4ndlich, wenn Filmschaffende auch ein St\u00fcck vom Kuchen wollen. Dieses sollten sie im Fall von &#8220;Lila, Lila&#8221; auch haben, denn die Low-Budget-Produktion h\u00e4tte Kassenerfolg verdient. Die Hauptrollen sind ideal besetzt worden, und das Drehbuch h\u00e4lt sich an die Romanvorlage. Die Geschichte ist auch filmisch gut erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>David (Daniel Br\u00fchl) ist Kellner, ein guter Kellner, weil unauff\u00e4llig und unaufdringlich. Abseits seines Arbeitsplatzes sind diese Tugenden wenig hilfreich. Frauen \u00fcbersehen den jungen Mann mit Regelm\u00e4\u00dfigkeit. Vor allem Marie (Hannah Herzsprung) &#8211; die Literaturstudentin steht mehr auf K\u00fcnstler denn auf Kellner. Das \u00e4ndert sich, als David in einem alten Nachttisch vom Flohmarkt das Manuskript eines Romans aus den 50er Jahren findet. Er will Marie beeindrucken, gibt es ihr zum Lesen. Sie ist begeistert, schickt es an einen Verlag, und aus David wird der neue Stern am postmodernen Literaturhimmel. Er wird gefeiert und, nat\u00fcrlich von Marie, geliebt. Als David anf\u00e4ngt, den Rummel und die Zuneigung zu genie\u00dfen, taucht pl\u00f6tzlich Jackie (Henry H\u00fcbchen) auf, der &#8220;wirkliche&#8221; Autor des Werks&#8230;<\/p>\n<p>&#8220;Lila, Lila&#8221; ist beste Kinounterhaltung und auch in den Nebenrollen hervorragend besetzt. Der Film des Schweizers Alain Gsponer erz\u00e4hlt humorvoll von Liebe und L\u00fcge und zermalmt nebenher mit bissiger Ironie den kommerziellen Literaturbetrieb mit all seiner Affektiertheit. Es ist der Film zur Frankfurter Buchmesse.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Berlin 36&#8221;<\/p>\n<p><em>Von Marcus Christoph<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/berlin3611.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/berlin3611.jpg\" alt=\"\" title=\"Berlin36\" width=\"250\" height=\"167\" class=\"alignleft size-full wp-image-3632\" \/><\/a>&#8220;Berlin 36 &#8211; Die wahre Geschichte einer Siegerin&#8221; ist der Titel des Streifens, mit dem Regisseur Kaspar Heidelbach das Schicksal der j\u00fcdischen Hochspringerin Gretel Bergmann (Karoline Herfurth) auf die Kino-Leinwand bringt. Die Handlung spielt im Deutschland des Jahres 1936. Da die Nazis den Olympia-Boykott der USA f\u00fcrchten, berufen sie die J\u00fcdin in ihren Kader. Tats\u00e4chlich aber wollen sie nicht, dass Bergmann, die damals beste deutsche Hochspringerin, in Berlin Gold gewinnt. Kurz nachdem das US-Team Richtung Europa in See sticht, wird Bergmann von der Reichssportf\u00fchrung mitgeteilt, dass sie nicht teilnehmen darf.<\/p>\n<p>Insoweit h\u00e4lt sich der Film an die geschichtlichen Fakten. Anders sieht es aus, was die zweite Hauptperson betrifft: die von Sebastian Urzendowsky gespielte &#8220;Mannfrau&#8221; Marie Ketteler. Deren historisches Vorbild war Dora Ratjen, die bei der Olympiade den vierten Platz im Hochsprung erreichte. Zwei Jahre sp\u00e4ter wurde ihr echtes (m\u00e4nnliches) Geschlecht festgestellt. Ketteler\/Ratjen wird im Film von Nazis gezielt als &#8220;Geheimwaffe&#8221; gegen Bergmann eingesetzt. Doch nach aktuellem Forschungsstand war den NS-Beh\u00f6rden bis 1938 nicht bekannt, dass es sich bei der Sportlerin tats\u00e4chlich um einen Mann handelte. Auch hat es zwischen Bergmann und Ketteler\/Ratjen wohl keine innige Freundschaft gegeben, wie im Film als zentrales Motiv dargestellt. Dies gipfelt darin, dass Marie beim Olympia-Wettbewerb aus Solidarit\u00e4t zu der geschassten Gretel absichtlich die Stange rei\u00dft. Auch dies ist zugunsten der Dramaturgie erfunden.<\/p>\n<p>Auch wenn also der Anspruch, eine &#8220;wahre Geschichte&#8221; darzustellen, nicht eingel\u00f6st wurde, ist &#8220;Berlin 36&#8221; ein durchaus sehenswerter Film, der einen nicht gleichg\u00fcltig l\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Nanga Parbat&#8221;<\/p>\n<p><em>Von Marcus Christoph<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der Bergfilm \u00fcbt seit Luis Trenker eine eigene Anziehungskraft aus. Abenteurer, die sich in eisige H\u00f6he vorwagen. Der Mensch, der sich den Naturgewalten aussetzt, um den Gipfel zu erklimmen. Dass derlei Unterfangen auch schnell ein katastrophales Ende nehmen k\u00f6nnen, zeigte bereits eindrucksvoll der Streifen &#8220;Nordwand&#8221; von Philipp St\u00f6lzl, der beim deutschen Kinofestival im Vorjahr zu sehen war. Auch in diesem Jahr kommen die Freunde des Genres auf ihre Kosten: Mit dem Film &#8220;Nanga Parbat&#8221; nehmen Regisseur Joseph Vilsmaier und sein Team die Zuschauer mit hinauf auf einen der legend\u00e4rsten Himalaja-Gipfel: den Nanga Parbat.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt stehen die Gebr\u00fcder Reinhold (Florian Stetter) und G\u00fcnther Messner (Andreas Tobias), die 1970 an einer von Karl Maria Herrligkoffer (Karl Markovics) geleiteten Expedition teilnehmen. Ziel war es, den &#8220;Schicksalsberg der Deutschen&#8221; erstmals \u00fcber die Rupalwand, die m\u00e4chtigste Steilwand der Welt, zu besteigen. Das Vorhaben ger\u00e4t zum Drama. Nachdem Reinhold Messner sich eigenm\u00e4chtig zum Aufstieg entschied, folgt ihm sein j\u00fcngerer Bruder. Sie erreichen den Gipfel. Doch ohne die n\u00f6tige Ausr\u00fcstung m\u00fcssen sie den Abstieg meistern. G\u00fcnther bezahlt das Abenteuer mit dem Leben. Reinhold \u00fcberlebt, doch jahrelang sollte er sich Vorw\u00fcrfen ausgesetzt sehen, das Leben seines Bruders zugunsten des Ruhms geopfert zu haben.<\/p>\n<p>Dass davon in der Filmversion nicht die Rede ist, liegt auf der Hand: Schlie\u00dflich wirkte Reinhold Messner als Berater mit. Schlecht weg kommt hingegen Expeditionsleiter Herrligkoffer. Unter dem Strich bleibt eine eindrucksvolle und gleicherma\u00dfen tragische Bergsteigerstory, die durch grandiose Filmaufnahmen vom Nanga Parbat illustriert wird.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Vincent will Meer&#8221;<\/p>\n<p><em>Von Susanne Franz<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/vincent11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/vincent11.jpg\" alt=\"\" title=\"vincent11\" width=\"250\" height=\"166\" class=\"alignleft size-full wp-image-3636\" \/><\/a>Hauptperson Vincent leidet am Tourette-Syndrom. Sein K\u00f6rper wird von Tics, die er nicht kontrollieren kann, gesch\u00fcttelt, und es entfahren ihm immer wieder zotige \u00c4u\u00dferungen und eigenartige Ger\u00e4usche. &#8220;Ich habe einen Clown im Hirn, der mir zwischen die Synapsen schei\u00dft&#8221;, erkl\u00e4rt er seiner magers\u00fcchtigen Freundin Marie. &#8220;Aber du, du m\u00fcsstest doch blo\u00df was essen!&#8221; Vincent ist schon 29, aber nach dem Tod seiner Mutter v\u00f6llig verloren. Dem Vater, einem aufstrebenden Provinzpolitiker, ist Vincent peinlich, er kommt nicht mit ihm klar und steckt ihn in ein Heim. Dort lernt Vincent Marie und Alexander, einen Zwangsneurotiker, kennen. Mit den beiden klaut er das Auto der Heimleiterin Dr. Rose, und sie hauen ab nach Italien, wo Vincent die Asche seiner Mutter ins Meer streuen will. Dr. Rose, getrieben von der Sorge um Maries Leben, und Vincents Vater nehmen die Verfolgung auf.<\/p>\n<p>Florian David Fitz hat das Drehbuch geschrieben und verk\u00f6rpert selbst \u00fcberzeugend Vincent. Der erfahrene Regisseur Ralf H\u00fcttner (Die Musterknaben) verfilmte den Stoff als herrliches Roadmovie, das sich  hinter keiner Hollywoodproduktion verstecken muss. Spritzige Dialoge, solide schauspielerische Leistungen &#8211; als Marie brilliert Karoline Herfurth, als Vincents Vater Heino Ferch -, sch\u00f6ne Landschaftsaufnahmen und eine eing\u00e4ngige Filmmusik sind der Zutaten dieses sehenswerten Streifens, dem die Problematik der Protagonisten und das recht harsche Ende auch Tiefgang geben.<\/p>\n<p>Infos zum Festival <a href=\"http:\/\/www.cinealeman.com.ar\/festival10\/intro10.html\"><em>hier<\/em><\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano. Kurzkritiken zu einigen Beitr\u00e4gen des 10. 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