{"id":4516,"date":"2010-07-13T23:03:27","date_gmt":"2010-07-14T02:03:27","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=4516"},"modified":"2010-11-20T14:59:57","modified_gmt":"2010-11-20T17:59:57","slug":"kunst-die-kulturen-verbindet-1999","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2010\/07\/13\/kunst-die-kulturen-verbindet-1999\/","title":{"rendered":"Kunst, die Kulturen verbindet (1999)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2010\/07\/13\/arte-que-une-a-las-culturas-1999\/\">Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano.<\/a><\/p>\n<p><strong>Andr\u00e9s Waissman (Argentinien) und James Peck (Malwinen) zeigen Gem\u00e4lde im Centro Cultural Borges<\/p>\n<p><em>Von Susanne Franz<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/peck.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/peck.jpg\" alt=\"\" title=\"peck\" width=\"250\" height=\"196\" class=\"alignleft size-full wp-image-4523\" \/><\/a>Ein kleiner Saal im ersten Stock des Centro Cultural Borges beherbergt momentan eine in vielerlei Hinsicht sehr \u00ednteressante Ausstellung &#8211; hier reichen sich die K\u00fcnstlerkollegen James Peck von den Malwinen und Andr\u00e9s Waissman, waschechter Porte\u00f1o, symbolisch f\u00fcr ihre V\u00f6lker die H\u00e4nde in Freundschaft und zeigen gleichzeitig einen fein differenzierten Querschnitt ihrer Gem\u00e4lde, die auf eigent\u00fcmliche Weise miteinander kontrastieren und sich erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>Waissmans abstrakte Gem\u00e4lde zeichnen in ersch\u00fctternder Weise eine Welt, in der der Mensch von der Maschinerie seines eigenen &#8220;Fortschritts&#8221; \u00fcberrollt wurde. Entv\u00f6lkerte Gro\u00dfstadtbilder, in denen man ausgebrannte Fabrikhallen erahnen kann, oder apokalyptische Visionen von den Planeten zerst\u00f6renden Menschenmassen sind Aufschreie eines sensiblen K\u00fcnstlers, der sich nicht der Hilflosigkeit ergibt, sondern sich kreativ rnit seinen \u00c4ngsten (und denen vieler anderer) auseinandersetzt.<!--more--><\/p>\n<p>Viel ruhiger die Landschaftsbilder Pecks, die die Gegenst\u00e4ndlichkeit beinahe verlassen. Verschwommene Farben und Fl\u00e4chen, eine traumwandlerische Pinself\u00fchrung erzeugen eine fast fiebrig \u00fcbersteigerte Vision von Weite, Ein\u00f6de und Einsamkeit. Menschen oder menschliche Ansiedlungen sind eher angedeutet, gleichnishaft wird die erste Inbesitznahme der Erde durch den Menschen heraufbeschworen \u2013 vor dessen Untergang wiederum Waissmans Bilder warnen. <\/p>\n<p>Universelle menschliche Themen verbinden die beiden in jeder Hinsicht unterschiedlichen K\u00fcnstler. Beide schenken dem Betrachter ihr Werk, und indem sie es gemeinsam tun, weisen sie auf die Absurdit\u00e4t und Sinnlosigkeit aller Kriege und Grenzstreitigkeiten hin. James Peck wusste am Abend der Ausstellungser\u00f6ffnung am 31. M\u00e4rz noch nicht einmal, wie er wieder nach Hause kommen w\u00fcrde, denn die chilenische Fluggesellschaft LAN hatte die Fl\u00fcge auf die Malwinen eingestellt, um gegen die weitere Inhaftierung Pinochets zu protestieren. Und ob man es Andr\u00e9s Waissman jemals erlauben wird, eine gemeinsame Ausstellung mit Peck auf den Malwinen zu gestalten, steht in den Stemen.<\/p>\n<p><strong>Foto:<\/strong><\/p>\n<p>Landschaft f\u00fcr Traumwandler von James Peck (Malwinen).<\/p>\n<p><em>Erschienen im \u201cArgentinischen Tageblatt\u201d am 10. April 1999.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano. 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