{"id":5419,"date":"2010-11-21T20:42:59","date_gmt":"2010-11-21T23:42:59","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=5419"},"modified":"2010-11-23T16:12:51","modified_gmt":"2010-11-23T19:12:51","slug":"die-kunst-der-parallel-stadte-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2010\/11\/21\/die-kunst-der-parallel-stadte-2\/","title":{"rendered":"Die Kunst der Parallel-St\u00e4dte"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2010\/11\/21\/el-arte-de-las-ciudades-paralelas\/\">Click aqu\u00ed para ller la versi\u00f3n en castellano.<\/a><\/p>\n<p><strong>Das Festival &#8220;Ciudades paralelas&#8221; startet n\u00e4chste Woche in Buenos Aires<\/p>\n<p><em>Von Flora Roenneberg<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Ciudades_paralelas11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Ciudades_paralelas11.jpg\" alt=\"\" title=\"Ciudades_paralelas11\" width=\"520\" height=\"69\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5420\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Ciudades_paralelas11.jpg 520w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Ciudades_paralelas11-300x39.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8220;Bahnh\u00f6fe, Hotelzimmer, Shoppingcenter &#8211; all dies sind wiedererkennbare Orte, die in St\u00e4dten rund um die Welt parallele Existenzen mit \u00e4hnlichen Regeln, aber lokalen Gesichtern haben.&#8221; Die Worte von Lola Arias und Stefan Kaegi, Leiter des Projektes &#8220;Ciudades paralelas&#8221; (Parallel-St\u00e4dte), zeigen ihre Faszination f\u00fcr das, was sich hinter den Kulissen des Alltags befindet, und f\u00fcr die Seele eines Ortes, der weltweit gleich scheint und doch durch die Menschen, die ihn durchlaufen, einzigartig wird. Zur Teilnahme an ihrem internationalen Kunstfestival riefen der Schweizer und die Argentinierin K\u00fcnstler dazu auf, allt\u00e4gliche Stationen als Beobachter und Darsteller zu nutzen. Dabei entstanden Projekte, die einen allt\u00e4glichen Ort in eine B\u00fchne verwandeln und den Zuschauer dazu verf\u00fchren, den Ort mit neuen Augen zu sehen.<!--more--><\/p>\n<p>&#8220;Kunst flie\u00dft, beinah unbemerkt und doch pr\u00e4sent, in das Leben der Stadt ein&#8221;, bekr\u00e4ftigte der Engl\u00e4nder Ant Hampton, einer der K\u00fcnstler, der sich am Festival beteiligt. Das Projekt wurde am Mittwoch im Malba vorgestellt und soll am 25. November in Buenos Aires beginnen. Es ist ein kooperatives Kulturprojekt der HAU Berlin in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Z\u00fcrich, und wird von der Kulturstiftung des Bundes, der Kulturstiftung der Schweiz &#8220;Pro Helvetia&#8221; und dem Goethe-Institut in Buenos Aires unterst\u00fctzt. Das Festival ist f\u00fcr die St\u00e4dte Berlin, Buenos Aires, Warschau und Z\u00fcrich konzipiert. In Berlin hat es letztes Jahr bereits mit gro\u00dfem Erfolg stattgefunden, nun liegt es an den Porte\u00f1os, das Kunstprojekt mit offenen Armen zu empfangen.<\/p>\n<p>Das Festival wird von den K\u00fcnstlern Ant Hampton und Tim Etchells (Gro\u00dfbritannien), Cristi\u00e1n Garc\u00eda (Schweiz), Ligna (Deutschland), Gerardo Naumann (Argentinien), Mariano Pensotti (Argentinien), Lola Arias (Argentinien), Dominic Huber (Schweiz) und Stefan Kaegi (Schweiz) bestimmt. Alle kamen sie im Malba, unter der Gespr\u00e4chsleitung von Marcelo Pitrola, an einem Tisch zusammen und sprachen \u00fcber ihre Erfahrungen im Rahmen des Festivals in Berlin. Au\u00dferdem wurde ein Dokumentarfilm \u00fcber das Berliner Kunstspektakel gezeigt, der dem Publikum den Zauber jedes einzelnen Ortes innerhalb des Festivals vor Augen f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Der Film zeigt, wie sich die K\u00fcnstler an \u00f6ffentlichen Orten verwirklichen, k\u00fcnstlerisch mitwirken und in das Geschehen einmischen. Acht K\u00fcnstler entschieden sich dabei bereits f\u00fcr 8 Orte in Berlin, an denen sie das Stadtleben zum Schauspiel werden lie\u00dfen. Berlin wurde dabei &#8220;live&#8221; zur Kulisse des Spektakels, und die Berliner zu Protagonisten. In manchen F\u00e4llen fielen die K\u00fcnstler in das Alltagsgeschehen ein, in dem sie mit Radio oder Chorgesang die Stadt belebten. Andere wagten es, hinter die Kulissen des Ortes zu sehen und die Charaktere genauer kennenzulernen. Die Darstellungskraft der K\u00fcnstler ist dabei grundverschieden.<\/p>\n<p>Ein Bahnhof wird zur Schriftb\u00fchne. Vier Schriftsteller beobachten im Rahmen des Projektes &#8220;Sometimes I think I can see you&#8221;, von Mariano Pensotti, das Geschehen des Ortes aus verschiedenen Perspektiven und schreiben. Ihre Worte flie\u00dfen dabei auf einer \u00f6ffentlichen Leinwand in voller Gr\u00f6\u00dfe zusammen, \u201ewie eine \u00dcberwachungskamera, die alle Bewegungen der anonymen Menschen im Bahnhof aufzeichnet, transformiert jeder Schriftsteller die spontanen Bewegungen im \u00f6ffentlichen Raum. So entstehen Erz\u00e4hlungen, die davon handeln, was sich in den K\u00f6pfen parallel zum Leben auf dem Bahnhof abspielt oder abspielen k\u00f6nnte\u201c. Dieses Kunstprojekt wird nun den Bahnhof Palermo zur B\u00fchne machen, wobei die Fahrg\u00e4ste zu Protagonisten einer fiktionalen und parallel-realen Erz\u00e4hlung werden.<\/p>\n<p>Anderswo wird eine Fabrik zur B\u00fchne. Gerardo Neumanns Projekt &#8220;Fabrik&#8221; sieht hinter die Kulissen der ratternden Maschinen der Bohnerwachs-Fabrik &#8220;Cera Suiza&#8221; und st\u00fcrzt sich in das Leben der Fabrikarbeiter. Ein weiteres aufregendes Spektakel wird zwischen B\u00fccherregalen wahr gemacht. Das Projekt &#8220;The Quiet Volume&#8221; von Ant Hampton und Tim Etchells findet im Lesesaal der Nationalbibliothek (Ag\u00fcero 2502) statt. Zwischen den Buchstaben und Seiten gefangen, beginnt hier eine Reise durch die Welt der B\u00fccher. Wem das R\u00e4tsel der B\u00fccher noch nicht genug ist, der kann in der Stra\u00dfe Beruti 4566 ein Haus besuchen und in das Geschehen auf mehreren Stockwerken eintauchen. Im &#8220;Ibis Hotel Congreso&#8221; werden die Besucher im Rahmen des Projektes &#8220;Hotel&#8221; von Lola Arias selbst zu Zimmerm\u00e4dchen und werden durch Filme, O-T\u00f6ne, Texte und Fotos in das Hintergundgeschehen des Hotellebens eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Etwas weiter weg l\u00e4dt Stefan Kaegi die Porte\u00f1os auf einem Dach (Bartolom\u00e9 Mitre 1559) dazu ein, die Stadt mit den Augen eines Blinden zu &#8220;sehen&#8221;, w\u00e4hrend der K\u00fcnstler Cristian Garc\u00eda mit seinem Projekt &#8220;Im Namen des Volkes&#8221; den Justizpalast (Talcahuano 550) und Ligna mit dem Projekt \u201eShopping Center\u201c stille Orte zum Klingen bringen. Au\u00dferdem bietet die Ausstellung &#8220;Artistas Paralelos en el Centro del Festival&#8221; (K\u00fcnstler im Mittelpunkt des Festivals) in der Galerie Pasaje 17 (Bme. Mitre 1559) genaueren Einblick in die Kunst der Darsteller.<\/p>\n<ul>\n<li>Festival &#8220;Ciudades paralelas&#8221;, 26.11.-5.12., Infos <a href=\"http:\/\/www.ciudadesparalelas.com\/\">im Internet<\/a> oder unter Tel.: 4371-1651.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click aqu\u00ed para ller la versi\u00f3n en castellano. Das Festival &#8220;Ciudades paralelas&#8221; startet n\u00e4chste Woche in Buenos Aires Von Flora Roenneberg &#8220;Bahnh\u00f6fe, Hotelzimmer, Shoppingcenter &#8211; all dies sind wiedererkennbare Orte, die in St\u00e4dten rund um die Welt parallele Existenzen mit \u00e4hnlichen Regeln, aber lokalen Gesichtern haben.&#8221; Die Worte von Lola Arias und Stefan Kaegi, Leiter [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17,4],"tags":[],"class_list":["post-5419","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-theater-teatro","category-tipp-der-woche-recomendacion-de-la-semana"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5419"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5651,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5419\/revisions\/5651"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}