{"id":561,"date":"2006-07-30T08:42:07","date_gmt":"2006-07-30T11:42:07","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/07\/30\/beweise-von-sammelleidenschaft\/"},"modified":"2006-08-02T12:35:49","modified_gmt":"2006-08-02T15:35:49","slug":"beweise-von-sammelleidenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/07\/30\/beweise-von-sammelleidenschaft\/","title":{"rendered":"Beweise von Sammelleidenschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201cColeccionables y coleccionistas\u201d im Museum f\u00fcr Dekorative Kunst<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Von Susen Hermann<\/strong><\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image566\" alt=Abanico.JPG src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2006\/07\/Abanico.JPG\" \/><\/p>\n<p>Es gibt nichts, was man nicht sammeln kann. Beim Einen stapeln sich die Briefmarken und beim Anderen t\u00fcrmen sich antike M\u00f6belst\u00fccke. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sammeln f\u00fcr ihr Leben gern.<\/p>\n<p>Im Museo Nacional de Arte Decorativo (MNAD) in Buenos Aires l\u00e4uft seit dem 14. Juli die Ausstellung &#8220;Coleccionables y Coleccionistas&#8221; (Sammlungen und Sammler). Gezeigt werden dabei nicht nur St\u00fccke des Museums, sondern auch Sammlungen junger Privatpersonen, die stolz ihre Objekte zur Verf\u00fcgung gestellt haben, um sie der \u00d6ffentlichkeit zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Doch nicht die Briefmarke steht im Mittelpunkt dieser Schau. Gezeigt werden Dekorations- und Alltagsgegenst\u00e4nde aus vergangenen Jahrhunderten. Das Ambiente des Museums ist mehr als passend. Stuckdecken, Holzfu\u00dfb\u00f6den und Wandvert\u00e4felungen versetzen den Besucher zur\u00fcck ins Frankreich des 18. Jahrhunderts. Passend dazu beherbergen die riesigen R\u00e4ume nun Alltagsgegenst\u00e4nde aus vergangener Zeit, deren Gebrauch heutzutage v\u00f6llig aus der Mode oder in Vergessenheit geraten ist. Chinesisches Porzellan, Tabakd\u00f6schen, verzierte Kristallvasen, kleine Bronzefiguren bis hin zu einer Kollektion von Fingerh\u00fcten liegen in den Vitrinen des Museums.<!--more--> Jeder Fingerhut ist ein kleines Kunstwerk f\u00fcr sich und verdiente seine eigene Vitrine, um nicht in der F\u00fclle unterzugehen. Einige haben die Form einer russischen Matroschka, andere wiederum sind verziert mit Bildchen der englischen K\u00f6nigsfamilie. Auch argentinische Symbole schm\u00fccken die kleinen Objekte. Die Casa Rosada, das Theater Col\u00f3n oder ein tanzendes Tangop\u00e4rchen sind in feinen, hauchd\u00fcnnen Linien auf das N\u00e4hzubeh\u00f6r gezeichnet worden.<\/p>\n<p>Die mannshohe Vitrine im hinteren Salon beherbergt eine Sammlung ungew\u00f6hnlicher F\u00e4cher aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Handgemalte Bilder von Blumenstr\u00e4u\u00dfen oder japanischen G\u00e4rten schm\u00fccken die fr\u00fchst\u00fcckstellerkleinen Wedler. Ihr Gebrauch ist schon l\u00e4ngst in Vergessenheit geraten. Denn sie dienten nicht, wie anfangs zu vermuten, dem Zuwedeln frischer Luft, sondern als Schirmchen, die man beim geselligen Abend vor dem Kamin verwendete, um die Bl\u00e4sse des Gesichts vor dem Feuer zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Ein Foto an der R\u00fcckwand der Vitrine zeigt eine Dame aus dem dazugeh\u00f6rigen Jahrhundert. Mit unz\u00e4hligen Schichten von R\u00f6cken sitzt sie vor dem Kamin und h\u00e4lt einen solchen h\u00f6lzernen F\u00e4cher in der Hand. Das Bild vereinfacht es dem Betrachter, sich in die Zeit zu versetzen und sich vorzustellen, wie der seltsame Gebrauch dieser St\u00fccke vonstatten ging. Zudem verdeutlichen die abgenutzten Griffe der in der Vitrine ausgestellten F\u00e4cher, dass sie vor mehr als 100 Jahren \u00e4u\u00dferst intensiv verwendet worden sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auch andere Vitrinen beinhalten Bilder, die den Betrachter Hunderte von Jahren zur\u00fcckversetzen und es ihm erleichtern, sich die vielen Ausstellungsst\u00fccke in ihrem Alltagsgebrauch vorzustellen. So zum Beispiel die kleinen Tabakd\u00f6schen in Form von kleinen Sch\u00fchchen oder die Spazierst\u00f6cke mit ihren geschnitzten Griffen.<\/p>\n<p>Noch bis 3. September sind diese filigranen, kuriosen, extravaganten oder einfach sch\u00f6nen St\u00fccke dienstags bis sonntags von 14 bis 19 Uhr im MNAD zu besichtigen. Der Eintritt betr\u00e4gt acht, f\u00fcr Studenten und Rentner vier Pesos. Gratisbesichtigungen sind jeden Dienstag m\u00f6glich. Das Museo Nacional de Arte Decorativo befindet sich in der Av. del Libertador 1902.<\/p>\n<p><em>Dieser Artikel erschien am 29.7.06 im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221;.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cColeccionables y coleccionistas\u201d im Museum f\u00fcr Dekorative Kunst Von Susen Hermann Es gibt nichts, was man nicht sammeln kann. Beim Einen stapeln sich die Briefmarken und beim Anderen t\u00fcrmen sich antike M\u00f6belst\u00fccke. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sammeln f\u00fcr ihr Leben gern. Im Museo Nacional de Arte Decorativo (MNAD) in Buenos Aires l\u00e4uft seit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-561","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein-general"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/561","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=561"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/561\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=561"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=561"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=561"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}