{"id":589,"date":"2006-08-10T08:20:39","date_gmt":"2006-08-10T11:20:39","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/08\/10\/briefe-und-ein-leerer-tisch\/"},"modified":"2006-08-12T21:37:41","modified_gmt":"2006-08-13T00:37:41","slug":"briefe-und-ein-leerer-tisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/08\/10\/briefe-und-ein-leerer-tisch\/","title":{"rendered":"Briefe und ein leerer Tisch (2003)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Marga Steinwassers Installation im &#8220;Museo de la Sho\u00e1&#8221;<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Von Susanne Franz<\/strong><\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image605\" alt=Marga2.jpg src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2006\/08\/Marga2.jpg\" align=left hspace=5\/>F\u00fcr ihre Ausstellung &#8220;Cartas y una mesa vac\u00eda&#8221; im &#8220;Museo de la Sho\u00e1&#8221; wollte Marga Steinwasser mit den minimalistischsten Elementen arbeiten. Ein wenig als Kontrast zu dem Museum der &#8220;Fundaci\u00f3n Memoria del Holocausto&#8221;, in dessen 1. Stockwerk sie mit zwei anderen K\u00fcnstlerinnen, Graciela Schifrin Lorenzano und Claudia Contreras, ausstellt. Der Besucher betritt zun\u00e4chst das Museum, dessen Ausstellungsbereich sehr klein und deshalb auch gut \u00fcberschaubar ist. Die hervorragend konzipierte Pr\u00e4sentation des Museums tr\u00e4gt zus\u00e4tzlich zur Dokumentation an sich mit dazu bei, dass man schlie\u00dflich schweren Herzens und wie immer mit dem Entsetzen \u00fcber das, was geschehen ist, nach oben geht, und eigentlich \u00fcberlegt, was noch hinzugef\u00fcgt werden kann.<\/p>\n<p>Aber die Geschichte h\u00f6rt nicht auf und hat G\u00fcltigkeit f\u00fcr jeden, der von ihr betroffen war und ist. &#8220;Das Wichtigste in meinem Leben ist passiert, bevor ich geboren wurde&#8221;, sagt Marga Steinwasser. So schafft sie Graphiken von Briefen, in einer Gaufrage-Pr\u00e4getechnik, die diese Briefe plastisch hervorhebt, obwohl sie &#8220;nicht da&#8221; sind: denn es sind die Briefe, auf die diejenigen, die auswandern konnten, warteten &#8211; und die irgendwann nicht mehr kamen. Angeregt wurde Marga auch von einem Buch des Uruguayers Mauricio Rosencof, &#8220;Las cartas que nunca llegaron&#8221; (Die Briefe, die nie ankamen).<\/p>\n<p>Auf einem einfachen wei\u00dfen Tisch, um den schlichte Holzst\u00fchle stehen, hat Marga f\u00fcr vier Personen gedeckt, vier Menschen, die in KZs ermordet wurden &#8211; zwei Erwachsene und zwei Kinder. Auf den Tellern stehen ihre Geburts- und Todesdaten.<\/p>\n<p>Kommunikation, die Notwendigkeit, in Verbindung zu bleiben, auf der einen Seite &#8211; der famili\u00e4re Ritus des Tischdeckens und Essens auf der anderen: Mit zwei ganz einfachen Konzepten gelingt es Marga Steinwasser, ein Gef\u00fchl zu vermitteln f\u00fcr das unmittelbare Eindringen des Horrors in das allt\u00e4gliche menschliche Leben.<\/p>\n<p><em>Dieser Artikel erschien im Oktober 2003 im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221;.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Marga Steinwassers Installation im &#8220;Museo de la Sho\u00e1&#8221; Von Susanne Franz F\u00fcr ihre Ausstellung &#8220;Cartas y una mesa vac\u00eda&#8221; im &#8220;Museo de la Sho\u00e1&#8221; wollte Marga Steinwasser mit den minimalistischsten Elementen arbeiten. Ein wenig als Kontrast zu dem Museum der &#8220;Fundaci\u00f3n Memoria del Holocausto&#8221;, in dessen 1. 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