{"id":6181,"date":"2011-01-15T13:37:12","date_gmt":"2011-01-15T16:37:12","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=6181"},"modified":"2011-01-15T13:45:52","modified_gmt":"2011-01-15T16:45:52","slug":"ein-sommer-voller-kultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2011\/01\/15\/ein-sommer-voller-kultur\/","title":{"rendered":"Ein Sommer voller Kultur"},"content":{"rendered":"<p><strong>Reiches Angebot der Museen und Kulturzentren in Buenos Aires f\u00fcr Daheimgebliebene<\/p>\n<p><em>Von Susanne Franz<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/yrurtia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/yrurtia.jpg\" alt=\"\" title=\"yrurtia\" width=\"250\" height=\"355\" class=\"alignleft size-full wp-image-6185\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/yrurtia.jpg 250w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/yrurtia-211x300.jpg 211w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Die Kultur macht diesen Sommer keine Pause. Um den Daheimgebliebenen oder Kurzurlaubern gerecht zu werden, bieten die meisten Museen und Kulturzentren der Stadt weiterhin ein reichhaltiges Programm. So wurden im sch\u00f6nen &#8220;Museo Casa de Yrurtia&#8221; in Belgrano (O\u2019Higgins 2390, Di-Fr 13-19, Sa und So 15-19 Uhr) am vergangenen Sonntagabend gleich drei Ausstellungen eingeweiht. Im Durchgangssaal &#8220;XI&#8221; zwischen Eingangsbereich und Garten zeigt der renommierte argentinische K\u00fcnstler <a href=\"http:\/\/www.jorgegarnica.com\/index2.html\">Jorge Garnica<\/a> seine &#8220;Serie Humus&#8221;. Die relativ kleinformatigen Zeichnungen mit bunter Kreide auf schwarzem Grund und &#8220;Wort&#8221;-Zeilen aus einem nur dem K\u00fcnstler bekannten Alphabet \u00fcberraschen alle Garnica-Fans, de seine bunten gro\u00dfformatigen Werke kennen. Er wollte mal &#8220;nicht immer nur Garnica sein&#8221; und raus aus seiner Haut, sagt er selbst bei der Er\u00f6ffnungsfeier im vertr\u00e4umten Garten des Museums, und nennt seine faszinierenden neuen Bilder treffend &#8220;lateinamerikanische Poesien&#8221;.<!--more--><\/p>\n<p>Bevor man den Garten betritt, begegnet man der zweiten Ausstellung in der leeren Zisterne des Museums (stehende Gew\u00e4sser in \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden sind wegen der Dengue-Gefahr verboten) und dem drumherum liegenden Laubengang: Hier zeigt Pepe C\u00e1ceres Skulpturen aus Holz und Plastik, das er so geschickt bemalt und bearbeitet, dass es wie &#8220;echtes&#8221; Holz aussieht. Seine abstrakten Pflanzen \u00e4hnelnden &#8220;Skulpturengew\u00e4chse&#8221; plant er nicht im Voraus: &#8220;Sie wachsen, w\u00e4hrend ich an ihnen arbeite, und geben mir auch vor, wann ich aufh\u00f6ren soll und sie vollendet sind&#8221;, beschreibt der K\u00fcnstler seinen intuitiven Schaffensprozess.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/jbatalla11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/jbatalla11.jpg\" alt=\"\" title=\"jbatalla11\" width=\"250\" height=\"205\" class=\"alignleft size-full wp-image-6182\" \/><\/a>Ganz hinten im Museumsgarten befindet sich der &#8220;Jard\u00edn de Esculturas&#8221;, in dem immer interessante Bildhauer ihre Werke zeigen: In diesem Sommer stellt hier der au\u00dferordentlich talentierte <a href=\"http:\/\/www.juanbatalla.blogspot.com\/\">Juan Batalla<\/a> aus. Batalla arbeitet mit abgenutzten Fahrradreifen, mit denen er Holz &#8220;umkleidet&#8221;. Seine h\u00f6chst eigenwilligen Werke besitzen eine spannungsgeladene Aura, die einmal von der urspr\u00fcnglichen Kraft der &#8220;darunterliegenden&#8221; Form ausgeht, die kaum geb\u00e4ndigt unter der Oberfl\u00e4che zu brodeln scheint, und dem Geheimnis der sie bedeckenden \u00e4u\u00dferen Schicht aus ineinander verschlungenen Reifenbahnen, in denen das abgefahrene Profil sichtbar bleibt, und auch Kratzer und Staub und Schmutz der vielen vergangenen Fahrten. Gefesselt sein, vielleicht gefesselt sein wollen, oder doch ausbrechen, ein st\u00e4ndiger Kampf scheint sich hier abzuspielen und die &#8220;bewegungslose&#8221; Form lebendig zu machen.<\/p>\n<p>Etwa zwei Monate will er die Ausstellungen im Museum belassen, sagt Museumsdirektor Osvaldo Mastromauro. Ein Besuch lohnt sich!<\/p>\n<p>Sehr empfehlenswert f\u00fcr alle, die dieses Wochenende einen Kulturrundgang planen, ist ein Abstecher ins Centro Cultural Borges (Viamonte Ecke San Mart\u00edn, Sa 10-21, So 12-21 Uhr): Hier sind nur noch bis zum 16. Januar einschlie\u00dflich Werke aus der Sammlung Banco Naci\u00f3n zu sehen, die erstmals der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich sind, darunter exquisite Gem\u00e4lde von Karl Kaufmann von um 1890 und viele sehr gute Werke fast aller gro\u00dfen K\u00fcnstler der argentinischen Kunstgeschichte. Portr\u00e4ts der Museumsdirektoren und alte Stiche des Bankgeb\u00e4udes sind in einem kleinen, feinen Nebenraum zu bewundern. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n<p>Auch nur noch dieses Wochenende kann man die wilde Schaffenskraft der vier herausragenden K\u00fcnstler Jorge de la Vega, Ernesto Deira, R\u00f3mulo Maccio und Luis Felipe No\u00e9 im Museo Nacional de Bellas Artes (Av del Libertador 1473, Sa und So 9.30-20.30 Uhr) bewundern. Die Ausstellung &#8220;Nueva Figuraci\u00f3n 1961-1965&#8221; ist ebenfalls gratis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reiches Angebot der Museen und Kulturzentren in Buenos Aires f\u00fcr Daheimgebliebene Von Susanne Franz Die Kultur macht diesen Sommer keine Pause. Um den Daheimgebliebenen oder Kurzurlaubern gerecht zu werden, bieten die meisten Museen und Kulturzentren der Stadt weiterhin ein reichhaltiges Programm. So wurden im sch\u00f6nen &#8220;Museo Casa de Yrurtia&#8221; in Belgrano (O\u2019Higgins 2390, Di-Fr 13-19, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,4],"tags":[],"class_list":["post-6181","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein-general","category-tipp-der-woche-recomendacion-de-la-semana"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6181"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6181\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6191,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6181\/revisions\/6191"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}