{"id":676,"date":"2006-09-10T07:21:01","date_gmt":"2006-09-10T10:21:01","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/09\/10\/911-bilder-des-schreckens\/"},"modified":"2006-09-10T14:03:05","modified_gmt":"2006-09-10T17:03:05","slug":"911-bilder-des-schreckens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2006\/09\/10\/911-bilder-des-schreckens\/","title":{"rendered":"9\/11 &#8211; Bilder des Schreckens"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fotoausstellung in Erinnerung an den 11. September<\/p>\n<p><em>Von Susen Hermann<\/em><\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image677\" alt=9eleven2.JPG src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2006\/09\/9eleven2.JPG\" \/><br \/>\n<em>Bild von &#8220;Magnum Photos&#8221;.<\/em><\/p>\n<p>Das Datum, 11. September, hat seit 2001 einen bitteren Beigeschmack. Es wurde Synonym f\u00fcr die Unsicherheit in der Welt und die Angst vor dem Terror. Wer die Ausdr\u00fccke &#8220;Die Anschl\u00e4ge vom 11. September&#8221; oder &#8220;nine\/eleven&#8221; h\u00f6rt, dem dr\u00e4ngen sich Bilder des Schreckens und des Unfassbaren auf. Die Bilder, die noch am gleichen Tag \u00fcber unz\u00e4hlige Fernsehbildschirme flackerten und die schwersten Terroranschl\u00e4ge in der Geschichte der USA zeigten, haben sich in den K\u00f6pfen der Menschheit festgebrannt.<\/p>\n<p>Das terroristische Attentat, bei dem zwei Flugzeuge in die beiden T\u00fcrme des World Trade Centers in New York rasten und das Leben von rund 3000 Menschen kostete, ist am kommenden Montag f\u00fcnf Jahre her. Anl\u00e4sslich dieses traurigen Jubil\u00e4ums hat die Amerikanische Botschaft in Zusammenarbeit mit dem Centro Cultural Borges eine Ausstellungsreihe in Gedenken an die Opfer des 11. September organisiert. Die Fotodokumentation steht auch stellvertretend &#8220;f\u00fcr alle Opfer des Terrorismus in dieser Welt&#8221;, wie Roger Haloua, der Direktor des Kulturzentrums, bei der Er\u00f6ffnungsrede am Donnerstag betonte.<\/p>\n<p>Die renommierten Fotografen der in New York ans\u00e4ssigen Fotoagentur &#8220;Magnum&#8221; haben die Ausma\u00dfe der Anschl\u00e4ge fotodokumentarisch festgehalten. Nun sind die Bilder f\u00fcr drei Wochen in Buenos Aires zu sehen. Der Besucher erh\u00e4lt einen anderen Blick auf die Anschl\u00e4ge und seine Auswirkungen in so einer riesigen Stadt wie New York. Die Sichtweise brillanter Fotografen.<!--more--><\/p>\n<p>Am Ende der Ausstellungshalle ist eine Fotoreihe von sechs Bildern, die knapp einen Monat vor dem 11. September geschossen wurden. Die riesigen, pr\u00e4chtigen T\u00fcrme scheinen allem und jedem trotzen zu k\u00f6nnen. Dann der 11.09. &#8211; Menschen rennen in Panik auf die Kamera zu, im Hintergrund steigt eine riesige Rauchschwade aus den Geb\u00e4uden. Der 14.09. &#8211; eine Nahaufnahme zeigt zwei Frauen, die sich in den Armen halten. Kerzen beleuchten ihre traurigen Gesichter. Der 18.09. &#8211; der R\u00fccken einer Frau ist zu sehen. Sie beugt sich \u00fcber ein Meer aus Kerzen, Blumen, Bildern und Briefen. Und immer wieder Bilder angef\u00fcllt mit Rauch, Schutt und Ascheregen.<\/p>\n<p>Die Fotos sind beeindruckend. Nicht nur ihre aussagekr\u00e4ftigen Bildinhalte, sondern auch der Bildausschnitt, das Spiel mit dem Licht und der Blickwinkel der Fotografen zeigen, dass hinter den Kameras angesehene K\u00fcnstler hantierten. Und neben der genialen Anordnung und Belichtung des Gesehenen stehen die Geschichten tausender Menschen: Ein gr\u00fcner Stra\u00dfenbriefkasten ist \u00fcbers\u00e4t von Bildern vermisster Angeh\u00f6riger. Die beschriebenen Zettel sind bedruckt mit lachenden Kindergesichtern oder gl\u00fccklichen Familienfotos. Dem Betrachter wird bewusst, dass in dem Geb\u00e4ude, das nur noch als ein Gerippe im Staub abfotografiert werden konnte, so viele Menschen umgekommen sind.<\/p>\n<p>Die Bilder zu betrachten und die Bilder zu verstehen, sind dennoch zweierlei Sachen. Selbst heute &#8211; f\u00fcnf Jahre nach dem verheerenden Attentat &#8211; sind die Ausma\u00dfe unvorstellbar. Und dennoch erz\u00e4hlt die Fotoschau nicht nur traurige Geschichten. &#8220;I survived&#8221; (Ich habe \u00fcberlebt) hat jemand in die dicke Schicht aus Asche auf eine Motorhaube geschrieben. Und darunter: &#8220;Moe&#8221;.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation  ist noch bis Sonntag, den 01. Oktober, im Saal 21 des Centro Cultural Borges zu sehen. Das Kulturzentrum befindet sich an der Ecke Viamonte und San Mart\u00edn. Die Ausstellung ist montags bis samstags von 10 bis 21 Uhr ge\u00f6ffnet, sonntags von 12 bis 21 Uhr. Der Eintritt betr\u00e4gt 3 Pesos, f\u00fcr Studenten und Rentner 1,50 Pesos.<\/p>\n<p><em>Der Artikel erschien am 09.09.2006 m &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221;.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fotoausstellung in Erinnerung an den 11. September Von Susen Hermann Bild von &#8220;Magnum Photos&#8221;. Das Datum, 11. September, hat seit 2001 einen bitteren Beigeschmack. Es wurde Synonym f\u00fcr die Unsicherheit in der Welt und die Angst vor dem Terror. Wer die Ausdr\u00fccke &#8220;Die Anschl\u00e4ge vom 11. 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