{"id":7890,"date":"2011-07-03T22:28:02","date_gmt":"2011-07-04T01:28:02","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=7890"},"modified":"2011-07-08T21:19:52","modified_gmt":"2011-07-09T00:19:52","slug":"ein-spiel-und-doch-kein-spiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2011\/07\/03\/ein-spiel-und-doch-kein-spiel\/","title":{"rendered":"Ein Spiel, und doch kein Spiel"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8220;Mecha&#8221; von Miguel Angel Rios in der Galerie Ruth Benzacar<\/p>\n<p><em>Von Jasmin M\u00fcller<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/mecha.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/mecha.jpg\" alt=\"\" title=\"mecha\" width=\"250\" height=\"179\" class=\"alignleft size-full wp-image-7892\" \/><\/a>Ein kleiner Ort in den Anden Kolumbiens 2010: Hier begann das Projekt &#8220;Mecha&#8221; des K\u00fcnstlers Miguel Angel Rios. Er ist auf der Suche nach den Wurzeln des \u00fcber 500 Jahre alten Spiels &#8220;Tejo&#8221; &#8211; seit 2000 offizieller Nationalsport in Kolumbien. Das Ergebnis der Filmaufnahmen kann man sich noch bis zum 29.7. im Hauptsaal der <a href=\"http:\/\/www.ruthbenzacar.com\/\">Galerie Ruth Benzacar<\/a> anschauen.<\/p>\n<p>Die Sportart besteht daraus, dass Spieler mit einer Metallscheibe auf einen Lehmkasten werfen. In der Mitte ist durch Schwarzpulvertaschen &#8211; die sogenannten Mechas &#8211; ein Kreis abgetrennt. Diese explodieren, sobald sie von den Metallscheiben getroffen werden. Gewonnen hat das Team, welches am meisten Mechas zum Knallen zu bringt.<\/p>\n<p>In einem offenen schwarzen Raum im Zentrum der Galerie blickt man auf zwei Gro\u00dfleinw\u00e4nde und sieht den Ablauf des Spiels aus verschiedenen Blickwinkeln und Einstellungen. In diesen zehn Minuten sind spritzender Schlamm, rollende und fliegende Metallplatten und kleine Explosionen zu sehen &#8211; alles Elemente des Spiels. Die Kamera bewegt sich schnell, die Perspektiven wechseln oft. Manchmal sieht man nur durch ein winziges Loch wie durch den Lauf eines Gewehrs den Ort, an dem das Spiel stattfindet. Aber wie ein Spiel erscheint das Ganze kaum. Es knallt, es ist d\u00fcster, Menschen rennen durch eine Halle, die an ein leerstehendes Tierheim erinnert. Bereiche sind durch Gitter und Z\u00e4une abgetrennt.<\/p>\n<p>Es ist ein aufregendes Spiel. Die Sportart beinhaltet Explosionen, Sch\u00fcsse, Ausrufe der Spieler und Oh\u2019s und Ah\u2019s der Zuschauer. All das sind Elemente, die man eigentlich nur von Kriegsfilmen oder von Berichten aus Kriegsgebieten kennt.<\/p>\n<p>Bei Tejo gibt es zwar keine Opfer, jedoch auch keinen Moment der Stille oder des Friedens. Der in Catamarca, Argentinien, geborene K\u00fcnstler will mit dieser Videoinstallation auf die Gewalt aufmerksam machen, die t\u00e4glich in Kolumbien und auf der ganzen Welt herrscht. Er thematisiert die Gefahr des Krieges, die uns allt\u00e4glich umgibt. Dazu nutzt er das mehr als f\u00fcnf Jahrhunderte alte Spiel Tejo &#8211; eine s\u00fcdamerikanische kulturelle Tradition, welche h\u00e4ufig im Mittelpunkt seiner Arbeiten stehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Mecha&#8221; von Miguel Angel Rios in der Galerie Ruth Benzacar Von Jasmin M\u00fcller Ein kleiner Ort in den Anden Kolumbiens 2010: Hier begann das Projekt &#8220;Mecha&#8221; des K\u00fcnstlers Miguel Angel Rios. Er ist auf der Suche nach den Wurzeln des \u00fcber 500 Jahre alten Spiels &#8220;Tejo&#8221; &#8211; seit 2000 offizieller Nationalsport in Kolumbien. 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