{"id":9123,"date":"2011-10-02T15:17:54","date_gmt":"2011-10-02T18:17:54","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=9123"},"modified":"2011-11-06T21:34:13","modified_gmt":"2011-11-07T00:34:13","slug":"das-geheimnis-der-cutterin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2011\/10\/02\/das-geheimnis-der-cutterin\/","title":{"rendered":"Das Geheimnis der Cutterin"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2011\/10\/02\/el-secreto-del-recorte\/\">Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano.<\/a><\/p>\n<p><strong>Portr\u00e4t der deutschen K\u00fcnstlerin Kirsten Mosel, die seit einem Jahr in Argentinien lebt<\/p>\n<p><em>Von Susanne Franz<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM1.jpg\" alt=\"\" title=\"KM1\" width=\"250\" height=\"178\" class=\"alignleft size-full wp-image-9126\" \/><\/a>Schnipp, schnapp, ab. Was schneide ich weg, was lasse ich stehen? Dass diese an sich banalen Fragen von entscheidender Bedeutung sein k\u00f6nnen, beweist das Werk der deutschen K\u00fcnstlerin Kirsten Mosel, die seit einem Jahr in Buenos Aires lebt und arbeitet. Schnipp, schnapp &#8211; aber man kann auch andersherum fragen: Wie lasse ich aus dem Bereich, der beim Ausschneiden &#8220;stehengelassen&#8221; wurde, meine Form entstehen? Die abstrakte K\u00fcnstlerin Kirsten Mosel hat vor etwa einem Jahrzehnt den Pinsel gegen den Cutter ausgetauscht und arbeitet nun mit Folien, Filz, Klebeband, Fell oder Gummi &#8211; Materialien, die sie direkt auf die Wand oder auf Metall, Holz, Plexiglas oder andere Oberfl\u00e4chen klebt. Ihre Suche, ihr k\u00fcnstlerischer Ausdruck, hat sich dadurch nicht ver\u00e4ndert, sie benutzt lediglich eine andere Sprache.<\/p>\n<p>Vom Pinsel zum Cutter, von der Abstraktion zur Substraktion, wie kam es dazu? Die 1962 in Braunschweig geborene Kirsten Mosel studierte Germanistik, Kunstp\u00e4dagogik und bis 1990 Malerei und Grafik an der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Braunschweig. Nach einem DAAD-Jahresstipendium in Rom unterhielt sie mehrere Jahre lang, bis 1997, ein Atelier in K\u00f6ln &#8211; in dieser Zeit entstanden wilde, abstrakte Gem\u00e4lde. Zu einem radikal neuen Ansatz fand die K\u00fcnstlerin in den Jahren 1997 bis 2005, als sie in Las Palmas de Gran Canaria lebte und arbeitete.<!--more--><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM_Pools1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM_Pools1.jpg\" alt=\"\" title=\"KM_Pools\" width=\"250\" height=\"200\" class=\"alignleft size-full wp-image-9147\" \/><\/a>Kirsten lebte auf einer Insel, die von blauem Meer umgeben war, wo aber viele Menschen Swimmingpools im Garten hatten. Angeregt von der Absurdit\u00e4t dieser k\u00fcnstlichen Schwimmbecken entstand die blaue Serie der &#8220;Pools&#8221;, in der sie begann, auf Lastwagenplanen zu malen. Mit Schablonen deckte sie Teile der Planen ab und bemalte mit Siebdruckfarbe die frei bleibenden Bereiche, deckte dann andere Teile ab, usw., bis das Bild &#8220;fertig&#8221; war, d.h. dem von ihr geplanten Konzept entsprach. &#8220;Ich hatte immer schon versucht, Figur und Grund zu trennen&#8221;, sagt Mosel. Aber durch das neue Schablonenverfahren habe ihre Malerei noch st\u00e4rker &#8220;wie ausgeschnitten&#8221; gewirkt.<\/p>\n<p>&#8220;Eigentlich ging es mir nicht um die Pools an sich&#8221;, erkl\u00e4rt Mosel. &#8220;Ich habe sie lediglich als Anlass genommen, um \u00fcber Fl\u00e4che und Raum nachzudenken.&#8221; So h\u00e4tten sich nur kurze Zeit an David Hockney erinnernde Wasserschlieren in ihren Werken befunden, sp\u00e4ter seien aus ihren Pools &#8220;K\u00f6pfe&#8221; und andere Formen &#8220;heraus- bzw. hineingewachsen&#8221;.<\/p>\n<p>Das kann man vielleicht als die Geburtsstunde der Mosel\u2019schen Formen betrachten. Seitdem hat die K\u00fcnstlerin sich ein umfangreiches Repertoire erarbeitet, an das sie sich angen\u00e4hert und das sie sich durch ihre Arbeit in Serien erschaffen hat. Heute greift sie sogar auf Formen aus ihrer wilden Zeit zur\u00fcck, denn &#8220;nach einer langen K\u00fcnstlerkarriere hat man das Recht, auf sich selbst zu rekurrieren&#8221;, so Mosel.<\/p>\n<p><strong>Neue Formen, neue Technik<\/strong><\/p>\n<p>Aber noch einmal zur\u00fcck nach Gran Canaria, wo die Protozoen der Mosel\u2019schen Formenwelt gerade aus dem Wasser gekrochen waren und zu leben begonnen hatten.<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt war Kirsten Mosel auch von den Diskussionen innerhalb der zeitgen\u00f6ssischen Kunstszene Spaniens umgeben, ein Land, in dem Antoni T\u00e0pies, der &#8220;Gro\u00dfvater der modernen Abstraktion&#8221;, die Richtung angibt. &#8220;Man wird an ihm gemessen&#8221;, sagt Kirsten Mosel. Die Spanier h\u00e4tten ihre Kunst &#8211; verglichen mit T\u00e0pies\u2019 informalistischer W\u00e4rme &#8211; als &#8220;kalt&#8221; empfunden, erz\u00e4hlt sie.<\/p>\n<p>T\u00e0pies lehrt, dass Malerei die Addition von Farben sei. &#8220;Ich machte jedoch etwas Gegenteiliges&#8221;, sagt Mosel. &#8220;Ich arbeitete mit positiven und negativen Formen auf industriell vorgefertigtem Grund. Bei mir gab es Malerei, aber gleichberechtigt auch den \u2018stehengelassenen\u2019 Malgrund.&#8221; Das Aufgemalte (Positive) und das Stehengelassene (Negative) waren dabei f\u00fcr Mosel gleichwertig. &#8220;Wichtig war auch das, was fehlte&#8221;, sagt Mosel, deshalb spricht sie von &#8220;Substraktion&#8221; anstatt &#8220;Abstraktion&#8221;, wenn sie diese Werke beschreibt.<\/p>\n<p>Irgendwann war die zwangsl\u00e4ufige Konsequenz aus ihrer Arbeit mit ausgeschnitten wirkenden Formen, dass Kirsten Mosel sich vom traditionellen Bild zu l\u00f6sen begann. Um das Jahr 2002 herum fand sie im Schneiden die ideale Technik f\u00fcr ihre Arbeit. &#8220;Ich habe den Pinsel gegen den Cutter ausgetauscht&#8221;, sagt Kirsten Mosel. &#8220;Meine Formen wurden jetzt geschnitten und dann auf einen Hintergrund aufgeklebt. Zun\u00e4chst war das Metall oder Holz, denn ich brauchte einen starken Widerstand.&#8221; Auch in diesen neuen Werken entscheidet Mosel, die Formen entweder auszuschneiden und aufzukleben und so &#8220;positiv&#8221; zu zeigen, oder im Negativverfahren zu arbeiten, d.h. etwas so wegzunehmen, dass sich die Form im stehengelassenen Grund offenbart.<\/p>\n<p>Sie experimentierte mit neuen Materialien wie Folien aus dem Werbebereich, Neopren, Isolierband, klebbarem Filz oder Gummi und schuf gro\u00dfformatige Werke mit beeindruckenden organischen Formen und farblicher Klarheit. Mit diesen Werken nahm Kirsten Mosel 2003 an der Ausstellung &#8220;Canarias Crea&#8221; (etwa: Das kreative Schaffen der Kanarischen Inseln) im Pabell\u00f3n Villanueva gleich gegen\u00fcber dem Prado in Madrid teil. 2004 hatte sie die Ehre, Spanien auf der Biennale von Dakar\/Senegal zu vertreten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM_Kubus-Hannover-2009.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM_Kubus-Hannover-2009.jpg\" alt=\"\" title=\"KM_Kubus Hannover 2009\" width=\"500\" height=\"334\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9137\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM_Kubus-Hannover-2009.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM_Kubus-Hannover-2009-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch auch diese Werke waren noch &#8220;Bilder&#8221; im klassischen Sinne, Objekte, die man auf- und wieder abh\u00e4ngen kann. Im Anschluss begann Kirsten Mosel, direkt auf der Wand zu arbeiten. &#8220;Ich habe den dreidimensionalen Bildraum verlassen und bin mit den gleichen Formen in eine Raumsituation gegangen&#8221;, beschreibt sie den Schritt. Der klassische Bildraum biete auch irgendwie Schutz, im &#8220;echten&#8221; Raum m\u00fcsse man auf die spezifischen Eigenschaften des Raumes reagieren, so die K\u00fcnstlerin.<\/p>\n<p>Besonders radikal ist das der Fall bei Mosels &#8220;Linien&#8221;-Interventionen. Sie biegen um die Ecke, gehen an die Decke, verlaufen am Boden, \u00fcberspringen T\u00fcren oder Steckdosen, Raumelemente, die man gar nicht mehr wahrnimmt, weil das Gehirn l\u00e4ngst die Linie zu Ende gedacht hat, sie komplettiert in seinem neurologisch vorbestimmten Bed\u00fcrfnis, aus tausenden Einzelinformationen ein verl\u00e4ssliches Bild zusammenzusetzen, das dem Eigent\u00fcmer des Denkzentrums ein zusammenh\u00e4ngendes Universum vorgaukelt.<\/p>\n<p>An den Enden der Linien, mit denen Mosel seit ca. 2005 arbeitet, sind im Laufe der Jahre auch &#8220;K\u00f6pfe&#8221; herausgewachsen, die die Linien ein bisschen wie riesige Golfschl\u00e4ger aussehen lassen. Wer wei\u00df, was als n\u00e4chstes aus ihnen entstehen wird.<\/p>\n<p><strong>Projekte in Argentinien<\/strong><\/p>\n<p>Momentan kann man in Buenos Aires und Umgebung zwei dieser Linien-Interventionen sehen: eine hat Kirsten Mosel am 23. Juni im 1. Stock der Universidad del Salvador (Marcelo T. de Alvear 1337) eingeweiht. &#8220;L\u00edneas para USAL&#8221; ist noch bis in den Oktober hinein zu sehen. Die Intervention, die die K\u00fcnstlerin der USAL geschenkt hat, wurde von den Studierenden begeistert aufgenommen, besonders an die Er\u00f6ffnung erinnert sich Mosel gern. Die Studenten der Uni, die mit der Universit\u00e4t Passau ein Partner-Abkommen f\u00fcr den Studiengang Kulturwirtschaft unterh\u00e4lt, h\u00e4tten kluge Fragen gestellt, einer habe ihre Linien mit Musiknoten verglichen.<\/p>\n<p>Die architektonische Intervention beginnt im Treppenaufgang, den die Studierenden benutzen, um in die Seminarr\u00e4ume im ersten Stock zu gelangen, geht dann den Korridor zu beiden Seiten entlang (teils auch an der Decke) und setzt sich um die Ecke an einer weiteren Wand fort. Wo beide G\u00e4nge zusammenkommen, entsteht ein Zentrum der Linien, die jeweils an ihrem Ende &#8220;Golfschl\u00e4ger&#8221;-K\u00f6pfe aufweisen. T\u00fcren und andere bauliche Details sind ausgespart. &#8220;Ich gehe mit reduzierten Elementen in den Raum und kreiere einen neuen Raum&#8221;, beschreibt die K\u00fcnstlerin die Ver\u00e4nderung des Ambientes, die sie mit ihrem Werk erreicht hat.<\/p>\n<p>Ein bisschen hat die Intervention gelitten in den Monaten, in denen das Uni-Leben um das Werk herum getobt hat: Einige St\u00fccke der schwarzen Klebefolie, die sich gel\u00f6st hatten, fielen einer allzu eifrigen Putzfrau zum Opfer. Damit ist Mosels Werk in guter Gesellschaft, wie oft ist das schon zeitgen\u00f6ssischen Kunstwerken widerfahren. Kirsten Mosel erinnert sich, als sie in Deutschland im Jahr 2008 in eisiger K\u00e4lte an einer Bushaltestelle in Hannover im Rahmen einer von der Stadt genehmigten Kunstaktion ein gro\u00dfformatiges &#8220;Dotdrawing&#8221; anbrachte. Noch in derselben Nacht machte die Stadtreinigung es weg, da man annahm, dass es sich um einen &#8220;Graffiti-Anschlag&#8221; gehandelt habe. Zum Gl\u00fcck war die stundenlange Arbeit nicht ganz umsonst &#8211; Kirsten hatte sie fotografieren lassen.<\/p>\n<p>Mit der USAL wird Kirsten Mosel auch nach Abschluss ihrer Intervention weiter zusammenarbeiten, beide Seiten denken an eine Unternehmung \u00e4hnlich der, an der Kirsten Mosel drei Jahre in Deutschland als Leiterin des &#8220;Mobilen Ateliers-Kunstprojekte&#8221; gearbeitet hat. Dabei handelt es sich um ein Kunstvermittlungs-Projekt, in dessen Rahmen K\u00fcnstler ihre Ateliers, Arbeiten und Ideen mit Kindern teilen und \u00fcber bestimmte Themen (z.B. &#8220;das Nichts&#8221; oder &#8220;Licht&#8221;) arbeiten.<\/p>\n<p>Eine zweite Linien-Intervention Mosels wurde am 6. September in der Goethe-Schule in La Horqueta, Boulogne, im Rahmen der deutsch-argentinischen Gemeinschaftsausstellung &#8220;Que la l\u00ednea no se pierda&#8221; eingeweiht, die bis zum 3. November zu sehen sein wird. &#8220;Auf dass die Linie nicht verloren gehe&#8221; spielt hier im \u00fcbertragenen Sinne auch auf die Linien an, die sich von den Ex-Sch\u00fclern und Lehrern, die als K\u00fcnstler an der Ausstellung teilnehmen, zu den Sch\u00fclern von heute ziehen.<\/p>\n<p>Die K\u00fcnstlerin hat f\u00fcr diese Schau, die sie gemeinsam mit Amalia P\u00e9rez Molek auch kuratiert hat &#8211; Kirsten ist in der Kulturabteilung der Goethe-Schule aktiv, ihr Mann Gerald Splitt ist seit einem Jahr Gesamtschulleiter der Goethe-Schule -, &#8220;Seis L\u00edneas&#8221; geschaffen &#8211; eine Neuheit, denn ihre bisherigen Linien-Interventionen bestanden immer aus einer ungeraden Anzahl Linien. Das mag an der ungew\u00f6hnlichen Architektur der riesigen, lichtdurchfluteten Eingangshalle der Schule (Germania-Halle) liegen, wo Kirsten die freistehende, gezackt nach oben gehende Mauer eines Treppenaufgangs bespielt. Erstmals hat sie hier die Linien nicht nur an eine plane Wand montiert, sondern ihre Intervention &#8220;umschlingt&#8221; den Bauk\u00f6rper, der dar\u00fcber hinaus aus Waschbeton besteht, so dass die Riffelungen und Einstanzungen in der Wand ebenfalls in einen interessanten Dialog mit ihrer Arbeit treten.<\/p>\n<p>Im Konsulat der Deutschen Botschaft von Buenos Aires hatte Kirsten Mosel vom  22. Juni bis zum 4. August die Ausstellung &#8220;Nuevos Cutouts&#8221; gezeigt, eine eigens f\u00fcr die Botschaft geschaffene Serie von Werken in einem mittleren Format. Hier verwendete Mosel einen speziellen Hintergrund f\u00fcr ihre Formen: Aludibond. &#8220;Auf diesem Bildtr\u00e4ger kann ich \u00fcber minimale Fragen der Abstraktion und gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Reduktion f\u00fcr meine Cutouts nachdenken&#8221;, sagt Kirsten Mosel, die f\u00fcr die Schau in der Botschaft mit dem Thema des Doppels gearbeitet hatte. &#8220;Zwei Augen, zwei Klammern, zwei B\u00e4ume. Zwei Linien, zwei Kreisel, zwei Lineamente. Die Bilder kreisen um das Ph\u00e4nomen des Doppels: in der Symmetrie eines K\u00f6rpers, in der Funktion von Ger\u00e4ten, im Zusammensto\u00df von abstrakten Farb-Formen&#8221;, hie\u00df es im Text zu der Ausstellung.<\/p>\n<p><strong>Kleine Werke und &#8220;Sinnfragen&#8221;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM6.jpg\" alt=\"\" title=\"KM6\" width=\"250\" height=\"375\" class=\"alignleft size-full wp-image-9132\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM6.jpg 250w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM6-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Wenn man Kirsten Mosels riesige, in ihrer Klarheit und Sch\u00f6nheit \u00fcberw\u00e4ltigende Werke vor Augen hat, \u00fcberrascht es, dass ihr die Arbeit am Werkkomplex des sogenannten &#8220;Kleinen Werks&#8221;, das sich durch ihre gesamte k\u00fcnstlerische Laufbahn zieht, schwerf\u00e4llt. Von diesen kleinen Arbeiten w\u00e4hlt sie nur ganz wenige pro Jahr aus, so w\u00e4chst langsam ein kleiner Block heran. Es sind keine Studien f\u00fcr ihre gro\u00dfformatigen Werke, daf\u00fcr hat Kirsten Mosel ihre Skizzenhefte, die sie \u00fcberallhin begleiten und die auch Kunstwerke in sich selber sind. Die fragilen Bl\u00e4tter der &#8220;Kleinen Werke&#8221;, in denen neben geklebten Elementen auch Kuli, Bleistift oder Filzstift auftauchen k\u00f6nnen, stellen einen eigenst\u00e4ndigen Werkk\u00f6rper dar.<\/p>\n<p>&#8220;Als abstrakter K\u00fcnstler muss man sich fragen lassen, was das Werk bedeuten soll&#8221;, sagt Kirsten Mosel. Sie erkl\u00e4rt, dass ihre Formen immer von etwas Konkretem herkommen, das sie abstrahiert. Der Betrachter nehme dann das Abstrakte, stelle es in einen eigenen Kontext und komme meist zu einer ganz anderen Erkl\u00e4rung. &#8220;Das finde ich spannend!&#8221;, sagt die K\u00fcnstlerin. &#8220;Meine Arbeiten fordern dazu auf, Ideen und Erkl\u00e4rungsmuster zu \u00fcberpr\u00fcfen und auch nach anderen Interpretationsm\u00f6glichkeiten zu suchen.&#8221; Ihre Arbeit befinde sich in einem Grenzbereich zwischen Abstraktion und Narration.<\/p>\n<p><strong>Ausstellungen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>&#8220;L\u00edneas para USAL&#8221;, Intervention. <a href=\"http:\/\/www.salvador.edu.ar\/sitio\/index.html\">Universidad del Salvador<\/a>, Marcelo T. de Alvear 1337, 1. Stock. 23.6.-Oktober.<\/li>\n<li>&#8220;Encuentros &#8211; Que la l\u00ednea no se pierda&#8221;, Werke von Hildegard Hahn, Andrea von L\u00fcdinghausen, Kirsten Mosel und Silvia Rudolf (Deutschland), sowie Silvina Alfonzo, Sebasti\u00e1n Garbrecht, Carina Luebs, Melanie Mahler und Amalia P\u00e9rez Molek (Argentinien). Kuratorinnen: Kirsten Mosel und Amalia P\u00e9rez Molek. <a href=\"http:\/\/www.goethe.edu.ar\/\">Goethe-Schule<\/a>, Eingangshalle &#8220;Hall Germania&#8221;, Reclus 2250, Boulogne. 6.9.-3.11.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Webseiten<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kirstenmosel.de\/home.html\"> Webseite der K\u00fcnstlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/mobilesatelier.holgap.de\/\">Webseite &#8220;Mobiles Atelier&#8221;<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Fotos von oben nach unten:<\/strong><br \/>\nKirsten Mosel vor ihrer Raum-Intervention &#8220;Five Lines&#8221;, Studio Hannover, 2010. Folie auf Wand (Ausschnitt).<\/p>\n<p>&#8220;Pools&#8221;, Museum f\u00fcr Moderne Kunst Las Palmas, Spanien, 2000.<\/p>\n<p>Direkt an der Wand: Werke im Kubus, Hannover, 2009.<\/p>\n<p>Kleines Werk (4), 2006.<\/p>\n<p>In Deutschland konnte die K\u00fcnstlerin 2010\/11 auf einem extremen Format von 7 x 35 Metern die Arbeit &#8220;Orange Line&#8221; auf der N\u00fcrnbergMesse realisieren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM_orange-line1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM_orange-line1.jpg\" alt=\"\" title=\"KM_orange line1\" width=\"500\" height=\"334\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9138\" srcset=\"https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM_orange-line1.jpg 500w, https:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/KM_orange-line1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Click aqu\u00ed para leer la versi\u00f3n en castellano. Portr\u00e4t der deutschen K\u00fcnstlerin Kirsten Mosel, die seit einem Jahr in Argentinien lebt Von Susanne Franz Schnipp, schnapp, ab. Was schneide ich weg, was lasse ich stehen? Dass diese an sich banalen Fragen von entscheidender Bedeutung sein k\u00f6nnen, beweist das Werk der deutschen K\u00fcnstlerin Kirsten Mosel, die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-9123","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kunstler-artistas"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9123","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9123"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9123\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9555,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9123\/revisions\/9555"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9123"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9123"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9123"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}