{"id":9526,"date":"2011-10-27T18:45:25","date_gmt":"2011-10-27T21:45:25","guid":{"rendered":"http:\/\/kunstinargentinien.com\/?p=9526"},"modified":"2011-11-06T19:01:19","modified_gmt":"2011-11-06T22:01:19","slug":"ein-keller-voller-traume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunstinargentinien.com\/index.php\/2011\/10\/27\/ein-keller-voller-traume\/","title":{"rendered":"Ein Keller voller Tr\u00e4ume"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8220;Babilonia&#8221; von Armando Disc\u00e9polo in der Pestalozzi-Schule<\/p>\n<p><em>Von Susanne Franz<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/babilonia3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/babilonia3.jpg\" alt=\"\" title=\"babilonia3\" width=\"250\" height=\"153\" class=\"alignright size-full wp-image-9528\" \/><\/a>Wir befinden uns in den Kellerr\u00e4umen eines herrschaftlichen Hauses im Buenos Aires der 1920er-Jahre. Die Angestellten arbeiten auf Hochtouren, denn &#8220;oben&#8221; wird gerade die Verlobung der Tochter des Hauses gefeiert. Koch und K\u00f6chin, K\u00fcchenhilfen und Kellner wuseln durcheinander, es herrscht Chaos, erst langsam erkennt man die zugrundeliegenden Strukturen &#8211; und blickt in einen Abgrund.<\/p>\n<p>Der Spanier Jos\u00e9, der der bunten Dienstbotenschar vorsteht, hat eine Augenentz\u00fcndung und kann nicht bedienen, und er hat &#8211; berechtigte &#8211; Angst, von dem forschen und ehrgeizigen Eustaquio entmachtet zu werden. Also \u00fcberredet er seine Frau Lola, das Brautgeschenk &#8211; ein wertvolles Halsband &#8211; zu stehlen, um es in Eustaquios Tasche zu schmuggeln. Jos\u00e9s Plan ist einfach und perfide: Der Raub wird entdeckt, alle Dienstboten durchsucht, und Eustaquio ist er ein f\u00fcr alle mal los. Die grundehrliche Lola ist hin- und hergerissen: Es ist gegen ihre Natur, eine solch verwerfliche Tat zu begehen, doch ihrem Mann schuldet sie Loyalit\u00e4t. Schlie\u00dflich tut sie, was Jos\u00e9 von ihr verlangt.<!--more--><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/babilonia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kunstinargentinien.com\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/babilonia.jpg\" alt=\"\" title=\"babilonia\" width=\"250\" height=\"156\" class=\"alignleft size-full wp-image-9529\" \/><\/a>Bis zum Showdown lernt man die einzelnen Charaktere im Keller, ihre Schw\u00e4chen, Hoffnungen und Tr\u00e4ume, genauer kennen. Sie sind aus verschiedenen L\u00e4ndern des armen Europas gekommen, weil sie sich eine bessere Zukunft in Argentinien erhofften. Auch die neureiche Herrschaft taucht im Keller auf: das T\u00f6chterchen, der besoffene Sohn, der gegen den Br\u00e4utigam der Schwester ist, und auch die Mama, die sich f\u00fcr ihren Sohnemann 300 Pesos bei Jos\u00e9 leiht, kurz nachdem sie ihm die K\u00fcndigung angedroht hat.<\/p>\n<p>Die groteske Kom\u00f6die &#8220;Babilonia&#8221; des argentinischen Dramatikers Armando Disc\u00e9polo (1887-1971) ist das vierte St\u00fcck, das die seit f\u00fcnf Jahren bestehende Eltern-Theatergruppe der Pestalozzi-Schule auf die B\u00fchne bringt. Die Adaptation des Werkes stammt von Mart\u00edn Salazar und Lautaro Ostrovsky, Regie f\u00fchrt Adriana Miranda. Das B\u00fchnenbild schuf Diego Alonso Timonel, Kost\u00fcmierung und Ausstattung stammen von dem mit gro\u00dfem Enthusiasmus agierenden Ensemble, das \u00fcberzeugend eine 40-min\u00fctige, schwungvolle und dynamische Show bietet.<\/p>\n<p>Der &#8220;Keller&#8221;, in dem das Geschehen abl\u00e4uft, wurde auf die Terrasse der Sekundaria verlegt, wo ein Zuschauerraum mit einer Kapazit\u00e4t f\u00fcr 60 Personen abgeteilt wurde. Der Eintritt kostet 25 Pesos und kommt der solidarischen Aktion P.A.S. (Programa de Acciones Solidarias) der Abiturklasse zugute.<\/p>\n<p>Die gut besuchte und gefeierte Premiere war am 21. Oktober, weitere Vorstellungen sind an den Freitagen 28. Oktober sowie 4., 11., 18. und 25. November, jeweils um 21.15 Uhr, in der Freire 1882, Belgrano. Freigegeben ab 12 Jahren.<\/p>\n<p><strong>Fotos von oben nach unten:<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Gewissenskonflikt: Jos\u00e9 (Gustavo Bobbio) und Lola (Mar\u00eda Aman).<\/p>\n<p>(v.l.:) Eustaquio (Diego Alonso Timonel), Otto (Federico Krum), Cacerola (Andrea Vicenzi), Piccione (Norberto Geller), Isabel (Nora Kremer), Carlota (Mar\u00eda Reina).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Babilonia&#8221; von Armando Disc\u00e9polo in der Pestalozzi-Schule Von Susanne Franz Wir befinden uns in den Kellerr\u00e4umen eines herrschaftlichen Hauses im Buenos Aires der 1920er-Jahre. Die Angestellten arbeiten auf Hochtouren, denn &#8220;oben&#8221; wird gerade die Verlobung der Tochter des Hauses gefeiert. 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